Ausgabe 70 / September 2013

Wasser – eine ganz besondere Flüssigkeit

[Text: Eva Jordan]

 

Ohne Wasser gäbe es Leben, in der Form, in der wir es kennen, nicht. Damit Wasser Leben ermöglicht, hat es eine Reihe von auffälligen physikalischen Eigenschaften, die keine andere Substanz aufweist.

Wasser weist eine Reihe von Anomalien auf, es verhält sich beim Abkühlen und Erwärmen nicht wie andere Flüssigkeiten oder feste Stoffe.

Erwärmt man einen Stoff, dehnt er sich bekanntlich aus – auf Wasser trifft diese Eigenschaft nur bedingt zu:

Wenn Wasser erwärmt wird, dann verringert sich sein Volumen im Bereich von 0 bis 4 Grad Celsius! Erwärmt man es weiter, nimmt sein Volumen zu – warum sich Wasser auf diese einzigartige Weise verhält, ist unbekannt.

Auch beim Abkühlen verhält sich Wasser einzigartig: es wird beim Abkühlen nicht immer schwerer und kompakter wie andere Stoffe aufgrund der Verdichtung der Moleküle, es wird beim Gefrieren leichter und schwimmt dann sogar auf dem wärmeren Wasser – diese physikalische Tatsache ist sehr entscheidend für unser Leben! Denn würde Eis absinken und die Böden der Meere oder von Seen bedecken, hätte sich das Leben im Wasser ev. gar nicht erst entwickeln können.


Außerdem nimmt gefrierendes Wasser nicht wie jede andere Materie an Volumen ab, sondern es dehnt sich aus. Wussten Sie, dass warmes Wasser schneller gefriert als kaltes? 

Zum Beispiel ist es die einzige Sauerstoff-Nichtmetallverbindung, die bei Raumtemperatur flüssig ist, denn alle anderen sind gasförmig. Gemessen am Molekulargewicht müsste Wasser eigentlich schon bei minus 50 Grad Celsius kochen – auch dann wäre Leben in der uns bekannten Form nicht möglich!

Es erwärmt sich nicht gleichmäßig, nicht stetig. Zwischen 0 Grad Celsius und 35 Grad Celsius benötigt es nur relativ geringe Energie, um sich zu erwärmen. Wird weiter Wärme zugeführt, erwärmt es sich deutlich langsamer – so können viele Tiere und Pflanzen in Wasser gedeihen!

Im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten hat Wasser eine sehr hohe Oberflächenspannung – so kann es auch in feinen Gefäßen ganz nach oben steigen. Wäre diese Spannung niedriger, könnte kein Baum höher als ca. 10 Meter werden.

Wasser ist eines der wenigen Lösungsmittel, die nicht giftig wirken. Bei den meisten Flüssigkeiten steigt deren toxische Wirkung mit der Fähigkeit Stoffe in sich aufzulösen. Das macht Wasser zur idealen Flüssigkeit im Körper von allem Lebendigen.

Wenn Wasser unter Druck steht, sinkt sein Gefrierpunkt – andere Flüssigkeiten gefrieren dann schneller. Aber nur so können Gletscher sich zu Tal bewegen und binden nicht globale Wasserreserven.

Da Wasser eine erheblich höhere Temperatur zum Verdampfen benötigt als andere Flüssigkeiten wird unter anderen verhindert, dass sich bei lokaler Überwärmung Dampfblasen unter der Haut bilden.

Wasser hat jedoch nicht nur die genannten Anomalitäten, es weist rund 60 auf! Wissenschaftler schreiben diese Phänomene dem Wassermolekül selbst und seinem besonderen Aufbau zu. Durch die ganz besondere Anordnung der Wasserstoffatome wird eine geordnete Clusterbildung der Wassermoleküle erst möglich – und diese könnte viele Anomalien in Bezug auf Wasser erklären.

Diese Clusterbildung ist jedoch noch für eine wesentlich wichtigere Eigenschaft entscheidend:

Wasser kann Informationen speichern – warum das ebenso erstaunlich wie bedeutsam für uns ist, erfahren Sie im nächsten Beitrag [zum Artikel]! Denn schon Goethe erkannte und formulierte sehr treffend:

 Der Menschen Seele gleicht dem Wasser.

Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und wieder nieder zur Erde muss es,

ewig wechselnd.

 

 

Weitere Artikel zum Thema Wasser finden Sie hier: "Wasser, ein besonderer Informationsspeicher" / "Wasser, der Schlüssel zum geistigen Heilen"  / "Wasser, der Schlüssel zur mentalen Kommunikation"

Text: Eva Jordan

www.evajordan.at

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