Ersterscheinung: Februar 2011

Architekt Dipl. Ing. Werner Vogl
STAATLICH BEEIDETER UND BEFUGTER ZIVILTECHNIKER

 


Mont Saint Michel

 

„ORTE DER KRAFT“
 

Kraftplätze, was ist das eigentlich? Immer wieder hört man von „Orten der Kraft“ wo  geheimnisvollen Energien auf den Menschen wirken, die scheinbar nur von Eingeweihten wahrgenommen werden können, und wir auf deren Urteil über Beschaffenheit und Qualitäten eines derartigen Platzes angewiesen sind. Können wir denn gar keine wahrnehmenden Erfahrungen machen und haben wir wirklich keine Möglichkeiten die unterschiedlichen Energien verschiedener Plätze auszumachen?  

Keineswegs! 

Wir wissen, dass das Universum, von enormen Kräften im Gleichgewicht gehalten wird. Dass die vergleichsweise geringe Zentrifugalkraft der Erde in exakter Übereinstimmung mit der Anziehungskraft der Sonne die Umlaufbahn der Erde um jene bestimmt und auf Zug hält, sodass wir weder ins All geschleudert werden, noch in die Sonne stürzen können. Zumindest derzeit. 

Wir wissen auch über das Vorhandensein von „schwarzen Löchern“ und „weißen Riesen“ in deren Bannkreis unvorstellbare Kräfte die jeweiligen Veränderungen bewirken und einem neuen Ausgleich und Balance anstreben. All diese Kräfte sind (mehr oder weniger exakt) wissenschaftlich erforscht und daher vorhanden. Und auch die Kräfte auf unserer Erde sind leicht erkennbar, wie z.B. die Gravitation mit all ihren Auswirkungen. Auch alle physikalisch erkennbaren Kräfte werden leicht erfahrbar, wenn man sie sich anhand der vier Elemente vergegenwärtigt: Feuer-Erde-Luft und Wasser. 

Die gewaltigen Kräfte eines Vulkanausbruches, die selbst noch auf Filmaufnahmen spüren kann, oder die Wucht eines Blitzes, die uns zusammenzucken lässt, zeigt die Kraft-Erfahrung mit dem Element „Feuer“.  

Wie uns die Berge in ihrer Masse, Höhe und Gestaltformationen in ihren Bann ziehen, sodass viele Menschen unbedingt hinaufsteigen müssen, um auf dem Gipfel zu stehen und ganz besondere Zustände des Körpers und der Seele zu erleben, zeigt uns das Element „Erde“.  

Der Anblick herrlicher Wolkengebirge, die von Winden bewegt werden, bieten ein ständig wechselndes Schauspiel von Licht und Schatten, das tiefe Eindrücke in uns hinterlässt, oder wie gewaltig ein Sturm oder ein Tornado über Meer und Land hinwegfegen kann und die Dimension seiner Kraft an den Verwüstungen und Springfluten erkennbar werden, zeigen uns die Kräfte des Elementes „Luft“. 

Die Erhabenheit und kräftige Ausstrahlung eines großen Wasserfalles wie z.B. der Niagarafälle oder die geheimnisvolle Weite und Tiefe der Meere, an deren Ufern wir uns gerne meditativ in die Sonnenuntergänge hineinfallen lassen, zeigt uns die Mächte des Elementes „Wasser“.  

Hier können wir schon erkennen, dass neben den physisch Erkennbaren zunehmend auch emotionale, sinnliche, intuitive oder seelische Wahrnehmungen stattfinden, denen wir uns zumeist gar nicht bewusst sind. Sie stellen allerdings schon sehr konkrete Wahrnehmung von „Kräften an Orten“ dar. Die vorgenannten Beispiele stellen natürlich besonders eindrucksvolle Situationen für das jeweilige Element dar, tatsächlich sind wir ununterbrochen in unterschiedlicher Stärke den Kräften dieser Elemente, aber auch anderer geomantischer Energien um uns, ausgesetzt.

Unsere Erde ist mit einem Netz von Kraftplätzen überzogen, und mache wirst du bereits kennen. Die meisten Plätze sind schon lange bekannt und sind für kultische Handlungen ausgesucht worden. In früherer Zeit wurden Kirchen nur an ganz bestimmten Orten errichtet und zumeist befand sich an dieser Stelle vormals ein heidnischer Kultplatz. Denn die Baumeister dieser Kirchen wussten um die geomantische Bedeutung eines Bauplatzes. Und vor allem wussten sie, wie man einen Bauplatz, der in manchem nicht entsprach, mit Bauweise oder Anordnung in die gewünschte geomantische Kraft bringen kann. Es gelang ihnen zum Beispiel allein mit bestimmten Ziegelverbänden – das sind Anordnungen der Ziegel in einer Mauer – Wasseradern unschädlich zu machen oder sie abzulenken.  

An der Stelle des (alten) Altares gab es immer eine „sakrale Kreuzung“, dies ist eine radiästhetische Situation in der zwei Wasseradern genau in Nord-Süd und Ost-Westrichtung gekreuzt verlaufen und mit einer „Curry“ - Kreuzung, in 45° dazu, übereinanderliegen. Diese radiästhetischen Phänomene kann man mit der Wünschelrute oder dem Pendel feststellen. Und genau an der Stelle des Altars gab es, wie viele Ausgrabungen bestätigten, in vorchristlicher Zeit den heidnischen  Opferstein.  

Es gibt aber auch etliche sehr bekannte keltische Kultplätze, die nicht mit  Kathedralen überbaut wurden, wie zum Beispiel der berühmte Steinkreis von „Stonehenge“ in England.

Das Wissen um die Bedingungen für die Lage des Allerheiligsten wurde auch von meinem Radiästhesielehrer bei Ausgrabungen in Ägypten eingesetzt. Er hatte, ohne irgendwelche Kenntnisse über Archäologie zu haben, lediglich auf die radiästhetische Situation geachtet, und an der Stelle, wo sich die „Sakrale Kreuzung“ befand  solange nachgraben lassen, bis der Altarstein eines ägyptischen Tempels in etlichen Metern Tiefe gefunden wurde.

Die Geomantie und ihr Einsatz beim Bauen von Kult- oder Andachtsstätten zeigt die enge Verbindung zur Spiritualität. In allen Religionen der Erde wurden die Kultplätze auf „Orten der Kraft“ errichtet. Ob dies nun die Pyramiden von Gizeh, die geheimnisumwobenen Stufenpyramiden in Mexiko, die Anlagen in den Anden Südamerikas oder die heiligen Klöster in Tibet sind, alle haben eines gemeinsam, sie wurden an „Orten der Kraft“ errichtet. Die Erbauer waren überzeugt, dass der energetisch stärkste Ort für die religiösen Handlungen bereitgestellt werden soll.

In Europa sind die Kathedrale zu Chartres und Mont Saint Michel in Frankreich, die Mönchsklöster Meteora und die Halbinsel Berg Athos in Griechenland, in Deutschland die Wartburg, in Spanien Santiago de Compostela und die Alhambra in Granada, Spanien. In Ägypten die „Große Pyramide Cheops“, von der man sich berichtet, dass Napoleon nach einem Besuch der Grabkammer der großen Pyramide wie verwandelt gewesen sein soll und ein absolutes Geheimnis daraus gemacht hat, was er dort erfahren oder gesehen hat.
 


Wartburg


Santiago de Compostela


Alhambra


Im Nahen Osten ist
Jerusalem ein grandioser Kraftplatz, nicht umsonst treffen dort drei Weltreligionen zusammen und reklamieren die Stadt als Zentrum für sich. Es ist vielleicht der wichtigste geomantische Ort der Welt, und solange dort keine friedliche Einigung über diese Stadt getroffen werden kann, die alle Betroffenen gleichermaßen berücksichtigt,  wird es keinen Frieden in dieser Region und auf der Welt geben.
 


Jerusalem Felsendom


Göbekli Tepe


St. Katharina, Sinai


Sehr geheimnisvoll und erst in letzter Zeit entdeckt wurde
„Göbekli Tepe“ übersetzt etwa „Hügel mit Nabel“, ein Bergheiligtum im Südosten der Türkei nahe der Syrischen Grenze. Es wird angenommen- so die derzeitig bekannten Untersuchungen - dass diese Tempelanlage ca. 12.000 Jahre alt ist (vergleiche: Stonehenge wird auf ca. 5000 Jahre geschätzt). Es handelt sich also um die älteste derzeit bekannte Tempelanlage der Welt.
 


 

<  Sonnentempel Konark, Orissa - Indien  >

 


Auf Sinai ist das
Kloster St. Katharina mitten in den Felsen eine übergeordnete Schaltstelle, des großen Kräftenetzes, welche die ganze Erde umspannt. In den Himalayas sitzen im Kaylash die Götter und im Sonnentempel Konark (Orissa, Indien) mit seinen großen  Sonnenrädern ein besonders starker Ort.
 

 

<   Kaylash  >

 


Brasilien hat den
Zuckerhut in Rio und die übergroße Jesusstatue. In Australien ist der weltgrößte Monolith  der Uluru“ von den weißen Einwanderern „Ayers Rock“ genannt, ein riesiger roter Felsbrocken, mitten in der Steppe Australiens ein besonderer Platz. Er ist geologisch mit den Olgas in der Nähe verbunden, und dieses Steinmassiv bildet tatsächlich das Herz Australiens. In Peru ist „Macchupicchu, die alte Inkastadt auf über 3000m ein mystischer Kraftplatz.
 


Uluru (Ayers Rock)


The Olgas


Macchupicchu


Diese Aufzählung ist willkürlich und nicht im Mindesten vollständig, überall auf der Welt gibt es mehr oder weniger bekannte Kraftplätze und es würde hier den Rahmen sprengen eine umfassende Enzyklopädie vorzulegen. Es soll lediglich einen Anreiz bieten, in den Ländern, die euer Interesse geweckt haben, nicht nur Urlaub zu machen, sondern nachzuforschen, welche „Orte der Kraft“ dort zu besuchen sind.

Über die Welt verstreut sind alle großen Berge Kraftplätze, die für ihre Umgebung sehr wichtige Energieträger sind, an vorderster Stelle der Mount Everest als höchster Berg der Welt mit 8848m, wenn man von einer mittleren Meereshöhe ausgeht.
 

<  Mount Everest    -    Qomolangma      -        8.848m >


All diesen natürlichen Kraftplätzen und noch einigen weiteren ist eins gemeinsam: sie werden durch zuviel sensationsgierigen Tourismus fortwährend entkräftet. Die richtige Achtung und die rechte Annäherung findet nicht mehr statt und somit werden diese Plätze langsam in einem materiellem Umformungsprozess ihrer ursprünglichen Macht und Spiritualität beraubt und verkommen zu ausbeutbaren Touristenattraktionen.

Leider machen wir diese Erfahrungen auch bei uns in Österreich, zum Beispiel mit der wunderbaren Altstadt von Salzburg, der die Anerkennung als Weltkulturerbe auch nichts mehr helfen wird. Oder dem Großglockner auf dem fast schon so viel Müll abgeladen wurde wie am Mt. Everest. Trotzdem gibt es auch in Österreich noch unversehrte Kraftplätze wie zum Beispiel der Michelberg bei Korneuburg, oder einige fast vergessene Plätze im Waldviertel, wie die Skorpionsteine bei Kautzen. Diese erhielten ihren Namen durch große Steinblöcke im Wald, verhältnisgleiche Lage in Abstand und Verteilung,  wie die Anordnung der Sterne im Zeichen des Skorpions am Firmament.  

Der Totenkopfstein und Drachenstein bei Ysper, die eine monumentale Felsformation von gewaltigen Dimensionen sind. Der Wachtstein in Traunstein, die Weltkugel im Oberrosenauerwald, das Teufelsbett der Blockheide bei Gmünd, der Doppelwackelstein bei Heinrichs, der Herzstein bei Ysper, die Steinpyramide bei Oberneustift, der Kierlingstein nahe Wurmbrand oder der Wackelstein bei Schmerbach sind einige Kraftplätze allein im Waldviertel und auch hier ist die Aufzählung mehr als unvollständig! 

Auch in Wien gibt es Verborgenes, wie den Platz über der sogenannten „Virgilkapelle“, wo sich ein bedeutender Erdakupunkturpunkt befindet. Dieser Kuppelraum wurde beim U-Bahnbau in den 1970er Jahren wiederentdeckt, aber gleichzeitig mit diversen Betoneinbauten schwer in Mitleidenschaft gezogen, sodass der Akupunkturpunkt teilweise abgelenkt wurde und an zwei Stellen austritt. Der Kahlenberg und der Leopoldsberg beschützen Wien im Norden und die „Spinnerin am Kreuz“ (höchster Punkt der Triesterstraße) im Süden. 

Viele Kraftplätze sind mit hochaufgeladenen Energielinien miteinander verbunden, den  sogenannten „Leylines“. Auch solche Linien sind Orte der Kraft und haben eine starke Wirkung. Man sieht auch „Wege“ können Ort der Kraft sein. Pilgerwege sind durch ihre immer wiederkehrende Begehung von Menschen mit gleichem Ziel zu solchen Orten der Kraft geworden. Der Jakobsweg nach Santiago de Compostela in Nordspanien ist ein berühmtes Beispiel für so einen geomantischen Weg.

Dies zeigt aber auch sehr deutlich, dass ein Ort der Kraft zumeist nicht allein von Erd- oder kosmischen Energien eingesetzt worden ist, sondern es der Mensch mit seinen Energien, Gedanken und Absichten ist, der den Platz erst zu seiner hohen Energie verhilft. Geomantische Situationen sind nichts Statisches, sondern, so wie alles andere auch - der ständigen Veränderung und Erneuerung unterworfen und in einem dualen System eingebunden.

Das heißt, dass die Energien eines Ortes auch abziehend, negativ, ja sogar krankmachend sein können. Die Erkenntnisse der Geomantie können daher auch missbräuchlich verwendet werden. Die Wiener Flagtürme, drei Zwillingsbauten aus unglaublich viel Beton  (4m dicke Wände, 6m dicke Decken!) wurden nach geomantischen Gesichtspunkten zur  Unterstützung der Kriegsführung ausgeführt. Albert Speer, Hitlers Architekt hatte viel geomantisches Wissen und verwendete es ausschließlich für Kriegsziele seines Führers, was letztlich nicht erfolgreich sein konnte. Jeder agitatorische Einsatz der Geomantie für niedere Beweggründe  muss scheitern.

An Orten, an denen Hinrichtungen stattfanden, besonders brutale Kriegshandlungen oder Seuchenbekämpfungen durchgeführt wurden, sind Boden und Ort von diesen Ereignissen geprägt. Und solange keine neue Information bewusst zugeführt  wird, werden solche Orte ihre bedrückende Energie weiterhin ausstrahlen.

Da nun unsere Umgebung zumeist nicht mit bewusster neuer Information ausgestattet ist, liegt es an uns dies willentlich durchzuführen. Denn die Kraftplätze in uns, diese Energiequellen erster Güte, stehen im ständigen Dialog mit der Umwelt. Wir können sehr viel für eine Verbesserung unserer Umwelt oder eine richtige Öffnung eines schlummernden Kraftplatzes tun.

Neben den bekannten und stark besuchten Kraftplätzen der Erde, gibt es viele Orte, die mit unterschiedlicher Intensität und Qualität als Kraftplatz erkannt werden können. In Deiner Wohnung oder dem Garten in der Ortschaft, in der ihr wohnt, überall können solche Plätze gefunden werden.

Der „Geomant“. Sein Gebiet ist die „Geomantie“: Geo= Erde,  Mantie = Befragung, die Kunst also, die Erde an einem bestimmten Ort zu „befragen“ und energetische Standortqualitäten festzustellen. Solche Qualitäten sind sehr unterschiedlich hinsichtlich Stärke, Intensität, polarer Gegebenheit und vor allem in ihren Auswirkungen auf den Menschen und seine  Umgebung. Auch alle Bezüge und Einflüsse der näheren oder weiteren Umgebung müssen mitberücksichtigt werden. Man stellt nun diese Energien mittels verschiedenster Wünschelruten, Biotensor, Pendel oder mit feinfühligen Wahrnehmungen fest.

Überprüft wird die polare Situation – rechts, linksdrehend, oder als Lemniskatbewegung, was soviel wie rechts und linksdrehend zur gleichen Zeit bedeutet. Weiters wird festgestellt, ob sich die Energie pulsierend oder linear ausbreitet.

Es wird die Intensität festgestellt, bezogen auf den menschlichen Körper, die Ausdehnung auf, unter oder über der Erde, manche Linien oder Orte befinden sich in einiger Höhe, oder treten erst in einiger Höhe aus.

Zur allgemeinen Verständigung unter den Geomanten wurde von der Schweizer Geomantin Blanche Merz ein System der Energiestärkenbestimmung entwickelt, welches ursprünglich im Weinbau Verwendung fand. Dieses System wird mit der Einheit „Bovis“ in absoluten Zahlen bestimmt. Dabei sind niedrige Boviswerte als abziehend und nicht förderlich eingestuft und zwischen  ca. 6000 und 9000 Bovis ist der menschliche Durchschnittswert an Energie für  sein tägliches Leben gegeben, darüber liegende Boviswerte führen bereits Energie zu, und ab 15000 Bovis beginnt der heilende Einfluss. Alle höher schwingende Plätze sind als „Kraftplätze“ zu bezeichnen und es  können auch Werte weit über 100.000 Bovis vorkommen. Es ist allerdings immer auch eine Verbindung des Messenden mit seiner Skala gegeben, was diese Einteilung als eine zum Teil recht relative Vergleichbarkeit ausweist. Trotzdem ist die Einführung einer derartigen Maßtabelle eine große Hilfe für die Bewertung eines Platzes und der Kommunikation unter den Geomanten geworden. 

Die Plätze in unserer Umgebung, die wir als Kraftplätze einrichten wollen, sollten nun einigen Kriterien entsprechen und vor allem von unserem inneren Kraftplatz ausgewählt worden sein. Bei Carlos Castaneda (der Schüler) lässt Don Juan (der Schamane) seinen Schüler auf dessen eigener 20m2 Terrasse „seinen“ Kraft-Platz suchen, und alle Plätze, die der Schüler vorschlägt, werden von Don Juan als „nicht aus dem Inneren kommend“ abgelehnt, und erst als Carlos am Abend irgendwo erschöpft hinsinkt und sofort einschläft, ahnt er nicht, dass genau dies „sein“ Kraft-Platz ist.

Also müssen wir lernen auf unsere Innere Stimme zu hören, ihr Gewicht zu verleihen und mit diesem untrüglichen Werkzeug Orte der Kraft zu erkennen oder solche für uns zu schaffen. In meditativer Haltung und mit offenem Herzen werden wir jene Informationen verankern, die uns stärken und uns bei unserem Tun unterstützen werden. Oft schon ganz kleine Maßnahmen zeigen starke geomantische Wirkung. In der Wohnung, im Schlafzimmer, (welches ein starker Kraftplatz sein sollte!), oder im Garten, dem Vorplatz oder auf dem Balkon - überall kann man sich einen „Kraftplatz“ schaffen.

Das Phänomen der Kornkreise

Über die Welt verstreut tauchen jedes Jahr, und seit einigen Jahren gehäuft, sogenannte „Kornkreise“ in den hochstehenden Kornfeldern der Bauern auf. Dies sind zumeist geometrische Formationen in ungemein genauer Ausführung, was man erst vom Flugzeug aus so richtig beurteilen kann. Auch die Größe ist teilweise enorm, bis zu 1000m Länge wurden schon gemessen. Man weiß trotz größter Bemühungen und wissenschaftlicher Untersuchungen immer noch nicht, wie diese entstehen. Die offizielle Meinung dazu ist, dass es einfache „Lausbubenstreiche“ sind, die von diesen bei Nacht und Nebel hergestellt werden.

Tatsächlich versuchten Menschen,  mit viel Aufwand von Menschenhand gemachte Kornkreise herzustellen.  Diese Versuche sind in ihren Ergebnissen weder in Exaktheit der Ausführung, kreativer Aussage und mathematischer Überraschung mit den „unerklärlich Entstandenen“ zu vergleichen.

Zum Beispiel sind sogenannte „echte“ Kornkreise immer in sehr kurzer Zeit, in wenigen Minuten oder Stunden entstanden. Neben dem Zeichen gibt es keinerlei verletztes Feld, kein Halm geknickt...wie kamen die „Hersteller“ zu ihrer Baustelle? Wie also sind die irdischen „Lausbuben“ an den Ort der Kreise gelangt, sind sie etwa geflogen? Nachweislich von Menschenhand  hergestellte Kreise zeigen  normalerweise rundherum immer ein verwüstetes Feld. Solche Kreise haben im Gegensatz zu den „Unerklärlichen“ immer geknickte oder gebrochene Halme.

Dagegen legen die anderen die Halme in Spiralen sanft nieder und sie können sich vor der Ernte wieder aufrichten. Man weiß also nicht woher diese Phänomene kommen und wer, und vor allem WIE sie gemacht werden. Es gibt dazu etliche Theorien, aber vielleicht können wir Menschen einmal akzeptieren, dass etwas Wunderschönes auf der Welt erscheint, dessen Herkunft wir uns NICHT erklären können, und wir uns „nur“ daran erfreuen können.... wäre eine schöne Premiere.

Besonders in Südengland und um die heilige Kultstätte Stonehenge werden jedes Jahr viele solcher Kreise registriert. Um diese Dokumentationen kümmern sich ein paar Enthusiasten, die Frühmorgens mit dem Ultraleichtflugzeug bei jedem Wetter unterwegs sind um Aufnahmen zu machen.

Für weiterführende Informationen seht unter: www.cropcircleconnector.com oder die Kornkreisseite von Günther Schermann und Jay Goldner: www.kornkreiswelt.at
 

„Heilige Geometrie“

Nicht erst seit Pythagoras ...“ störet meine Kreise nicht“ und Plato werden die mathematischen Zusammenhänge der geometrischen Beziehungen immer weiter untersucht. Zurückgeführt auf die fundamentalen und einfachsten geometrischen Formen schenkte uns Plato die Erkenntnisse seiner „fünf platonischen Körper“:

Würfel – Ikosaeder – Tetraeder – Dodekaeder - Oktaeder.

Alle Körper haben gleich lange Kanten und sind mit ihren Spitzen in eine Kugel einzuschreiben. Der Würfel mit 6 gleichen Quadraten, der Ikosaeder mit 20 gleichen Dreiecken, der Tetraeder mit 4 gleichen Dreiecken, der Dodekaeder wird von 12 Fünfecken gebildet und der Oktaeder hat 8 gleiche Dreiecke.

Das Fünfeck, dem man einen gleichmäßigen Fünfstern einschreiben kann ist ebenfalls überaus bemerkenswert. Neben vielen anderen Beziehungen schneiden zum Beispiel die Sternseiten einander genau im „goldenen Schnitt“.

Man kann die Eck- und Innenpunkte mit Zahlen derart ausstatten, dass die jeweils vier Zahlen einer Sternkante immer 50 ergeben, und die Zahlen an den Spitzen zusammengezählt ergeben ebenfalls 50.

Der „goldenen Schnitt“, der besonders in der Architektur etlicher Epochen eine große Rolle gespielt hat, ist ein einzigartiges Maßverhältnis zwischen zwei Strecken. Wobei das Besondere daran ist, dass immer die kürzere Strecke sich zur größeren so verhält, wie die größere Strecke zur Summe der beiden Strecken. Dadurch ergibt sich eine unendliche Aneinanderreihungsmöglichkeit von sich immer im gleichen Verhältnis befindlichen Strecken. Dieses Verhältnis in Zahlen ausgedrückt ist eine Zahl, die unendlich viele Kommastellen aufweist und aufgerundet 1,61803398 beträgt und für die Schnellsuche einer Reihe jeweils die vorige Zahl hinzuzählt: 3,5,8,13,21,34,55 und so weiter.

Je höher die Zahlen umso näher kommen sie dem richtigen Verhältnis. Diese unendlichen Kommastellen sind auch bei der Zahl „PI“ gegeben, die das Verhältnis eines Kreisradiuses mit dem flächengleichen Quadrat definiert. Auch dieses Verhältnis  aufgerundet 1,14159 ist tatsächlich eine Zahl mit unendlichen Stellen nach dem Komma und ist Grundlage für etliche mathematische Berechnungsmöglichkeiten. Umfang und Fläche des Kreises, Volumen einer Kugel können aber zahlenmäßig wegen der unendlichen Kommastellen von Pi nur annähernd bestimmt werden.

Die Quadratwurzel aus 2 oder 3 können zahlenmäßig nur näherungsweise bestimmt, aber geometrisch exakt konstruiert  werden. Die Wurzel aus 2 bildet die Diagonale des Quadrates. Und die Quadratwurzel aus 3 sehr einfach mit der „Fischblase“ gezeichnet werden kann: zwei gleich große Kreise nebeneinander deren Mittelpunkte auf der jeweils anderen Kreisbahn liegen- also um einen Radius verschoben, ergibt die Sehne dieser „Fischblase“ die Wurzel aus 3.

All diese (und noch andere) geometrische Zusammenhänge können in der „Heiligen Geometrie“, vor allem für Entwürfe in der Architektur, der Gartengestaltung und besonders für geomantische Heilungsmaßnahmen vom Geomanten bewusst eingesetzt werden.
 

Wildwechsel und Pflanzenwuchs  

Einige interessante Beobachtungen kann man beim Durchwandern eines Waldes machen. Manche Bäume zeigen einen verdrehten oder eigenartig gewundenen Stammwuchs, dort befindet sich immer einen „Curry“ Kreuzung. „Currygitter“ ist das 2. Globalgitternetz und hat normalerweise 4,5m und 6,5m „Maschenweite“ und verläuft diagonal zur Nord/Süd und Ost/West Richtung und heißt daher auch „Diagonalgitter. Wenn man mehrere Bäume krank und absterbend in einer Reihe stehend bemerken kann, so ist sicher eine krankmachende Linie an dieser Stelle die Ursache.

Im  ersten „Skorpionstein“ im Waldviertel – (aber auch in etlichen anderen Felsbrocken) befindet sich einen mysteriöse Schale mit ca. 50cm Durchmesser, die immer mit Wasser gefüllt ist - auch bei Trockenheit! Genau an der Stelle befindet sich einen „Sakrale Kreuzung“ und ein Baumstamm wächst ganz schräg über den Stein um genau über der Wasserschale wieder senkrecht in den Himmel zu wachsen.

Häufig von Wild begangene Wildwechsel finden immer auf bestimmten radiästhetischen Linien statt. So kann man ohne die Spuren zu kennen das jeweilige Wild mit der Wünschelrute erkennen. Bestimmte (Heil)-Pflanzen wachsen auf denselben radiästhetischen Gegebenheiten. Hartmannkreuzungen und Currykreuzungen deuten immer auf Beeinflussung der Vegetation hin, besonders wenn dort auch Wasseradern kreuzen. Manche Pilze suchen solche Kreuzungen, vor allem, wenn sie giftig sind. Ein weites Feld, mit dem sich manche Waldfexe und Kräuterhexen besonders gut auskennen und viel darüber berichten können.
 

Der universale Informationsträger „Wasser“

Zum Schluss möchte ich noch auf ein ganz besonders wichtiges Element in der Geomantie hinweisen: dem Wasser. Diese Substanz, die unser Leben immerwährend begleitet, denn wir bestehen zum größten Teil aus Wasser,  ist der bedeutendste Informationsträger für den Menschen aber auch für die Umwelt. Je nachdem welche informativen Inhalte vom Wasser, das wir trinken „transportiert“ werden, werden wir gesund und wohlbehalten sein oder eben krank und geschwächt. Diese Prozesse können auch über Jahre vor sich gehen bis eine bestimmte Wirkung eintritt. Die meisten Menschen sind zwar mit ihrem Immunsystem gut geschützt, trotzdem empfiehlt es sich, sehr sorgfältig mit der Auswahl unseres Trinkwassers zu sein, und reines und energetisiertes Wasser zu trinken.

Lange stehendes Wasser, das nach der Quelle nur mehr durch lange Rohre zu uns gelangt hat meist kein Leben mehr in sich und ist nicht in der Lage uns zu stärken. Besonders für Babys sind belebte Wasser von großer Bedeutung. Wasser in Flaschen verliert durch Transporte und langes Lagern zunehmend an Kraft. Wenn diese Flaschen aus Kunststoff sind gibt dies auch noch diese zusätzliche petrochemische Information weiter.

Wasser sollte in unserer Umgebung auch fliesend vorkommen, als Metapher für das „Lebendige“ und auch für den materiellen Wohlstand... es ist ein Synonym für Geld...Gelder fließen...ich bin heute nicht flüssig...usw., sagt der Volksmund. Da sind (Zimmer-) Brunnen, Quellen, Fischteiche, kleine Wasserläufe im Garten oder Bäche eine große energetische Aufwertung.

In der philosophischen Betrachtung, dass ein Fluss ständig mit neuen Wassertropfen gespeist sein muss um als Fluss mit Namen genannt zu werden, liegt eine große Bedeutung für unser Leben an sich. Kein einziger Wassertropfen kann mehr von sich behaupten der Fluss zu sein, als ein anderer Wassertropfen. Der Fluss ist also niemals ein fassbares Ganzes, obschon wir ihn als solches sehen: er ist so wie wir auch, niemals gleich, ständig im Wandel, niemals vollendet.
 

Schlussbetrachtung 

Die Arbeit des Geomanten ist sehr komplex und erreicht verschiedene Ebenen des Seins und erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen in eine bestimmte Situation und in die Menschen, die dort leben. Der Mensch ist der stärkste Energieträger überhaupt und kann seine Umgebung zu jeder Zeit verwandeln. Da es sichtlich keine, gänzlich unbelastete Orte gibt steht die Aufgabe an, anstatt unbelastete Orte zu suchen, die belasteten Orte durch Geomantische Heilung in „Kraftplätze“ zu verwandeln.

Danke und Amen

 

Text: Dipl. Ing. Werner Vogl

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