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Ersterscheinung: November 2011


NaturPur
Kampfer
Heilmittel in Salben, ätherisches Öl, Räucherstoff


Kampferbaum / rechts unten: Kampferkristalle

Den Duft von Kampfer kennt fast jeder, der schon mal eine Prellung oder Verstauchung hatte, wenn nicht, dann aus der Rheumasalbe der Großeltern, von Chinaöl oder Tigerbalsam. Kampfer ist aber weit mehr als nur ein Wirkstoff verschiedener Heilsalben, man kann ihn als ätherisches Öl in der Duftlampe oder in Form von Kristallen als Räucherstoff verwenden.

 

Kampfer wird aus dem Holz von Bäumen gewonnen, die in Borneo, Südchina, Südjapan und auf Formosa beheimatet sind, bis zu 30 Meter hoch werden und immergrün sind. Mittlerweile wird die Pflanze auch in den USA, Sri Lanka und in Ostafrika kultiviert.

 

Der Wirkstoff, in Form von Kampferöl, bildet sich erst in ca. 50 Jahre alten Bäumen, der aus dem Holz destilliert wird, wodurch sich neben dem Öl auch das kristalline Kampferpulver bildet.

 

Mit Kampfer sollte man vorsichtig hantieren, es darf nie in größeren Mengen inhaliert werden, da es eine berauschende Wirkung hat und auch schwere Vergiftungen hervorrufen kann. Dieser Wirkstoff sollte niemals innerlich genommen werden. Für Schwangere und kleine Kinder ist Kampfer ungeeignet. Auch während einer homöopathischen Behandlung sollte man auf ihn verzichten, da er ihre Wirkung beeinflussen kann.

 

Trotz allem ist Kampfer, schon in kleinen Dosen, ein wertvoller Helfer bei Husten, Erkältungen, Asthma, Krämpfen, Verdauungsbeschwerden, stumpfen Verletzungen, Schmerzen, Verspannungen und rheumatischen Beschwerden - als ätherisches Öl in der Duftlampe, als Räucherwerk oder in einer Salbe bzw. einem Wickel. Das "Durchatmen" fällt wieder leichter.

 

Kampfer hat eine sehr reinigende, klärende, antidepressive Wirkung und löst, vor allem durch Verräuchern, negative Einflüsse und macht hellsichtig, da er das mentale Bewusstsein fördert. Außerdem wirkt er sehr belebend, konzentrationsfördernd, nervenstärkend und schenkt neue Kraft. Darüber hinaus wirkt das Öl stark antiseptisch, entzündungshemmend und krampflösend.

 

Bei unreiner, fetter Haut eignet sich mit Öl verdünnte Kampferessenz zur Reinigung und Hautpflege. Bei Kreislaufversagen/Ohnmacht kann man ein, zwei Tropfen des Kampferöls auf ein Tuch geben und kurz unter die Nase halten, der Duft erfrischt und wirkt sehr anregend.

 

In Grippe- und Erkältungszeiten ist eine Räucherung mit Kampfer ein Wundermittel, die Atemwege werden befreit, der Körper wird gestärkt und gleichzeitig werden die Räume von Viren und Bakterien gereinigt. Wenn jemand nicht gerne räuchert, der kann natürlich auch das Kampferöl in einer Duftlampe verdampfen lassen – oder ein, zwei Tropfen auf ein nasses Handtuch geben und dieses auf die Heizung legen.

 

Text: Sabine Miksu

 

[Die hier enthaltenen Aussagen basieren auf subjektiven Erfahrungen, die keinen Anspruch erheben, nach schulwissenschaftlichen Erkenntnissen gesichert zu sein. Eine Heilwirkung wird nicht versprochen. Die Anwendung erfolgt in Eigenverantwortung.]


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