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Aktualisiert: November 2013
Ersterscheinung: 28.10.2008


NaturPur
Ingwer

... in der Wurzel liegt die Kraft ...
 

Ingwer wurde in den letzten Jahren praktisch zu DEM Modegewürz schlechthin. Wenn man nach gewissen Meisterköchen geht, kommt Ingwer überall rein, egal ob süß, sauer oder salzig – Hauptsache die gesunde Wurzel kann ihre Kraft entfalten. Wenn man’s ganz genau nimmt, isst man von der Ingwerpflanze nicht die Wurzel, sondern den Wurzelstock bzw. Teile des Stammes. Man kann sich daheim übrigens auch selbst eine Pflanze ziehen und hat somit immer frischen Ingwer zur Hand.

Frischer Ingwer wird gerieben oder fein gehackt und dann den Gerichten ohne langes Kochen beigegeben, so bekommen die Speisen einen frischen, würzigen und scharfen Geschmack. Wenn frischer Ingwer zu lange mitgekocht wird, steigt seine Schärfe auf Kosten des Aromas. Verträgt man diese Schärfe nicht gut, ist es besser, wenn man Ingwer in Öl oder Butterfett anbrät, hier verliert er an Schärfe und kann sein feines, mildes Aroma gut entfalten. Natürlich kann man auch getrockneten, gemahlenen Ingwer zum Würzen verwenden, doch für manche Gerichte sollte man immer zur frischen Variante greifen. Ingwer hält sich sehr lange und sollte immer vorrätig sein.

Vor allem, wenn’s jetzt draußen grauslich kalt wird, können wir uns innerlich mit Ingwer einheizen und uns gleichzeitig vor herannahenden Erkältungen schützen.

Doch man muss ja nicht unbedingt immer mit Ingwer kochen und es gibt noch andere Methoden, wie man die heilenden Wirkstoffe in seinen Körper bringt. Die einfachste ist das Ingwerwasser, d.h. ein paar Scheiben vom Ingwer in einen Krug geben, mit Wasser voll füllen und regelmäßig trinken. Das bringt uns wohltuende Wärme in unsere unterkühlten Gliedmaßen und schwemmt nebenbei auch noch viele Giftstoffe raus.


Wer’s noch wärmer braucht, kocht sich einfach einen Ingwertee. [1 EL frisch geriebenen / oder ein paar Scheiben Ingwer mit kochendem Wasser übergießen und 5-8 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Je nach Geschmack kann man noch Zitronensaft und/oder Honig beigeben – natürlich gibt’s auch viele fertige Ingwertees, die auch sehr lecker schmecken.] Vor allem bei einer angehenden Erkältung ist Ingwertee mit Honig besonders zu empfehlen! Bei Heiserkeit und Halsschmerzen sollte man kandierten Ingwer essen, er lindert die Schmerzen und hilft gegen die Entzündung.

Dem Ingwer werden viele Wirkungsweisen nachgesagt, als Aphrodisiakum soll er liebesfördernd und männerstärkend sein – laut den Chinesen hilft er, wenn „die Männer auskühlen“… Ingwer hilft durch seine wärmende und entzündungshemmende Wirkung bei Husten, Schnupfen, Erkältungen und ganz besonders bei Grippe mit Schüttelfrost. Weiters wirkt er auch gegen kalte Füße und hilft bei rheumatischen Erkrankungen. Diese Heilpflanze wärmt nicht nur innerlich, sondern wirkt auf Grund seiner Inhaltsstoffe gegen Bakterien, Pilze und Parasiten. (Deshalb ist es in Japan ein MUSS Sushi mit eingelegtem Ingwer zu servieren.)

Die Inhaltsstoffe senken Blutzucker- und Cholesterinspiegel, sind immunstimulierend, schleimlösend, magenstärkend, gallenflüssigkeitsanregend und helfen gegen Übelkeit. In China wurde Ingwer schon immer gegen Reisekrankheit verwendet. Deshalb essen die Chinesen, egal ob im Auto, Flugzeug oder Schiff ständig kleine Ingwerstücke. Auch manche Segler schwören darauf, dass die gefürchtete Seekrankheit durch den Ingwergenuss gemildert oder sogar vermieden werden kann. Erwiesen ist, dass Ingwer die durch die Narkose verursachte Übelkeit nach Operationen verringert. Übrigens kann Ingwer auch bei Schwangerschaftserbrechen helfen.


In der ayurvedischen Medizin wird Ingwer zur Migränebehandlung eingesetzt. Hier sind es vor allem seine ätherischen Öle, deren chemische Struktur dem Aspirin sehr ähnlich sind, d.h. nicht nur Ingwerwasser oder –tee trinken, sondern auch ab und zu an der frischen Schnittfläche riechen. 

Natürlich kann man Ingwer auch äußerlich anwenden, sein ätherisches Öl in der Duftlampe erwärmt den Raum und schützt uns vor Ansteckung durch Krankheiten. Ein, zwei Tropfen auf ein Taschentuch zum Schnuppern und Übelkeit verschwindet. Weiters wirkt das Ingweröl klärend, stärkend und stabilisierend. Auch getrocknet als Räucherwerk entfaltet es seine Wirkung im Raum.

 

Überblick der Wirkung:

  • wärmend

  • entzündungshemmend

  • antiseptisch

  • antibakteriell

  • hilfreich bei Erkältungskrankheiten

  • senkt Blutzucker und Cholesterin

  • stimuliert das Immunsystem

  • löst hartnäckigen Schleim

  • wirkt magenstärkend

  • regt die Gallenflüssigkeit an

  • hilft bei Übelkeit, Erbrechen

  • lindert Rheuma

  • hilfreich bei Migräne

  • aphrodisierend

  • schützt vor Ansteckung


In der kalten Jahreszeit gibt es nichts gemütlicheres, als sich mit einer guten Tasse Ingwertee in eine Decke zu kuscheln und genüsslich das ein oder andere Ingwerkeks zu naschen :)

Text: Sabine Miksu
 

[Die hier enthaltenen Aussagen basieren auf subjektiven Erfahrungen, die keinen Anspruch erheben, nach schulwissenschaftlichen Erkenntnissen gesichert zu sein. Eine Heilwirkung wird nicht versprochen. Die Anwendung erfolgt in Eigenverantwortung.]


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