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Ersterscheinung: November 2012


NaturPur
KRUZIFEREN
 

Ja, ich geb's zu, ich wollte ein bisserl neugierig machen und nein, Kruziferen sind keine neue Trendgemüsesorte, ganz im Gegenteil es handelt sich um den guten alten Kohl, der zur Familie der Kruziferen (Kreuzblütler) gehört.  Ja, richtig gelesen, hier geht's um stinkigen Kohl - ein kleiner Lobgesang.

Für die Wiener gibt es nur ein Gericht, das sie Kohl oder wienerisch "Köch" nennen, den eingebrannten mit Erdäpfel und Wurst verfeinerten Grünkohl oder auch Wirsing. Allerdings gehören zur Familie des Kohls viel mehr Gemüsearten, als wir annehmen, auch Weiß- und Rotkraut, Brokkoli, Kohlrabi, Karfiol (Blumenkohl) und Kohlsprossen, etc... sind Kohlarten und alle haben eines gemeinsam: Sie sind für unseren Körper wichtige Vitamin- und Nährstofflieferanten, vor allem in der kalten Jahreszeit.

Verschiedene Kohlarten, wie der Palmkohl, wächst sogar im Winter im Freien weiterwachsen und bei Bedarf können immer wieder einige Blätter geerntet werden, auch wenn es draußen Frost gibt. Palmkohl ist sowieso ein witziges Gewächs, er wird wirklich groß und bei regelmäßiger Ernte schaut er bald wirklich wie eine kleine Palme aus - ein echt einzigartiges Bild, wenn mitten im Schnee ein palmenähnliches Grünzeug steht.

Alle Kohlsorten sind regelrechte Nährstoffbomben, die noch dazu viele Ballaststoffe enthalten, die unabkömmlich für eine gesunde Verdauung sind. Ja zugegeben, kein Kohlgemüse verströmt beim Kochen einen angenehmen Wohlgeruch, doch aufgrund seiner gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffe sollten wir dies einfach aushalten, das fertige Gericht genießen und unserem Körper Gutes tun.

Die im Kohl enthaltenen Senföle sind für den üblen Geruch verantwortlich, bekämpfen aber erfolgreich krankmachende Viren und Bakterien. Gemeinsam mit seinem hohen Gehalt an verschiedenen Vitaminen (A, B, C und E), sowie anderen Antioxidanzien stärkt Kohlgemüse unser Immunsystem, beugt Krankheiten vor und senkt das Krebsrisiko. Dazu sind alle Kohlarten sehr kalorienarm und liefern viel Eisen, was wiederum Anämieerkrankungen verhindert. Die meisten Kohlarten enthalten viel Kalium, das als "Gegenspieler" des Natrium gilt, regulierend auf den Blutdruck wirkt und das Herz stärkt. Während Vitamin C vor allem unser Immunsystem anregt, stärken die B-Vitamine unsere Haut, Haare, sowie Nägel und Vitamin E schützt unsere Haut vor Schadstoffen und frühzeitiger Alterung.

 

Da Kohl berühmt für seinen Ballaststoffreichtum ist - und ebenso gefürchtet wegen seiner gasbildenden Inhaltsstoffe, sollte man alle Kohlgerichte mit Kümmel oder Fenchelsamen würzen, da diese Gewürze Blähungen entgegenwirken und die Verdauung besser funktioniert. Weniger blähend und somit bekömmlicher sind Brokkoli, Karfiol und Kohlrabi. Sauerkraut gilt sowieso als altes Hausmittel zur Verbesserung der Verdauung und der Darmgesundheit.

 

Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen und der Tatsache, dass Kohlgemüse kaum Kalorien besitzt, eignet es sich bestens zum Abnehmen. Durch die Ballaststoffe sättigen Kohlgerichte schnell, regen den Stoffwechsel an und bewirken damit auch eine schnellere Gewichtsreduktion. Nicht umsonst ist die Kohlsuppendiät so berühmt.

 

Auch wenn's ein bisserl stinkt, Kohlgemüse macht gesund, schlank und schön - vor allem sollte man sich Gutes tun und auf einheimisches Saisongemüse zurückgreifen, das ist nicht nur für unseren Körper verträglicher, es schont auch die Umwelt. Außerdem gibt es so viele verschiedenen Kohlarten, die auch alle unterschiedlich schmecken, so könnte man fast täglich Kohl essen, ohne sich zu wiederholen. Mahlzeit und guten Appetit!

 

Text: Sabine Miksu

[Die hier enthaltenen Aussagen basieren auf subjektiven Erfahrungen, die keinen Anspruch erheben, nach schulwissenschaftlichen Erkenntnissen gesichert zu sein. Eine Heilwirkung wird nicht versprochen. Die Anwendung erfolgt in Eigenverantwortung.]


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