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Ersterscheinung: September 2008
 

NaturPur
Tartuffolo aus Peru ....
die tolle Knolle
 



Blüte der Kartoffelpflanze

Leider, oder gottseidank, kein neues Trendgemüse aus Südamerika, es handelt sich hier "nur" um die gute alte Kartoffel, doch wer würde schon einen Artikel über Erdäpfel lesen - also verzeiht mir bitte diesen kleinen Trick :)

Tartuffolo haben die Italiener anfänglich gesagt, da die Entdecker dieses Nachtschattengewächses sie mit einer Art Trüffel verglichen haben. So wissen wir jetzt wenigstens schon mal woher die Bezeichnung Kartoffel kommt. Beim Erdäpfel kann man sich das ja noch eher vorstellen :)

Irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts haben Seefahrer die Kartoffelpflanze nach Europa gebracht, wo sie zuerst aufgrund ihrer schönen Blüte als Zierpflanze gezogen wurde. Es sollte noch fast 100 Jahre dauern, bis die Knollen endlich auch in unseren Kochtöpfen zu finden waren. Die Kartoffel eroberte ziemlich schnell die österreichisch-böhmische Küche und es entwickelten sich viele leckere Rezepte, man fragt sich wirklich, was wir davor gegessen haben...


Heute sind Erdäpfel von unserem Speiseplan nicht mehr weg zu denken und das ist auch gut so, denn die Knolle ist gesünder als wir denken! Natürlich gilt das nicht für Pommes frites oder Chips, was wir natürlich auch alle wissen und in Maßen gegessen wird's auch nicht schaden. Zu viel und zu oft sollte dieser Genuss halt nicht stattfinden, denn das schlägt sich dann sofort auf unsere Hüften und hebt außerdem den Cholesterinspiegel an...
Die meisten Nährstoffe behält die Kartoffel, wenn sie mit der Schale gedämpft oder in der Folie gebacken wird. "Heurige" haben den höchsten Anteil an Vitamin C, der durch längere Lagerung stetig abnimmt, dennoch ist der Vitamingehalt noch immer groß genug, um vor allem im Winter unseren erhöhten Bedarf zu decken.

Erwähnenswert ist auch der hohe Kaliumgehalt, der auf unseren Organismus entwässernd wirkt. Diese Eigenschaft kann man sich bei der Entgiftung zu nutze machen:  einen Kilo Erdäpfel in der Schale (ohne Salz!!) kochen oder dämpfen und dann über den Tag verteilt (mit oder ohne Schale) UNGESALZEN essen - Petersilie und/oder Schnittlauch sind zum würzen erlaubt. Mindestens 2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Früchtetee trinken und schon ist der Entschlackungstag perfekt!

Salzfreie Kartoffelgerichte haben durch den hohen Kaliumgehalt auch die Eigenschaft, dass sie die Magensäure binden und einer Verstopfung entgegenwirken.

Unter den heimischen pflanzlichen Nahrungsmittel haben Erdäpfel die höchste biologische Wertigkeit und sind leichter verdaulich als z.b. Reis, deshalb dürfen sie vor allem bei der Regeneration nach einer Krankheit nicht auf dem Speiseplan fehlen.

Die Kartoffel hat aber nicht nur im verspeisten Zustand eine gesundheitsfördernde Wirkung, sondern hilft auch hervorragend bei äußerlichen Anwendungen (z.B. Erdäpfelcreme bei rissiger, harter Haut)

Hier noch einige Tipps aus der Naturheilkunde:
(vor der Anwendung mit rohen Kartoffeln, sollte die Verträglichkeit überprüft werden)

  • Prellungen, blaue Flecke: rohe Kartoffelscheiben auflegen

  • Gerstenkorn: rohes Kartoffelstück in ein Tuch einwickeln und auflegen

  • Entzündete Hautstellen, schlecht heilende Wunden oder Gelenksrheumatismus: Kartoffelpackung = ca. 250g Erdäpfel kochen, die noch heißen Kartoffel zu einem Brei zerdrücken, auf ein Leinentuch streichen und so heiß wie möglich auflegen, bis die Packung ausgekühlt ist. Die Hautstelle danach mit Johanniskrautöl, oder Olivenöl einreiben und abdecken.

  • Für glatte Haut: Haut mit rohen Kartoffelhälften abreiben

  • Krähenfüße / Augenfältchen: Kompresse aus roh geriebenen Erdäpfeln auflegen und ca. 15 Minuten bei geschlossenen Augen einwirken lassen.

Ist schon eine tolle Knolle, oder?

Text: Sabine Miksu

[Die hier enthaltenen Aussagen basieren auf subjektiven Erfahrungen, die keinen Anspruch erheben, nach schulwissenschaftlichen Erkenntnissen gesichert zu sein. Eine Heilwirkung wird nicht versprochen. Die Anwendung erfolgt in Eigenverantwortung.]


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