LICHTBOTE :: INFO
Aktualisiert: Februar 2013
Ersterscheinung. Mai 2010

NaturPur
Thymian
Duftpflanze des Jahres 2013!
 

Die Österreichische Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege und VAGA (österreichische Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker) haben dem Thymian den Titel Duftpflanze des Jahres 2013 zugesprochen, da er bei uns heimisch und sehr gut erforscht ist - so ein Artikel in der Presse vom 23.1.2013. Für mich Anlass genug, die Heilwirkungen des Thymians wiedermal in Erinnerung zu rufen. Vor allem jetzt, wo uns die Medien suggerieren, dass eine neuerliche Grippewelle auf uns zurollt - bei der Vorbeugung und auch der Genesung leistet uns dieses Kraut wunderbare Hilfe!
 

Der Name "Thymian" kommt möglicherweise vom altägyptischen Wort "Tham", das eine stark duftende Pflanze bezeichnete, die zur Einbalsamierung verwendet wurde. In Griechenland wurde aus "Tham" dann  "Tymon" und später in Rom entstand der Name "Thymus". Bei uns wird er auch Gartenthymian, Immenkraut, Frauenkraut, Quendel, Küchenwürz und Bienenkraut genannt. Sein Name "Thymus" erinnert sofort an unsere Thymusdrüse und auf diese hat dieses Kraut auch eine starke Wirkung!

Im 11. Jahrhundert wurde der Thymian von Benediktinermönchen nach Mitteleuropa gebracht und dort in den Klostergärten angebaut. Hildegard von Bingen empfahl den Thymian als wertvolle Heilpflanze. Wild findet man den Thymian heute nur gelegentlich im Mittelmeerraum, er wird hauptsächlich in unseren Gärten kultiviert. Der Thymian eignet sich nicht nur hervorragend als Gewürz in unseren Küchen, er ist auch eine wichtige Heilpflanze, vor allem im Bereich der Atemwege, aber nicht nur. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo das Kraut nicht helfen könnte.

Thymian wirkt antibakteriell, auswurffördernd, beruhigend, blutstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend, wurmwidrig, durchfallhemmend, kräftigend und nervenstärkend.


Wie groß seine antiseptische Wirkung ist, sehen wir am folgenden Beispiel: Eine wässrige Lösung des ätherischen Thymusöls tötet den Thyphusbazillus in nur 2 Minuten. Eine Möglichkeit, diese Kräfte in der Küche zu nützen, ist die Verwendung eines starken Thymianaufgusses zum Auswischen der Kühl- und Vorratsschränke. Natürlich kann man auch Krankenzimmer gut damit desinfizieren - gut eignet sich auch ein selbstgemachter Thymianspray zur Bekämpfung von Viren und Bakterien, so sinkt die Ansteckungsgefahr, die Räume werden dadurch gereinigt und man wird viel schneller wieder gesund.

Der wichtigste Einsatzbereich des Thymians sind Erkrankungen der Atmungsorgane. Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Thymian Husten und Erkältungen, die durch Viren und Bakterien verursacht wurden. Nicht umsonst findet man ihn als Bestandteil vieler Hustensäfte oder Erkältungsbäder. Die krampflösende Wirkung hilft gegen Spasmen beim Husten, was ihn auch gut gegen Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. Er löst auch festsitzenden Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann.

Durch seine ätherischen Öle und Bitterstoffe hat der Thymian eine günstige Wirkung auf unsere Verdauungsorgane. So hilft er auch gegen Blähungen und Sodbrennen, aber auch bei Leberschwäche. Würzt man die Speisen mit Thymian, so werden diese verträglicher und leichter verdaubar, eventuelle Entzündungen im Magen-Darm-Trakt werden gelindert. Eine weitere Eigenschaft ist seine pilzhemmende bzw. pilzabwehrende Wirkung, so kann er bei allen Arten von Pilzerkrankungen angewendet werden, innerlich durch Thymiantee oder durch's Würzen, äußerlich durch Spülungen oder Bäder.

Thymian hat auch eine sehr starke Wirkung auf die weiblichen Geschlechtsorgane. Er kann die Menstruation fördern, den Zyklus regulieren und regt außerdem den Eisprung an. Durch seine krampflösenden Fähigkeiten kann der Thymian Menstruationskrämpfe lindern. Da er außerdem östrogenartige Substanzen enthält, ist das Kraut hilfreich gegen Wechseljahrsbeschwerden. Durch seine entzündungshemmende Wirkung hilft er natürlich auch bei Scheidenentzündungen, die mit Sitzbädern oder Spülungen behandelt werden können. Als Gewürz sollte er nicht in großen Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden. Auf die Verwendung des ätherischen Öls sollten Schwangere auf jeden Fall verzichten! Die Geburt kann durch den Einsatz von Thymian erleichtert werden.

Durch seine entzündungshemmende Wirkung hilft Thymian auch bei Verletzungen des Bewegungsapparates, also bei Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen usw. – hier eignet sich eine Thymiantinktur oder Salbe zur Linderung der Beschwerden. Auch gegen rheumatische Gelenkschmerzen helfen Thymian-Tinktur-Einreibungen, Wickel bzw. Kompressen oder Bäder.

Thymian hilft ebenso bei schlecht heilenden, entzündeten Wunden, bei Fettverbrennungen und Ekzemen. Äußerlich kann man z.B. in Thymian-Aufgüssen baden, Kompressen auflegen oder das ätherische Öl stark verdünnt einsetzen. Das Kraut hilft auch gegen unreine Haut, Pickel und Furunkel. Thymiantee kann man aber auch zum Gurgeln bei Entzündungen im Mundraum verwenden.

Ein Dampfbad bzw. Inhalationen desinfizieren die Atmungsorgane und erleichtern die Atmung - auch gegen Hautunreinheiten sehr hilfreich.

Sonst hat Thymian eine beruhigende Wirkung – vor allem auf unser Nervensystem. Man kann ihn als Tee gegen Einschlafstörungen und Albträume trinken.

In der Duftlampe eignet sich Thymian zur Raumreinigung und zur Befreiung der Atemwege. Thymianduft aktiviert das Gehirn und steigert die Konzentration. Er hilft bei geistiger Erschöpfung und stärkt die Nervenenergie. Thymian gibt Mut, Kraft und Ausdauer in schwierigen Lebenssituationen. Lethargischen Menschen verleiht er einen aufbauenden Schub, er erhellt unsere Stimmungslage und bringt uns wieder in Balance.

Thymian sollte, als ätherisches Öl, immer niedrig dosiert und niemals unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden.

Natürlich eignet sich Thymian auch zum Räuchern, er hat eine reinigende, schützende und stärkende Wirkung. Als Räucherstoff fördert er unsere Abgrenzungskräfte. Auch bei Rückführungen kann er unterstützend verwendet werden, vor allem wenn es um das Erkennen und Bearbeiten von alten Verletzungen geht.

Hat man ein Thymianstöckerl auf der Fensterbank stehen, bleiben die lästigen Fliegen fern. Traditionell pflückt man am Johannistag (24. Juni) Thymian und legt ihn gebärenden Frauen ins Bett. Aus Innviertler Sagen weiß man, dass der sich einer Jungfrau nähernde Teufel durch Thymian vertrieben wird, wenn das Kraut am Fenster des Mädchens hängt. Thymiankränze sollen auch vor Blitzschlag schützen.

Thymian braucht viel Sonne zum Wachsen und gehört somit zu den „heißen“ Pflanzen, mit viel feurigen, aber auch luftigen Eigenschaften. Er wird dem 3. Chakra zugeordnet.

Anwendungsbeispiele:

  • Grippe

  • Erkältung, Schnupfen

  • alle Arten von Husten

  • Infektionskrankheiten

  • Bronchitis und andere Atemwegsbeschwerden

  • Rheuma

  • Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen, etc...

  • schlecht heilende Wunden, Ekzeme

  • Akne, Hautunreinheiten

  • Entzündungen

  • Erleichterung der Geburt

  • Magen-Darm-Probleme

  • Durchblutungsstörungen

  • Fußpilz

  • Scheidenpilz

  • Insektenstiche

  • Nervosität, nervliche Anspannung

  • Einschlafstörungen

  • Konzentrationsstörungen

  • Stress

  • Angstzustände

  • Raumreinigung

  • Schutz

  • Abgrenzung

Text: Sabine Miksu
 

[Die hier enthaltenen Aussagen basieren auf subjektiven Erfahrungen, die keinen Anspruch erheben, nach schulwissenschaftlichen Erkenntnissen gesichert zu sein. Eine Heilwirkung wird nicht versprochen. Die Anwendung erfolgt in Eigenverantwortung.]

[Quellen: ua. "Die Kräuter in meinem Garten" von Siegrid Hirsch und Felix Grünberger, "Die heilende Energie der ätherischen Öle" von Gerti Samel und Barbara Krähmer, "Das große Buch vom Räuchern" von Franz X.J. Huber und Anja Schmidt]


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