Ausgabe 10 / 20.1.2009

Sternschnuppen und andere Himmelsereignisse

2009 – Das internationale Jahr der Astronomie
 

Heuer gibt es viele Jubiläen - das Josef Haydn Gedenkjahr, das Charles Darwin Jahr und eben das internationale Jahr der Astronomie…wahrscheinlich finden sich dann noch ein paar, wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf lenken...

In diesem Jahr werden wir ziemlich oft mit großen Errungenschaften und noch großartigeren Menschen konfrontiert - überall gibt es etwas zu feiern. Entweder ein runder Todestag oder Geburtstag, oder die Erfindung des Fernrohrs - irgendwas findet sich anscheinend immer.

Schade, dass man sich immer nur dann an manche Themen heranwagt oder darüber nachdenkt, wenn sie gerade von den Medien hoch gehalten werden.

Ich möchte das Jahr der Astronomie dennoch irgendwie mitfeiern und dem Thema einen höheren Stellenwert geben, als er bis jetzt für mich hatte. Also, das soll jetzt nicht so klingen, als ob ich mich heuer zum ersten Mal mit der Astronomie auseinandersetze, nein, ganz und gar nicht – ich hatte bereits mit 14 Jahren einen dicken Astronomiewälzer mit vielen, vielen Sternenkarten. Ich wollte immer schon mehr wissen über diese Millionen kleiner Pünktchen, die ich immer sehnsuchtsvoll beobachtet hab, fast mit ein bisschen Heimweh… Damals konnte ich allerdings nichts mit dem Buch anfangen, weil es viel zu kompliziert war – aber jetzt über 20 Jahre (mein Gott sind es wirklich schon so viele?) später, versteh ich doch sehr viel, was in diesem astronomischen Fachwerk steht. Und da sich auch mein Partner intensiv mit dem Thema beschäftigt, kommt es mir gerade recht, dass es heuer 400 Jahre her ist, dass Galileo Galilei und andere Astronomen zum ersten Mal durch ein Fernrohr die Gestirne beobachtet haben.

Natürlich interessiert mich an den Gestirnen nicht die rein naturwissenschaftliche Seite, sondern eher die Bedeutungen und die Prinzipien die für die jeweiligen Planeten oder Himmelsereignisse steht.

Wir sind heuer – trotzt des Jubiläums – nicht gerade übermäßig verwöhnt mit beobachtbaren ungewöhnlichen Planetenkonstellationen, und doch findet so einiges über unseren Köpfen statt, das uns natürlich alle in gewisser Weise beeinflusst.

Momentan leuchtet die Venus als Abendstern sehr intensiv vom Himmel und ihre Leuchtkraft wird in den nächsten Tagen sogar noch zunehmen. Gegen Ende des Monats, so um den 30. Jänner wird die Venus dann sehr nahe an der Mondsichel zu entdecken sein, ein sehr hübscher Anblick! Am besten ihr lässt das Bild, dass euch hier bietet auf euch wirken und fühlt euch in die herrschende Energie ein – eine sehr gefühlsbetonte wird’s auf jeden Fall sein!

Am 26. Jänner gibt’s den ersten Neumond in diesem Jahr und gleichzeitig findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die aber – wie schon erwähnt – von Europa aus nicht beobachtbar ist. Um sie mitzuerleben müssten wir uns schon in den Flieger setzen und sehr weit reisen, denn sie ist nur im Südatlantik und im indischen Ozean zu sehen. Die nächste Finsternis, die uns auch wieder entgeht, ist die Halbschattenfinsternis des Mondes am 9. Februar – sie findet nämlich schon um drei Uhr nachmittags statt und bei uns geht der Mond erst knapp nach halb sechs Uhr abends auf. Auch die Halbschattenfinsternis des Mondes vom 7. Juli ist nicht zu beobachten. Das alles ist schon interessant und hat eine ganz eigene Energie, vieles findet statt, ohne das wir etwas davon zu sehen bekommen – ist doch eine Überlegung wert, was so alles unsichtbar um uns herum geschieht – wir wissen zwar, dass es passiert, sind aber nicht in der Lage es zu sehen!

Kommen wir also zum nächsten Himmelsereignis, das nicht für unsere Augen bestimmt ist - sofern wir nicht gerade in Indien oder China urlauben – es ist die totale Sonnenfinsternis am 22. Juli! Die Sonne verdunkelt sich als im Land der aufgehenden Sonne…

Das wohl interessanteste Ereignis ist die Partielle Mondfinsternis am 31. Dezember 2009 – stellt euch mal diese Energie vor – wir haben Silvester, es ist Vollmond und wir erleben eine partielle Mondfinsternis – übrigens die EINZIGE die man bei uns wirklich beobachten kann! Also zum nächsten Silvester – auch wenn er noch sehr, sehr weit weg ist, eine Vollmond-Finsternis-Silvester-Party veranstalten! An diesem Jahreswechsel hat man schon ab 20.15 Uhr etwas zu beobachten, aber nicht im Fernsehen sondern LIVE am Sternenhimmel!

Wer schon mal das Glück hatte ein Sternschnuppe zu sehen, kennt dieses wunderschöne Gefühl, das in einem hochsteigt und man sich so überwältigt fühlt, von der Schönheit dieses Augenblicks. Wer weiß, wo und wann man in den Himmel schauen muss, um eine Sternschnuppe zu sehen, der hat natürlich mehr Chance auf dieses Glücksgefühl. Ich darf euch verraten, dass es in jedem Monat Sternschnuppenströme gibt, manchmal kommen nur 4-5 Schnuppen pro Stunde vor, aber im August gibt es eine Zeit, in der bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten sind! Zeichnet euch also die Nacht vom 12. auf den 13. August in eurem Kalender rot an, sucht euch ein schönes dunkles Platzerl im Freien und packt euch warm ein – im August sind die Nächte erfahrungsgemäß schon etwas kühl. Es lohnt sich!! Zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens ist der Höhepunkt des Sternschnuppenstroms und die beste Gelegenheit, sich viele, viele, viele Dinge zu wünschen :)

Die stärkste Sternschnuppenaktivität im Jänner war schon am 17.1.09 zu beobachten, allerdings musste man da schon sehr viel Glück haben, dann da prasselten nur bis zu 5 Meteoriten aus dem Sternbild Krebs auf die Erde.

Zwischen dem 6. und 9. Februar gibt dann rund um Mitternacht wieder die Möglichkeit ein paar Sternschnuppen zu sehen.

In den nächsten Lichtboten werde ich euch immer wieder über aktuelle Himmelsereignisse informieren, damit wir ja keine besonderen Tage verpassen!

Ich wünsch euch schöne klare Sicht zum Sternenhimmel :)

Text: Sabine Miksu
 

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