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Überarbeitet: Oktober 2013
Ersterscheinung: Dezember 2010

NaturPur
Geschwächtes Immunsystem durch Eisenmangel?

Frauen leiden besonders häufig an Eisenmangel, was durch einen geringen Eisengehalt in der Ernährung, durch Blutverlust (dazu gehört auch die Menstruation), einer gehemmten Eisenaufnahme, sowie durch Schwangerschaft hervorgerufen werden kann.

Die körperlichen Symptome können Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Augenflimmern, kalte Hände und Füße, Blutarmut (Anämie), geschwächte Leistungsfähigkeit, Schwäche, Energielosigkeit, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Reizbarkeit, Blässe, spröde Haut, brüchiges Haar, Haarausfall, Rillen in den Fingernägeln, Mundecken, Schwindel, Kopfschmerzen und ein geschwächtes Immunsystem sein, was durch häufige Infekte bestätigt wird. Ob tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt, sollte durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.

Eisen ist für den Körper ein unentbehrlicher Stoff. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement und kann von Körper nicht selbst produziert werden, deshalb müssen wir es mit der Nahrung zu uns nehmen.
 

Das Spurenelement wird bei der Verdauung aus der Nahrung gelöst und über das Blut zum Knochenmark transportiert. Der Mineralstoff ist ein wichtiger Baustein des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und ist am Sauerstofftransport im Körper – von der Lunge bis zur kleinsten, entferntesten Zelle – beteiligt. Eisen hat aber auch eine tragende Rolle bei einigen Stoffwechselvorgängen und ist ein essentiell an der Blutbildung beteiligt.

Tierisches Eisen kann vom Körper relativ gut aufgenommen werden, pflanzliches Eisen kann schwerer vom Darm resorbiert werden, deshalb sollten Vegetarier sehr auf eisenhaltiges Gemüse achten. Man hat herausgefunden, dass pflanzliches Eisen dann vom Körper besser aufgenommen werden kann, wenn Vitamin C im Spiel ist. Das ist ein wichtiger Faktor, denn wenn man dem Körper nur Eisen zuführt und er es nicht resorbieren kann, scheidet er es einfach wieder aus. D.h. Wir sollten Früchten mit einem hohen Eisen- und Vitamin C-Gehalt den Vorzug geben – alle Früchte, die tiefviolett, also fast schwarz scheinen, haben diese Vorteile in sich vereint, dazu gehören zum Beispiel schwarze Ribisel, Brombeeren und Holunderbeeren. Wenn diese Früchte gerade keine Saison haben, kann man auch auf Marmeladen, Säfte, getrocknete Früchte oder Sirup zurückgreifen. Isst man viel Getreide, so sollte man frisches Obst dazu essen oder einen Fruchtsaft trinken, damit gleichzeitig mit dem Eisen auch Vitamin C aufgenommen werden kann.

Leider gibt es auch gewisse Stoffe, die die Eisenaufnahme blockieren, dazu gehören Gerbstoffe, wie Tannine (Wein, Schwarztee, Grüntee, Kaffee,...), aber auch Oxalsäure (Spinat, Rhabarber, ...), Kalzium (Milch,...) und Nikotin, sowie manche Medikamente (Entzündungshemmende, manche Antibiotika,...).


Natürlich gibt es auch andere wichtige Nahrungsquellen, die uns Eisen liefern:

  • Vollkornbrot

  • Fleisch (Leber, dunkelrotes Fleisch)

  • Eidotter

  • Fisch, Meeresfrüchte (Lachs, Thunfisch, Austern!,...)

  • Gemüse (zB: Linsen !, Kohl, Kohlsprossen, Zucchini, Erbsen, Fenchel, Bohnen, Ingwer, rote Rüben, )

  • Kräuter (zB: Petersilie, Minze, Sauerampfer, Thymian, Kresse...)

  • Getreide, Samen, Nüsse (zB: Weizenkleie, Amaranth, Hirse, Haferflocken, Mohn, Pinienkerne, Sonneblumenkerne, Kürbiskerne ...)

  • Obst (zB: getrocknete Marillen)

  • Pilze (zB: Eierschwammerl, ...)

  • Beeren (schwarze Ribisel, Brombeeren,...)

  • Algen (Spirulina, Nori...)

Einen erhöhten Bedarf an Eisen haben übrigens Kinder, Senioren, Frauen (vor allem schwangere und stillende), Kranke, Sportler, Vegetarier, Raucher und häufige Blutspender.

Häufen sich die Infekte über’s Jahr und lässt die Müdigkeit gar nicht mehr nach, wäre es angebracht eine Blutuntersuchung zu machen, um einen eventuellen Eisenmangel und dessen Ursache abzuklären. Kann der Eisenmangel nicht durch eine ausgewogene Ernährung behoben werden, sollte man zum einen nach der Ursache suchen, warum das zugeführte Eisen nicht aufgenommen werden kann und zum anderen den Arzt um alternative Eisengaben bitten (Infusionen...).

Text: Sabine Miksu


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