Ausgabe 76 / März 2014




SteinZeit

Die unzähligen Anwendungsmöglichkeiten von Heilsteinen


Dieses Spiralmuster wirkt öffnend. Da es sich hier um Aventurin handelt, wirkt sie vor allem auf den Herz/Lungenbereich sehr wohltuend und macht den Brustraum weit.

Heilsteine sind in vielen verschiedenen Formen erhältlich und können auf unterschiedlichste Weise für unser Wohlbefinden und unsere Heilung eingesetzt werden. Ihre Wirkung beschränkt sich natürlich nicht nur auf uns Menschen, sie haben ebenso auf Tiere, Pflanzen, Räume und ihre gesamte Umgebung einen starken Einfluss. Dadurch sind Mineralien auch so vielseitig verwendbar und berühren uns auf allen Ebenen.

Die Auswahl eines oder mehrerer persönlicher Heilsteine erfolgt bestenfalls intuitiv, natürlich darf man auch eine der unzähligen Heilsteinfibeln zu Rate ziehen, die letzte Entscheidung sollte dennoch unser Gefühl fällen dürfen, denn ein Stein, der mir trotz passender Beschreibung absolut unsympathisch ist, scheint mir dennoch der Falsche zu sein.

Allgemein gilt, dass der persönliche Heilstein die intensivste Wirkung erzielt, wenn er nahe am Körper bzw. direkt auf der Haut getragen wird. Dh. in Form einer Kette, eines Armbandes, eines Ringes, eines Anhängers, Donuts, oder als Trommelstein (zB. im BH). Je größer meine Aufmerksamkeit gegenüber der Heilanwendung ist, umso wirksamer wird sie sein, denn Energie folgt der Aufmerksamkeit, wie wir alle nur zu gut wissen. Somit ist eine ganz bewusste Heilsitzung, in der ich die Steine direkt auf den Körper auflege – zB. auf betroffene Stellen, Akupunkturpunkte oder Chakren – wohl die effektivste Möglichkeit die immense Heilkraft von Kristallen zu nutzen.

Wie schon kurz erwähnt, kann man die Steine auf betroffene Stellen, sprich schmerzende oder unausgeglichene Bereiche legen, um die Schwingung so direkt wie möglich einzubringen. Natürlich ist eine Reinigung und Aktivierung unserer Chakren ebenfalls eine wundervolle Art mit unseren steinernen Helfern zu arbeiten. Zur Reinigung verwendet man einen klaren Bergkristall, das kann ein ganz normaler Trommelstein sein, den man für einige Minuten auf den jeweiligen Energiewirbel legt, oder eine Bergkristallspitze – diese stellt oder hält man mit der flachen Seite zum Chakra, dh. die Spitze zeigt vom Körper weg – so wird Störendes abgezogen und das Energiezentrum gründlich gereinigt. Um zu aktivieren, nimmt man einen Heilstein der farblich zum jeweiligen Chakra passt und legt ihn ebenfalls einige Minuten auf – währenddessen kann man die Aktivierung mental unterstützen, in dem man sich vorstellt, dass die Energie zu fließen beginnt.

Möchte man alle Chakren gleichzeitig mit mehr Kraft versorgen, reinigt man zuvor alle Zentren mit einem Bergkristall und legt die passenden Steine nacheinander auf den Körper – beim Wurzelchakra empfiehlt es sich, den Stein unter sich zu platzieren – in Höhe des Steißbeins – für das Kronenchakra positioniert man einen Amethyst so auf dem Boden, dass er unseren Kopf am höchsten Punkt berührt.


Dieses Mandala ist dem Erdstern gewidmet, also unserer direkten Verbindung zur Erde.

Übersicht Chakrensteine:

  • Wurzelchakra (Lage: Damm, Steißbein, Farbe: rot) – schwarzer Turmalin, schwarzer Onyx, Granat, Rubin, Hämatit, roter Jaspis

  • Sakralchakra (Lage: Unterbauch, unter dem Nabel, Farbe: orange) – Karneol,  Feueropal, Mondstein, Aventurin (orange)

  • Solarplexuschakra (Lage: Oberbauch, über dem Nabel, Farbe: gelb) – Tigerauge, Citrin, Goldtopas, Bernstein, gelber Jaspis

  • Herzchakra (Lage: Brustkorb, Brustbein, Farbe: grün, rosa) – Aventurin (grün), Jade, Moosachat, Smaragd, Malachit, Turmalin (grün, rosa), Rhodonit, Rhodochrosit, Rosenquarz

  • Halschakra (Lage: Kehlkopf, 7. Halswirbel, Farbe: hellblau) - Aquamarin, Chalzedon, Coelestin, Chrysokoll, Türkis, blauer Topas

  • Stirnchakra (Lage: Stirn, zwischen den Augenbrauen, Farbe: Indigo, Dunkelblau) - Sodalith, Amethyst, Saphir, Bergkristall, Fluorit

  • Kronenchakra (Lage: Kopf, am höchsten Punkt, Scheitel, Farbe: Violett, manchmal Weiß) - Amethyst, Bergkristall, Diamant, Fluorit (violett)

 


Bergkristallspitzen, in der Mitte eine Amethystspitze, vorne Bergkristall-Onlays

Die Anwendung von Heilsteinen ist natürlich mit vielen Heilsystemen kombinierbar, so ist eine Massage mit Steinen an Steuer- bzw. Akupunkturpunkten äußerst wirksam bzw. die Akupressur mit Heilsteinen ebenso empfehlenswert.
Jede Reiki-Behandlung und auch alle anderen Heilsitzungen werden durch Kristalle wundervoll ergänzt und unterstützt - der Klient kann während der Behandlung in einen Steinkreis gelegt werden, der gleichzeitig schützt und die Energien weiter anhebt.
Eine Meditation in einem Steinkreis ist ebenfalls eine sehr berührende und erhebende Erfahrung, oft fließen die Informationen aus der geistigen Welt sehr stark – mit ein bisschen Feingefühl spürt man den Unterschied zwischen verschiedenen Steinkreisen sofort – ein Kreis aus Bergkristallspitzen hat ganz andere Auswirkungen als einer aus Amethyst oder Rosenquarz.

!Achtung! – bei einem Steinkreis aus Kristallspitzen sollten diese immer in die gleiche Richtung zeigen, sonst hat man eine Art energetischen Kurzschluss, weil die Energie an einer Stelle vehement in ihrem Fluss blockiert wird. Außerdem ist es wesentlich, wohin die Spitzen zeigen – in den Kreis, also zum Menschen, nach Außen, oder in Kreisrichtung, nach links oder rechts – jede Positionierung erzeugt eine andere Schwingung und somit fühlt es sich auch unterschiedlich an. Dadurch kann man mit nur einer Steinsorte die verschiedensten Ergebnisse erzielen. Die Anwendung von Steinkreisen sollte man nicht reduzieren, indem man nur Menschen in Steinkreise legt oder setzt – genauso gut kann man Pflanzen oder Tiere behandeln, oder Fernheilung betreiben (um ein Foto herum einen Steinkreis errichten). Eine erweiterte Form der Steinkreise sind Steinmandalas, die sich hervorragend zur Raumheilung eigenen. Dafür muss man zu dem Raum eine Verbindung herstellen und sich leiten lassen, bei der Steinauswahl, wie auch bei der Platzierung und der Legung des Mandalas.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind derart variantenreich, dass man sich schon mit jeder einzelnen Methode stundenlang auseinandersetzen könnte… doch weiter im Text…

Da man sich und seinen Helferleins auch eine Pause gönnen sollte, ist es ratsam einen Stein nicht rund um die Uhr bei sich zu haben. Sprich, den Heilstein, den man untertags bei sich trägt, sollte man in der Nacht an einen ruhigen Platz legen – möchte man beim Schlafen allerdings auf die Heilkräfte nicht verzichten, platziert man einen anderen Stein der selben Sorte unter dem Kopfpolster oder auf dem Nachtkästchen.

Für ein angenehmeres Schlafklima bzw. zum Entstören möglicher Störzonen (Wasseradern, Erdstrahlen, Elektrosmog) legt man in die vier Ecken seines Bettkastens schwarze Turmaline oder auch Rosenquarze, ebenso wirksam ist eine Steinkugel (zB. Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst), die man mittig unters Bett oder auf die Nachtkästchen stellt. Die Kugeln schlucken regelrecht schlechte Strahlen und schützen uns so vor negativen Einflüssen.


Drei wunderschöne Amethysttrommelsteine und ein Wassermelonenturmalin davor


Amethystdruse


Aber das war natürlich noch lang nicht alles… mit Steinen erzielt man die unterschiedlichsten Effekte, je nachdem wie man sie anwendet oder zB. im Raum platziert. So flutet man Räume regelrecht mit positiver Kraft, sobald man Amethystdrusen aufstellt. Ihre Vielzahl an kleinen Spitzen lässt sie zu kleinen Kraftwerken werden, die ihre Schwingung wie ein Scheinwerfer im Zimmer verteilen. Bergkristallgruppen, oder – stufen, sind ebenfalls mächtige Energiequellen, verbreiten ihre Schwingung allerdings anders, eher in Form einer Halbkugel bzw. je nachdem wohin die Spitzen zeigen. Einzelne Bergkristallspitzen bündeln die Kraft und lassen die Schwingung durch einen einzigen Strahl aus der Spitze fließen, dies kann man verändern, indem man die Spitze auf eine Achatscheibe stellt, dann verteilt sich die Energie des Bergkristalls in alle Richtungen. Kristallspitzen, vor allem Laserkristalle, sollten immer mit äußerster Vorsicht angewendet werden, da sie manchmal auch den Effekt haben, unsere Aura zu zerschneiden – man darf die Energie, die aus der Spitze geleitet wird, nicht unterschätzen – nicht umsonst heißt es LASER-Kristall!

Bleiben wir noch kurz bei der Energieverteilung – ein Doppelender hat insgesamt zwei Spitzen, also an jedem Ende eine – wie der Name schon sagt – seine Energie ist leitend bzw. verbindend. Legt man Doppelender zB zwischen zwei Chakren, die nicht miteinander verbunden sind, so kann man deren Verbindung wiederherstellen.

Kristalle sind Lichtbringer und eignen sich deshalb hervorragend um Energie in „tote“ oder dunkle Ecken zu bringen.

Als kleine Verstärker unterstützen sie zB. unsere Reichtumsecke, indem man einen kräftigen Stein (zB. Citrin) an diese, nach Feng-Shui ausgerichtete, Stelle legt. Symbolisch lässt sich auch die Partnerschaftsecke durch zwei Kristalle beleben, die sich an einanderschmiegen – hierzu fallen mir Moqui Marbles ein, die immer nur als Paar gekauft werden sollten, weil es männliche und weibliche Steine gibt und sie nicht getrennt werden dürfen – man sagt ihnen nach, dass sie sich immer berühren wollen und erst dann richtig aufleben, wenn man sie regelmäßig streichelt – das ist doch die perfekte Energie für die Partnerschaftsecke, oder?


Bergkristalle beleuchtet


das warme Licht einer Salzkristalllampe...
Möchte man seine gesamte Wohnung oder sein Haus schützen, ist man mit schwarzen Turmalinen gut bedient – dazu platziert man in allen Außenecken einen Stein – zusätzlich kann man auch neben der Eingangstür (beim Türstock innen) links und rechts je einen Turmalin als Barriere für schlechte Energien hinlegen.

Reicht das noch nicht aus, ist es ratsam Salz an der Türschwelle (außen vor dem Türstaffel) zu streuen. Salz ist ebenfalls ein Mineral und hat neutralisierende Eigenschaften, so wirkt es wie ein energetischer Vorhang und reinigt jeden, der über die Schwelle tritt. Ich hab beobachtet, dass diese Salzlinie eine Art unsichtbaren Schranken bildet, denn wenn ich im Geschäft frisch gestreut habe, kamen keine ungebetene Gäste herein.

Salzkristalllampen oder –teelichthalter sind unverzichtbare und noch dazu wunderschöne Accessoires in der Wohnung, die nicht nur durch ihr warmes Licht, sondern vor allem  durch die Abgabe von negativ geladenen Ionen, das Raumklima klären und für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre sorgen. Ebenso sind Steinbrunnen sehr nützliche Helferleins, da sie als Luftbefeuchter dienen, die Energie im Raum anheben und je nach Steinart ihre bestimmten Schwingungen und Informationen an uns weiter geben.

 

Nicht zu vergessen ist natürlich das Steinwasser, das man innerlich anwenden kann, aber auch äußerlich seine Heilwirkung entfaltet, in Form eines Vollbades, Sitzbades, Fußbades oder eines Wickels bzw. Umschlags. Amethystwasser eignet sich auch hervorragend als Reinigungswasser bei schlechter, unreiner Haut. Besonders wohltuend für die Haut ist auch Rosenquarz, um seine Wirkung zu nutzen, versenkt man einfach einen kleinen Stein in der Tagescreme.  

Steinwasser kann man über den Tag verteilt trinken oder/und gleich nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen. Auch eine warme Variante („Steintee“) kann manchmal wahre Wunder vollbringen, zB bei Halsschmerzen warmes Chalzedonwasser.


Wasserkrug mit blauem Calcit, Kiwicalcit, Rosenquarz und Sodalith

Ich beschäftige mich nun schon mehr als 15 Jahre mit Mineralien und Steinen, wobei für mich die Heilwirkung immer im Vordergrund steht. Für mich sind Steine eigene Lebewesen, die einfach einen anderen Lebensrhythmus und natürlich ein ganz anderes Gefühl für Zeit haben (vor allem, wenn man die Dauer ihres Wachstums hernimmt).

Ich behandle sie mit Respekt, freue mich über ihre Anwesenheit und bin dankbar für ihre Bereitschaft uns Informationen und Energie zu schenken. Deshalb gehe ich nie ohne Steine aus dem Haus – ich habe meist auf alle meine Hosentaschen diverse Schutzsteine aufgeteilt, oft in meinem BH den ein oder anderen Kristall und meist auch einen Steinanhänger an einem Ketterl um den Hals. Ich habe das Glück sehr viele Steine zu besitzen und kann deshalb auch ganz intuitiv entscheiden, welcher Kristall mich wann begleitet. Auch in unserer Wohnung finden sich Unmengen an Mineralien, Drusen, Gruppen und Kristallspitzen, außerdem noch ein Orangencalcitbrunnen, Salz- und Rosenquarzlampen. Ich könnte mir meinen Wohnraum ohne die Anwesenheit von Steinen nicht mehr vorstellen.

Hoffentlich konnte ich ein paar von euch mit meiner Liebe und Begeisterung zu den Steinen anstecken, damit sich auch für euch die unzähligen Möglichkeiten der Heilanwendungen erschließen!

 

Text: Sabine Miksu

[Die hier enthaltenen Aussagen basieren auf subjektiven Erfahrungen, die keinen Anspruch erheben, nach schulwissenschaftlichen Erkenntnissen gesichert zu sein. Eine Heilwirkung wird nicht versprochen. Die Anwendung erfolgt in Eigenverantwortung.]

 

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