Ausgabe 100/Juli & August 2016


Terra Gaia
Ursprung ~ Heilung ~ Aufstieg

Mensch & Erde
Vermittler zwischen den Welten

Terra Gaia war eine Workshop-Reihe, die in meinem Geschäft bereits 2010/2011 stattfand -
das Thema ist aktueller denn je, deshalb habe ich mich dazu entschieden, die Infos hier zur Verfügung zu stellen.
 

Die verlorene Verbindung zu Mutter Erde
Die Workshop-Reihe Terra Gaia soll uns der Erde wieder ein Stückchen näher bringen... vor allem in der Stadt lebend, hat man kaum noch den richtigen Zugang zur Erde, der Natur und ihrem Wandel...

Bei uns gingen viele Traditionen und Feste verloren, auch die Feste rund um die Jahreszeitenwechsel, die enorme Energie freisetzen können, wenn man sie feiert – was für uns und auch für die Erde sehr wichtig wäre. Wir erkennen es am vorherrschenden Wetter – denn es gibt kaum noch wirkliche Jahreszeiten – alles verschwimmt ineinander, auch deshalb weil niemand mehr im Einklang mit der Natur lebt oder arbeitet. Unsere Kinder kennen kaum noch Märchen, Mythen oder Sagen, die sehr aussagekräftige Weisheiten der Natur enthalten.

Das vergessene Wissen
Wir haben viel von unserem ursprünglichen Wissen, dem keltischen und germanischen, vergessen – vergessen müssen – denn man hat uns dafür verfolgt und getötet. Vor allem in unseren Breiten – also in Europa – wurde durch die Verbreitung von Angst und Schrecken der Kirche alles Wissen vernichtet. Man stufte alles als dämonisch, teuflisch ein – man wurde zur Hexe, nur weil man versuchte mit natürlichen Mitteln wie Kräutern zu heilen. Nur die Astrologie hat alles überlebt, denn sie war eine Männerdomäne und wurde als Wissenschaft eingestuft! Anfang des 20. Jahrhunderts war es dann so weit, dass die Medizin und Technik so stark im Vormarsch war und uns die beiden Weltkriege einen derartigen Schock verpasst haben, dass wir uns gänzlich von der Natur abgeschnitten haben. In den 1970er Jahren wurde es dann besser - das beginnende Wassermannzeitalter machte sich bemerkbar - allerdings 40 Jahre später sehen uns noch immer viele Leute als Spinner an – und viele trauen sich nicht öffentlich über ihre esoterischen und spirituellen Ansichten zu sprechen....


Leider suchen wir immer in der Ferne nach den Antworten – in Indien, China, Japan – aber wir müssen uns nur ein bisschen mehr mit unserem Brauchtum und uns selbst auseinandersetzen, dann sehen wir, dass es auch bei uns die Antworten auf alle Fragen gibt. Natürlich können wir uns Anregungen in fremden Kulturen holen, doch sollten wir unsere Wurzeln nicht verleugnen! Deshalb wäre es auch für unsere Erde gut, wenn sich jeder mit dem Platz wo er lebt auseinandersetzt und sich damit verbindet. Denn nur wo wir unsere Wurzeln haben, können wir uns auch wirklich mit der Erde gut verbinden – also unsere Wurzeln auch richtig wachsen lassen.

Alles hat ein Bewusstsein und eine Seele
Im ersten Teil von Terra Gaia geht’s vor allem um die Verbindung zwischen Terra Gaia, also Mutter Erde und den Menschen, die auf ihr Leben dürfen. Wir müssen wieder unsere Verbindung zueinander finden, damit wir gemeinsam unseren Weg weiter gehen und unsere Rolle als Vermittler zwischen der Erde und dem Himmel ausüben können.

Zu allererst müssen wir uns bewusst werden, dass wir nicht auf toter Materie leben, sondern auf einem lebenden Wesen unsere Zeit verbringen dürfen. Alles lebt, alles hat eine Seele, jeder Stein, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Planet und natürlich auch jeder Mensch. Wir haben uns diesen Ort und diesen Zeitpunkt ausgesucht um gemeinsam einen Schritt in eine höhere Dimension zu gehen.

Wie alles begann...
Damit wir aber den Zusammenhang und die Entwicklung auf unserem Planeten verstehen können, müssen wir sehr weit in die Vergangenheit reisen. Wenn wir davon ausgehen, dass alles Leben irgendwann erschaffen wurde, können wir auch annehmen, dass es einen Gott gibt – oder sagen wir die Quelle allen Seins, ist vielleicht unverfänglicher. Die Quelle hat ihre Aspekte aufgeteilt, indem sie Himmel und Erde geschaffen hat und diese Welten belebte sie mit Engeln und Naturgeistern – zwei völlig unterschiedliche Schwingungen – aber alles Aspekte von Gott, eben der Quelle allen Seins.

Vermittler zwischen den Welten
Auf der einen Seite gibt es nun die Wesen des Himmels, der geistigen Welt und auf der anderen Seite die Wesen der Natur, der materiell-mystischen Welt. Der Mensch steht zwischen diesen beiden Welten, er ist in keiner Welt ganz zuhause, aber auch in keiner richtig fremd. Nun kommen wir auch schon zur eigentlichen Vermittlerrolle. Die Engel sind die Boten Gottes, ihre Aufgabe ist es, Kontakt zu Gott (Vater) herzustellen und dem Menschen seinen göttlichen/himmlischen Ursprung bewusst zu machen.

Die Naturgeister sind Boten der Natur, sie stellen den Kontakt zu Mutter Erde her und machen dem Menschen seinen irdischen Ursprung bewusst. Erst dann, wenn wir durch die Engel mit „Oben“ und durch die Naturgeister mit „Unten“ verbunden sind, können wir unser gesamtes Potential nutzen. 

Und wir Menschen sind Botschafter für beide Welten, denn nur wir können mit beiden Welten in Verbindung treten und das Irdische in den Himmel bringen bzw. das Himmlische auf die Erde. Dazu braucht uns Terra Gaia ganz dringend, denn auch sie hat als Wesenheit nun das Recht in eine höhere Schwingung aufzusteigen.

Entwicklung von Matriarchat über Patriarchat hin zum Integrat
Im Laufe vieler Jahre haben wir unsere Verbindung zur Natur verloren, das hat aber nicht erst jetzt begonnen, sondern ist ein Prozess der viele Jahrhunderte andauert – in unserer Zeit zeigen sich die Extreme nur noch viel deutlicher, weil wir immer bewusster werden. Es geht auch sehr darum, das Weibliche wieder in seiner Urform aufleben zu lassen und eine wirkliche Gleichstellung der männlichen und weiblichen Aspekte zu erreichen. Also weder ein Patriarchat, noch ein Matriarchat zu schaffen, sondern eine Art INTEGRAT – manche nennen es auch Atriarchat – also zu einem gleichberechtigten und sich gegenseitig ergänzenden Miteinander.

Das Matriarchat
Am Anfang, als die Menschen sich auf der Erde ausbreiteten, herrschte ein Matriarchat [auch die Erde ist weiblich], man lebte im Einklang mit der Erde, zog als Nomadenvolk durch das Land und richtete sich nach den Gegebenheiten der Natur. Man war noch angebunden an die Erde und lebte von den natürlich gewachsenen Früchten und Kräutern. Jäger und Sammler passten sich dem Leben an, dank ihrer inneren und äußerlichen Beweglichkeit, war für sie die Welt in Ordnung wie sie war. Außerdem war das Wohlergehen der Gruppe/Sippe weit wichtiger als das persönliche EGO. Frauen wurden verehrt, weil sie Leben gebaren, sie standen für Fruchtbarkeit und Erhaltung der Sippe. Aus dieser Zeit ist wenig bekannt, da es keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt.

Das Patriarchat
Ab dem Zeitpunkt als die Menschen sesshaft wurden, plötzlich persönlicher Besitz wichtig wurde und die Menschen Ackerbau betrieben, änderte sich alles. Es genügte nicht mehr, dass es irgendwann und irgendwo regnete, sondern es musste zur rechten Zeit und in der richtigen Menge geschehen. Die Menschen lebten nun nicht mehr im Einklang mit der Natur, sondern fingen an der Erde Opfer zu bringen, damit ihre Ernten nicht verdarben. Die Frauen konnten körperlich die schwere Arbeit mit dem Pflug nicht machen, sie wurden herabgestuft und hinter den Herd verbannt. Von da an ging es abwärts mit der Stellung der Frau. Ihnen wurde die Unberührtheit bis zur Hochzeit und danach die absolute Treue auferlegt, damit sich die Männer auch gewiss sein konnten, dass sie ihrem eigenen Sohn alles vererbten. Frauen bekamen einen Brautpreis und wurden mehr und mehr zum Handelsobjekt und Besitz der Männer. Das aufkommende Christentum setzte dann noch eins drauf mit Aussagen wie „Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen.“ oder „Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen!“ 1484 erklärte Papst Innozenz VIII die Frauen kurzerhand zu „NICHT-MENSCHEN“. Trotzdem gab es im Mittelalter immer wieder Frauen, die sich von der männlichen Gesellschaft nicht dominieren lassen wollten, wie Hildegard von Bingen oder Theresia von Avila. Die aufkeimende Stärke der Frauen gipfelte in der Inquisition/den Hexenverbrennungen -  an deren Folgen wir noch bis heute zu knabbern haben.

Die Entwicklung gleicht sich rund um den Globus!
Man darf dies aber nicht verdammen, denn es war mit Sicherheit ein sinnvoller und notwendiger Entwicklungsschritt für unser Bewusstsein. Interessant ist auch, dass diese Entwicklung (vom Matriarchat zum Patriarchat) überall auf der Welt stattgefunden hat, auch in den heute so angesehenen Religionen wie dem Buddhismus (im Urbuddhismus konnten nur Männer in das Nirwana kommen – Frauen könnten günstigenfalls im Augenblick des Todes die Gnade der Geschlechtsumwandlung erfahren).

Die Wiederaufwertung der Weiblichkeit
Das aufkeimende Wassermannzeitalter bringt nun auch die Aufwertung der weiblichen Seite mit sich, was ab Anfang des 19. Jahrhunderts (mit einigen Rückschlägen) zu beobachten ist. Die Frauen pochen auf ihre Rechte, auch auf das Wahlrecht, gehen weg von Heim und Herd, üben einen Beruf aus, engagieren sich politisch und technisch. Dennoch orientieren sich die Frauen viel zu sehr an männlichen Aspekten und lernen nur ganz langsam nach und nach was WEIBLICHKEIT heißt. Denn wir sind verschreckt und der Schock der jahrhunderte langen Verfolgung sitzt tief in unserem Unterbewusstsein. Durch die Verbindung mit Terra Gaia schaffen wir die Auflösung dieser Schockzustände und können uns auf unsere Kräfte einlassen, ohne Angst haben zu müssen, dass wir dafür verfolgt, gefoltert oder getötet werden.

Weiblich ist verbindend, integrativ, holistisch (ganzheitlich), erkennend das jedes Ding zwei Seiten hat, nährend, fürsorglich, einfühlsam, gefühlsbetont, fruchtbar, tiefgehend, beruhigend, mit dem Mond verbunden...

 

Wie schaffe ich nun eine Verbindung zu Terra Gaia und damit auch zu meiner Weiblichkeit...

  • Erkennen und Anerkennen, dass ALLES eine Seele und ein Bewusstsein hat

  • in die Natur gehen

  • Bäume umarmen

  • sich Pflanzen zuwenden – auch Zimmerpflanzen

  • sich mit Naturwesen verbinden

  • mit Steinen und Kristallen arbeiten

  • altes Brauchtum beleben, Jahresfeste feiern

  • Märchen, Mythen und Sagen lesen

  • mit dem aufgestiegenen Meister KUTHUMI arbeiten

  • sich mit der Erde verbinden, verwurzeln

  • an Terra Gaia Energie und Heilung schicken

  • seinen Erdstern aktivieren

  • sich bei der Erde dafür bedanken, dass sie uns auf sich Leben lässt

  • sich selbst Gutes tun, sich selbst nähren

  • in Vollmondnächten in der Natur spazieren gehen

  • sich als Vermittler zwischen den Welten zur Verfügung stellen

  

Die 4. Dimension
Wir sind am Weg in die 4. Dimension und eigentlich weiß niemand so genau, was das heißen mag. Wir wissen, dass diese Dimension die ZEIT ist, also können wir annehmen, dass ein neues Zeitbewusstsein der Schlüssel zur vierten Dimensionsstufe ist. Die für uns stark spürbare Zeitbeschleunigung würde sehr dafür sprechen. Wir dürfen nicht annehmen, dass die 4. Dimension nur einfach eine mehr ist, es ist ein riesiger Schritt in eine für uns noch unfassbare, unbegreifliche Epoche. Sie führt uns zur Bewusstwerdung des Ganzen, dieses neue Bewusstsein ist klarer und durchschauender – der Mensch vermag damit das WAHRE zu erkennen. Die Menschen werden sich miteinander verbinden und ein neues Weltbewusstsein hervorbringen. Doch leider sind diese Übergänge nicht problemlos, sondern voller Konflikte. Umso mehr brauchen wir Vertrauen und Einsicht um diesen Bewusstseinsprung zu schaffen – diese Einsichten und dieses Vertrauen können wir durch die Verbindung mit Terra Gaia erlangen.

Hier geht's zu Teil 2... "Erdenergien"...

Hier geht's zu Teil 3... "Wasser"...

Text: Sabine Miksu


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