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Ersterscheinung: März 2012


NaturPur
EUKALYPTUS
Heilmittel in Salben, Tinkturen, Zuckerln - ätherisches Öl

Die Lieblingsspeise der Koalas ist für uns Menschen hauptsächlich dann von Bedeutung, wenn uns eine böse Erkältung plagt. Die wohltuende Wirkung von Eukalyptuszuckerln kenn wohl jeder, außer man mag den intensiven, scharfen Geschmack nicht.

Es gibt über 700 Arten von Eukalyptus, der in Australien beheimatet ist, aber mittlerweile wächst er weltweit und verdrängt oft einheimische Bäume, weil er derart widerstandfähig ist.

Für uns ist hauptsächlich das ätherische Öl von Bedeutung, das mittels Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige gewonnen wird. Hier zulande sind 3 Sorten an ätherischem Eukalyptusöl im Handel erhältlich: Eukalyptus globulus, der eher scharf und frisch, also typisch nach Eukalyptus duftet; Eukalyptus citriodora, der eher zitronig, sehr mild und blumig riecht und Eukalyptus radiata, der frisch nach Kräutern seinen Duft entfaltet. In der Wirkungsweise sind sie sich allerdings sehr ähnlich.


Vor allem für unsere Atemwege ist Eukalyptus ein wirkungsvolles Heilmittel, sein ätherische Öl verflüssigt Schleimansammlungen in der Lunge und fördert deren Ausscheidung, außerdem besänftigt er Reizungen der Bronchien, was wiederum den Hustenreiz beruhigt. Dieses Heilöl aktiviert und reinigt unsere Atemwege und ist somit eine großartige Unterstützung für unsere Atmung, die Sauerstoffversorgung unserer Zellen wird ebenfalls gefördert.

Eukalyptus wird auch als Fieberbaum bezeichnet, wovon man seine fiebersenkende Wirkung ableiten kann, früher wurde das ätherische Öl auch zur Behandlung von Malaria verwendet.

Durch seine antibakterielle, antiseptische Wirkung unterstützt er den Heilungsprozess bei Infektionen der Atemwege, wirkt aber auch desinfizierend in Räumen, da das Öl in der Duftlampe die Ausbreitung von Keimen in der Raumluft verhindert und somit einen guten Schutz vor ansteckenden Krankheiten bietet.

Eukalyptus kann innerlich, wie äußerlich angewendet werden. Äußerlich wird er auch als Wickel oder Einreibung bei rheumatischen Beschwerden oder Muskelschmerzen eingesetzt, spezielle Salben wie Tinkturen sind meist in Apotheken erhältlich. Ebenso wirkt es sehr gut zur Hautreinigung bei Akne. Zur Behandlung von Erkältungsbeschwerden, grippalen Infekten, Husten, Schnupfen, Stirnhöhlenentzündungen kann man das Öl inhalieren - entweder über Wasserdampf oder als Salbe auf den Brustkorb aufgetragen, das Öl befreit die Nase, wirkt schleimlösend und entzündungshemmend. Weiters kann man auch die Heilkräfte des Eukalyptus auch innerlich anwenden, durch die Einnahme eines Sirups oder einer Tinktur, im Grunde auch als Tee - allerdings bekommt man bei uns kaum getrocknete Eukalyptusblätter.

Anwendungsgebiete: Husten, Schnupfen, Erkältungskrankheiten, Infektionen der Atemwege, grippale Infekte, Stirnhöhlenentzündungen, Lungenproblemen, Atemprobleme, Rheuma, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen, Heiserkeit, Kehlkopfentzündungen, Akne, schlecht heilenden Geschwüren, Zahnschmerzen, Zahnfleischbluten, Nierenbeschwerden, Harnwegsinfekte, Magen-Darm-Beschwerden

Vorsicht! Die Dosierung sollte gering gehalten werden, außerdem sollte man bei sehr kleinen Kindern gänzlich auf den Einsatz des ätherischen Öles verzichten. Auch bei Asthmatikern ist Vorsicht geboten! Bei Überdosierung kann es zu Nebenwirkungen, wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen. Außerdem kann es die Wirkung verschiedener Arzneimittel abschwächen.

Text: Sabine Miksu

 

[Die hier enthaltenen Aussagen basieren auf subjektiven Erfahrungen, die keinen Anspruch erheben, nach schulwissenschaftlichen Erkenntnissen gesichert zu sein. Eine Heilwirkung wird nicht versprochen. Die Anwendung erfolgt in Eigenverantwortung.]


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