LICHTBOTE :: INFO
Ersterscheinung:  Mai 2009

Faszination Zahl - Numerologie und Zahlenmystik
"Sag mir dein Geburtsdatum und ich sage dir wer du bist..."
 

Jedes Volk, das eine bestimmte Zivilisationsstufe erreicht hat, hatte neben dem Alphabet auch ein Zahlensystem – manche waren wohl vor mehr als 2000 Jahren schon weiter als wir...

 

Dem griechischen Gelehrten Pythagoras verdanken wir nicht nur mathematische Gesetze und Formeln, wie den allseits bekannten - und vielerorts verhassten - pythagoräischen Lehrsatz, nein, er war auch Philosoph und hat in den Ziffern mehr als nur einen Zahlenwert gesehen. Wahrscheinlich bekam er dort auch einen anderen Zugang zu den Zahlen, denn bei den Babyloniern und Ägyptern hatten bestimmte Ziffern, durch die Astrologie, bereits im 2.+3. Jahrtausend vor Christus einen tieferen Sinn.

 

Durch seine vielen Reisen hatte er sich großes Wissen angeeignet und heute vermutet man, dass viele der Erkenntnisse die Pythagoras zugeschrieben werden, wahrscheinlich gar nicht von ihm selbst stammen…


Die Pythagoräer glaubten, dass ihre Zahlenprinzipien, die Prinzipien allen Seienden wären, daher versuchten sie auch jeder Zahl eine sinnvolle Bedeutung und besondere Eigenschaften zu geben. Der Unterschied zwischen geraden und ungeraden Zahlen zog ihre Aufmerksamkeit besonders auf sich: Alle geschaffenen Dinge sind, nach deren Auffassung, in zwei Kategorien geteilt: Die UNGERADEN Zahlen sind somit der rechten Seite, der Grenze, dem Männlichen, dem Ruhenden, dem Licht und dem Guten zugeordnet. Die GERADEN Zahlen sind der linken Seite, dem Unbegrenzen, dem Weiblichen, dem Bewegten, der Finsternis und dem Bösen zugeordnet.

 

Besonders in der Mystik spielt die ungerade Zahl eine wichtige Rolle und zieht sich durch alle Kulturkreise. Für Plato hatten alle geraden Zahlen üble Vorbedeutung - In einem islam. Traditionsspruch heißt es: Wahrlich, Gott ist die ungerade Zahl, WITR (=Einer) und liebt die ungerade Zahl. - Shakespeare: There is luck in odd numbers – die ungerade Zahl bringt Glück.

 

Die Vorliebe für ungerade Zahlen führte dazu, dass rituelle Handlungen, Gebete, Beschwörungen etc. in ungeraden Zahlen vorgenommen wurden und manchmal findet man’s noch heute: Der Arzt verschreibt oft eine ungerade Anzahl an Tabletten bzw. ist die Einnahmehäufigkeit entweder 1x tägl. Oder 3x tägl. – selten 2 oder 4 mal tägl…  Einen Zauber vollzieht man 3 oder 7 Mal - unsere Glückszahlen sind auch meist ungerade! Auch ein Blumenstrauß besteht meist aus einer ungeraden Anzahl von Blumen.

 

Keine Frage, den Erkenntnissen der Pythagoräern haben wir viel zu verdanken, mathematisch wie philosophisch. So entstand auch die Numerologie, die sich hauptsächlich mit der Persönlichkeit, dem Charakter und dem Lebenssinn eines Menschen beschäftigt – alles was man dafür braucht, ist das Geburtsdatum und den Vornamen der betreffenden Person.

 

Dann kann es schon losgehen, man errechnet zuerst die so genannte Lebenszahl, die Tageszahl und die Namenszahl. Danach trägt man die Zahlen des Geburtsdatums in ein Numerogramm ein, bis auf die 0, die hat es zu Zeiten Pythagoras noch nicht gegeben – zumindest nicht in seinem Wirkungskreis. Aus der Anordnung der Zahlen im Numerogramm gibt es dann eine Vielzahl an Eigenschaften und Charakterzügen herauszulesen, man sieht, ob auf einen Blick, ob man es mit einem emotionalen Menschen, einem „Kopfmenschen“ oder einer sehr bodenständigen Person zu tun hat. Natürlich bedarf es einiger Übung, bis man wirklich alle Zusammenhänge interpretieren kann, um ein umfassendes Bild zu schaffen – aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und das Üben macht in der Regel sehr viel Spaß! Übrigens muss man kein Mathegenie sein, denn es geht ja hauptsächlich um die Interpretation und Deutung der Zahlen, nicht ums Rechnen...

 

Eine Besonderheit war die Verwendung der Null, die bei uns allerdings ziemlich lange Verwirrung stiftete, da man sie aus anderen Zahlensystemen nicht kannte. Bei uns wurden bis ins 12. Jh. hauptsächlich römische Zahlen verwendet. Im 12. + 13. Jh. wurden die arabischen Zahlen dann in Westeuropa heimisch, wobei unsere arabischen Zahlen eigentlich indischen Ursprungs sind, das erkennt man daran, dass man die Zahlen von links nach rechts schreibt. Die Null, die nichts bedeutet, aber dem folgenden und dem vorausgehenden seinen Rang gibt, wurde bis ins 15. Jh. als dunkel und unklar angesehen – sie wurde als „nulla figura“ – also KEIN ZEICHEN – benannt. Die Maya allerdings kannten die Null bereist lange zuvor (2000 v. Chr. – 1500 n. Chr.) [Ein äußerst verfeinertes Ziffernsystem verwendeten die Maya, deren astronomisches Weltbild von bewundernswerter Genauigkeit ist. Ihr uralter Kalender, der sich auf 65 synodische Venusdurchläufe bezieht, ist genauer als alle anderen Kalendersysteme. (synodisch= Stellung der Sonne (Venus) zur Erde)]

 

Der Null wird also bei der Numerologie eine ganz besondere Bedeutung zugewiesen, wer eine oder mehrere davon im Geburtsdatum hat, der hat einen speziellen Zugang zur Spiritualität, zur Unendlichkeit, wird leichter den Sinn des Lebens verstehen und verfügt über großes potentielles Wachstum.

 

Was aber nicht heißen mag, dass das Menschen ohne einer Null nicht haben – wenn bestimmte Zahlen in unserem Geburtsdatum nicht aufscheinen, dann heißt das nicht, dass wir hier einen Mangel haben, es heißt nur, dass wir hier nicht von Geburt an geprägt wurden und es an uns liegt die Qualität der Zahl, sofern notwendig, selbst in unser Leben zu bringen.

 

Es gibt noch etwas Interessantes in einem Numerogramm, die so genannte Pyramidenberechnung – dabei errechnet man 4 Lebensabschnitte, in denen eine besondere Energie der Veränderung steckt. Man spricht auch von den 4 Jahren in denen sich unsere Seele bestimmte Ereignisse aussucht um zu Lernen. Jeder dieser Zyklen dauert 9 Jahre und er beginnt immer mit einem Veränderungsjahr, in dem meist ein sehr einschneidendes Erlebnis statt findet. In den numerologischen Beratungen hat sich immer wieder gezeigt, dass es sich oft um Heirat, Geburt eines Kindes, Jobverlust, Pensionsantritt oder auch um den Tod eines nahen Verwandten handelt. Natürlich gibt es noch viel mehr Ereignisse, die man aber mit jedem persönlich bespricht.

 

Für mich ist die Numerologie ein schönes Werkzeug geworden, weil ich in vielen Bereichen meiner Beratungstätigkeit auf sie zurückgreifen kann. So sehe ich auf einen Blick, welche Prägung die Person mitbringt, die vor mir sitzt und ich kann mich viel schneller auf meine Klienten einlassen, da ich weiß, auf welcher Ebene ich das Gespräch ansetzen kann.

 

Viele sind verblüfft von meinen Aussagen und oft sind es die Männer, die dann ganz freudig überrascht und überzeugt nach der Beratung gehen, obwohl sie zu Beginn sehr skeptisch sind und der Numerologie nicht über den Weg trauten. Es ist ja für einen Zweifler wirklich schwer zu glauben, dass man aus einer handvoll Zahlen so vieles herauslesen kann. Deshalb auch mein Motto „Sag mir dein Geburtsdatum und ich sage dir wer du bist...“ :)

 

Ich persönlich möchte auf die Numerologie nicht mehr verzichten und ich beschäftige mich mittlerweile auch sehr stark mit der aktuellen Zeitqualität, also der numerologischen Aussage eines Tages, wie er wirkt und wie wir ihn für uns nützen können – im Prinzip kann man mit der Numerologie richtig spielen, vor allem in einer Welt, wo Zahlen eine derart große Bedeutung haben und uns bei jeder Gelegenheit über den Weg laufen.

 

 

Text: Sabine Miksu
 

 

Home Lichtbote