Ausgabe 6 / 25.11.2008

Stürmische Zeiten

Die Lebensfreude gut festhalten, damit sie nicht davon geweht wird…

Momentan könnte man ja noch sagen, dass die Herbststürme für diese Jahreszeit ganz normal sind, aber ehrlich betrachtet, sind sie schon sehr viel intensiver als sonst und auch unterm Jahr haben die Stürme in ihrer Häufigkeit und Intensität enorm zugenommen.
Das was uns das Wetter so hautnah miterleben lässt, spiegelt sich in unserer Gesellschaft in vielerlei Hinsicht wieder. Der Wind bläst unsere Scheuklappen weg und deckt lang verborgene Missstände in nahezu allen Bereichen unseres Lebens auf. Die Veränderungen sind spürbar geworden, nicht zuletzt wegen der vielen Bankenpleiten und der jüngst aufgedeckten Finanzkrisen namhafter Unternehmen. Die Staaten sind gefordert, die desolaten Großunternehmen zu unterstützen, damit wir nicht in die totale Krise schlittern. Dennoch fragt man sich, wie lange diese Strategie wohl funktionieren wird, da es sich ja um ein weltweites Problem handelt und immer mehr Firmen Schulden in Milliardenhöhe haben. Man wird schon nachdenklich, wenn man plötzlich davon liest, dass ganze Staaten in Konkurs gehen….

Wie krank ist unsere Wirtschaft tatsächlich, oder wird sie nur krank geredet, weil wir ja immer nur über die schlechten Dinge diskutieren? Geht es uns zurzeit wirklich schlechter als noch vor ein paar Monaten? 

Glaubt man den Energiegesetzen, so folgt Energie ja der Aufmerksamkeit. Wo lenken wir also diese Aufmerksamkeit hin? Steckt unsere ganze Energie im Krankreden unserer finanziellen Lage?

Aber nun wieder zurück zum Wetter...

Seit ein paar Jahren gibt es immer mehr Unwetter bzw. Naturkatastrophen … Es häuft sich – vor allem die Stürme legen zu und meistens folgen Überschwemmungen. Auch hier ist es so, dass man ziemlich viel Energie damit verbraucht, Unwetterwarnungen übers Radio, Internet oder per sms zu senden. Manche Versicherungen machen sogar damit Werbung, dass sie aktuelle Unwetterwarnungen schicken, auch wenn gerade die Sonne scheint... So gut dieses Service sein mag, ich frage mich dennoch, ob man den Stürmen und Gewittern nicht noch mehr Energie gibt, als sie eh schon haben und so aus einem kleinen Gewitter erst eine richtige Unwetterfront wird.

Natürlich häufen sich diese Wetterkapriolen nicht nur deshalb, sondern auch weil wir unsere Natur wieder mal spüren müssen. Man hat das Gefühl, dass der Wind alles wegbläst, reinigt und uns auch ziemlich aufwirbelt, gefolgt vom Wasser, das viele Landstriche überschwemmt und uns ebenfalls seine enorme Kraft zeigt. Wir sind täglich bemüht unsere Emotionen einzusperren, um in der Gesellschaft vor allem mit dem Kopf zu funktionieren, doch irgendwo müssen sie wieder ausbrechen – und wenn sie bei sehr vielen Menschen nicht raus gelassen werden, so muss sich diese Energie irgendwo anders entladen. 

Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue, so sind auch hier sehr stürmische Zeiten angebrochen – bei fast allen wechseln Hochs und Tiefs sehr schnell und manchmal kommt man gar nicht mehr mit, in welcher Phase wer jetzt gerade steckt. Die Zeitqualität ist eine sehr heftige - wir werden emotional durchgeschüttelt, vor viele Prüfungen gestellt und oft glauben wir schon gar nicht mehr an die Meisterung der aktuellen Herausforderung. Doch wie schon erwähnt, die Dinge können sich momentan sehr schnell lösen und verändern. Wir haben jetzt die Chance die luftige Energie zu nützen um zu einer angenehmen Leichtigkeit zu finden, indem wir Altes über Bord werfen und Neuem Platz machen. In der Hektik des Alltags ist das natürlich manchmal schwer, aber es reicht schon, wenn wir uns täglich ein paar Minuten gönnen, um über den Tag nachzudenken und gleich alles, was störend war, dem Wind zu übergeben. Danach machen wir einer tiefen Dankbarkeit für die schönen Dinge des Tages Platz – je öfter wir dieser Energie unsere Aufmerksamkeit schenken, umso häufiger werden schöne Dinge geschehen!

Um in diesen aufbrausenden Phasen nicht zu verzweifeln, weil einfach pausenlos irgendwas neues „aufzuarbeiten“ ist, ist es wichtig bei sich zu bleiben und sich etwas Gutes zu gönnen, sei es ein wohltuendes Bad, ein Stadtbummel oder ein ruhiger Abend mit einem spannenden Buch. Dem aktuellen Thema, das gerade sehr vehement anklopft, sollte man einfach seinen Raum geben, damit es sich lösen kann – wenn man sich dagegen wehrt oder es versucht nur mit dem Kopf zu bearbeiten, zögert man die Lösung nur hinaus. Zulassen und weitermachen heißt die Devise! Danach freut man sich, wieder eine Hürde bewältigt zu haben und man fühlt sich gleich sehr viel leichter! Auch wenn so manche Herausforderung sehr viel von uns abverlangt, es ist wichtig auch in der dunkelsten Stunde immer an das Positive zu denken – dann wird’s auch schneller wieder hell!

Text: Sabine Miksu
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