Ausgabe 11 / 3.2.2009

Völlig losgelöst
Sind wir wirklich nur im Weltall schwerelos?
 

Letzte Woche hat’s zu meiner Überraschung mal wieder „Major Tom“ von Peter Schilling im Radio gespielt, was äußert selten vorkommt. Da mich dieses Lied an meine Jugend erinnert und mir nach wie vor gut gefällt, hab ich einfach die Lautstärke hoch gedreht und aus vollem Herzen mitgeträllert…

Der Refrain
                  
   „… dann hebt er ab – und völlig losgelöst, von der Erde,
                                 schwebt das Raumschiff völlig schwerelos..“


hat in mir dieses Mal etwas ausgelöst… ein regelrechter Gedankenschwall ist über mich hergefallen und ich hab begonnen darüber zu philosophieren, was das Wort „schwerelos“ nun wirklich bedeutet.

 

Im Prinzip sind wir nur im Weltall schwerelos, wenn wir mal von der kurzen Schwerelosigkeit bei Parabelflügen absehen.

Sind wir also wirklich nur im All unsere Schwere los?

Macht uns die Erde erst so schwer und träge?

Oder ist nur das Wort unglücklich gewählt?

Ich denke mittlerweile, dass das Wort unglücklich gewählt ist, doch es ist uns nicht gelungen ein anderes Eigenschaftswort für diesen Schwebezustand zu finden. Zumindest nicht im Deutschen – im Englischen schaut’s da schon anders aus, denn da ist in „agravic“ oder im Spanischen „ingravido“ überall das Stammwort „Gravitation“ also Anziehungskraft enthalten. Doch wenn man daraus ein deutsches Eigenschaftswort formen will, was könnte man da sagen: unanziehend, ingravitiert? Klingt ja nicht so gut, oder? Also bleiben wir bei schwerelos, bevor wir hier neue Wörter erfinden.

Fest steht, dass wir nicht nur im Weltall, also weit weg von Mutter Erde schwerelos sein können. Vielleicht nicht gerade im physikalischen Sinn, aber zumindest im emotionalen und mentalen. Wir wollen uns alle von unserem Ballast befreien, den wir tagein tagaus mit uns mitschleppen, das was uns das Leben wirklich schwer macht, das was uns müde und träge macht. Wir wollen hier und jetzt in unserem irdischen Leben schwerelos sein. Die Schwere los sein! Da hilft nur eins, den ganzen unnötigen Ballast abwerfen. Wer nicht weiß, wo er da am besten anfängt, kann daheim beginnen – nämlich mit ausmisten! Gerade heute, wo mich dieses Thema so beschäftigt, hab ich „zufällig“ eine wirklich perfekt passende Bildschirmpräsentation bekommen.

Das Gesetz der Leere

Denk mal nach…
…ob du dir angewöhnt hast, nutzlose Dinge zu sammeln, weil du sie, vielleicht ja eines Tages mal brauchen könntest?

…ob du dir angewöhnt hast, Geld anzuhäufen, aber nicht auszugeben, weil du es vielleicht irgendwann in der Zukunft brauchen wirst?

…ob du dir angewöhnt hast, Kleidung, Schuhe, Möbel, Geräte und andere Haushaltsgegenstände zu lagern,
obwohl du sie schon lange nicht mehr benutzt hast?

….ob du dir tief in deinem Inneren angewöhnt hast, an Vorwürfen, Groll, Traurigkeit, Angst und dergleichen festzuhalten?

Tu es nicht.

Du handelst gegen dein Wachstum!

Es ist wichtig, Raum zu schaffen, eine Lücke, um neuen Dingen zu erlauben, in dein Leben zu kommen.

Es ist wichtig, dass du alle nutzlosen Dinge in deinem Leben in dir selbst loslässt, um Wachstum und Wohlstand annehmen zu können.

Die Kraft dieser Leere ist jene, die alle deine Wünsche aufnimmt und anzieht.

Dinge müssen fließen.

Reinige deine Schränke, deine Garderobe, deinen Arbeitsbereich, die Garage…

Gib weg, was du nicht mehr benutzt…

Die Angewohnheit alles Nutzlose behalten zu wollen, fesselt dein Leben.

Es sind nicht die Gegenstände, die du behältst, die dein Leben stagnieren lassen.

Es ist die Einstellung zum „Behalten“ an sich.

Wenn wir festhalten, sind wir im Wollen, im MANGEL.

Wir glauben, dass es morgen fehlen könnte, und dass wir nicht mehr in der Lage sein werden, unsere Bedürfnisse zu stillen.

Mit dieser Idee sendest du zwei Botschaften an dein Gehirn und an dein Leben:

  1. dass du dem Morgen nicht vertraust.

  2. dass das Neue und das Bessere nicht für dich gedacht sind.

Deshalb heiterst du dich selbst damit auf, was du alles an Altem und Nutzlosem gesammelt hast.

Werde los, was seine Farben und seine Helligkeit verloren hat.

Lass das Neue in dein Heim kommen und in dich selbst!

Lass es fließen!

Möge Wachstum und Frieden dich bald erreichen!

 

Werden wir also unsere Schwere los, in dem wir uns von nutzlosem Ballast verabschieden, in allen Lebensbereichen – das schafft uns Raum für Neues und bringt uns Leichtigkeit. Wir können unser Leben endlich mit allen Sinnen genießen, da wir aus einer immerwährenden Fülle schöpfen können, weil wir nicht mehr im Mangel leben, sondern das Vertrauen haben, dass alles für uns bereit steht – jeden Tag – für immer.

Interessant, was so ein Lied alles auslösen kann… Mehr ist hier nicht mehr hinzuzufügen, außer vielleicht folgendes:

 Tanze
als würde dich niemand beobachten.

Liebe
als wärst du niemals verletzt worden.

Singe
als ob dich niemand hören könnte.

Lebe
als sei der Himmel auf Erden.

 Souza

Text: Sabine Miksu
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