LICHTBOTE : INFO
Ersterscheinung: Juli 2011

Der Mond und seine Phasen

Vollmond

Um die Entstehung des Mondes ranken sich einige Mythen und Spekulationen, es kann niemand wirklich sagen, wie der Mond entstanden ist. Die gängigste Theorie ist, dass irgendwann ein anderer Planet (Niribu) oder Meteorit mit der Erde kollidiert ist und ein großes Stück der Erde abgebrochen wurde, im Laufe der Zeit wurde dieser große Brocken zur Kugel, so wie alles im Universum. Messungen des Mondgesteins ergaben übrigens, dass der Mond mindestens 4,5 Millionen Jahre alt ist. Von der Erde trennen ihn ungefähr 384.000km, wobei dieser Wert sehr schwankt, da er sich in einer elliptischen Bahn bewegt. Dennoch wird die Entfernung zur Erde jedes Jahr um 3,8cm größer. Der Mond benötigt ca. 28 Tage für eine Erdumkreisung = das ursprüngliche Monat. 

Unser Mond hat eine schwache Leuchtkraft und wird für uns erst so richtig sichtbar, wenn er durch die Sonne angestrahlt wird, dadurch verstärken sich seine Kräfte enorm und wir bekommen diese in den verschiedenen Phasen sehr unterschiedlich zu spüren. Alles auf der Erde wird vom Mond beeinflusst, sei es das Wetter, das Pflanzenwachstum, die Gezeiten der Meere, unsere Gesundheit oder unsere Stimmungslage.  


Unsere Vorfahren wussten sehr genau Bescheid über die Kräfte des Mondes und haben sich nach den Gegebenheiten der Natur gerichtet und danach gelebt. Durch ihre Beobachtungen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte unser Wissen über die Jahreszeiten, etc. und wenn wir uns die keltischen Jahresfeste anschauen, dann stellen wir sehr schnell fest, dass sich diese immer nach bestimmten Vollmonden richteten. Die Kirche hat diesen Brauch zum Teil übernommen, deshalb sind manche Festtage bewegliche Feiertage (Aschermittwoch, Ostern, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, Pfingsten). Warum sich unser heutiger Kalender nicht mehr nach dem Mond richtet, ist allerdings eine andere Geschichte und würde jetzt wohl zu weit ausufern. Wir haben uns von unseren natürlichen Rhythmen ziemlich weit entfernt und somit auch den Bezug zur Natur und ihren Kräften verloren. Obwohl es sehr einfach wäre sich auf die herrschende Energie einzustellen - wir müssten nur aus unserem gewohnten „Kastldenken“ raus und wieder mehr spüren, sowie beobachten – einfach einen Bezug herstellen und uns auf das was IST einlassen – also im HIER und JETZT sein. 
 

Der Vollmond
Ungefähr 15 Tage nach Neumond ist der Mond als volle Scheibe am Himmel zu sehen. Schon einige Tage zuvor macht sich die Kraft, die er mit sich bringt auf der Erde bemerkbar. Die Vollmondphase ist sozusagen der Höhepunkt des zunehmenden Mondes, was ja auf der Hand liegt, aber selten wirklich im Alltag bedacht wird, dennoch spüren wir alle seine Auswirkungen.

Es ist die aktivste Phase, eine sehr kraftvolle Zeit, die sich Wissende schon immer zunutze gemacht haben, für diverse Rituale oder Zeremonien. Zu Vollmond ist überall reges Treiben, oft sogar schon hektisch und meistens ziemlich voll, viele sind nervös und manche überdreht. Natürlich sind auch unsere Emotionen am Höhepunkt angelangt und zwar jeglicher Art, dh. es gibt vermehrt Streitereien, leider wird auch schneller und öfter zur Flasche gegriffen. Der Vollmond fördert das Gute, wie das Böse zutage, jetzt zeigt sich alles, was schon lange drinnen brodelt und nach Außen drängt - Fülle, Überfluss und Explosivität zeigen sich in allen Bereichen, aber auch Tod und Krankheit brechen aus. Es passieren viel mehr Unfälle und Gewaltverbrechen. Es werden auch mehr Kinder um Vollmond herum geboren, allerdings sterben auch mehr Menschen als sonst. Der Vollmond fördert versteckte Gefühle, unerfüllte Sehnsüchte und Wünsche an die Oberfläche, ebenso wie Wut und Hass - unser Verstand funktioniert an diesen Tagen kaum noch, was uns wiederum für esoterische und spirituelle Themen und Philosophien sehr öffnet. Dh. alle energetischen Behandlungen oder Körperübungen wie Tai-Chi oder Yoga sind perfekt für die Tage rund um den Vollmond!

Viele wälzen sich schlaflos in ihren Betten herum. Wenn man dann allerdings endlich mal eingeschlafen ist, träumt man oft sehr intensiv, aber wirr. Auch das Phänomen des Schlafwandelns tritt vermehrt auf, woran sich die Schlafwandelnden am nächsten Tag nicht mehr erinnern können.

Der Vollmond setzt gewaltige Kräfte auf der Erde frei, in der Natur machen sie sich ziemlich heftig bemerkbar. Viele Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Springfluten finden zu Vollmond statt, oft ändert sich auch das Wetter ziemlich rasch und drastisch.

Unserer Gesundheit und vor allem unserem Wohlbefinden zu liebe, sollte man an einem Vollmondtag, weder Zahnbehandlungen, noch Impfungen oder Operationen durchführen lassen. Alle Medikamente und Wirkstoffe haben sehr starke Auswirkungen, deshalb können auch vermehrt Nebenwirkungen auftreten. Außerdem sind die Behandlungen sehr schmerzhaft, es kann verstärkt zu Blutungen kommen und Wunden heilen in der Regel schlechter.

Ernährungstechnisch sollten wir unserem Körper eher Ruhe und Entspannung gönnen, dh. es ist der ideale Tag um mit einer Fastenkur oder einer Diät anzufangen und sehr leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen. An diesem Tag legt sich leider alles, was zuviel ist, in unsere Fettpölsterchen. Unsere Verdauung ist leider schnell beleidigt, es kommt sehr schnell zu Völlegefühl, wenn nicht sogar zur Übelkeit, nach dem Verzehr von zu fetten Speisen. Alkohol und Koffein sollte man ganz meiden, da deren Wirkung extrem verstärkt wird.

Der Höhepunkt der Wachstumsphase bei unseren Bäumen und Pflanzen ist zu Vollmond erreicht, vieles blüht und gedeiht - um ihnen keinen Schaden zuzufügen, sollte man sie nicht schneiden! Allerdings ist es ein günstiger Zeitpunkt zum Düngen, da die Nährstoffe gut aufgenommen und verwertet werden können. Jetzt sollten Gewürz- und Heilkräuter gesammelt werden, da sie ihre höchste Heilkraft haben. Erntet man Obst und Gemüse zu Vollmond, schmeckt es besonders aromatisch und saftig.

Da der Vollmond unsere Emotionen sehr instabil macht, ist das für berufliche oder finanzielle Dinge nicht sehr förderlich. Gefühlsbetonte Menschen sollten Besprechungen und Meetings eventuell fern bleiben, oder sich sehr darauf konzentrieren, sich zurück zu halten. Wichtige Entscheidungen sollte man nicht.

Ausflüge und Freizeitaktivitäten können auch schnell in die Hose gehen, da man irgendwie nicht in die Gänge kommt und sich die Dinge, die man vor hatte, nicht verwirklichen lassen. Außerdem ist die Verletzungsgefahr an diesen Tagen besonders hoch.

Die Vollmondenergie hält übrigens drei bis vier Tage an. Eine wunderbare Zeit um sich magischen Tätigkeiten zuzuwenden, vor allem Weihungen oder einem Schutzzauber.

Die Mondkraft fordert die Menschen auf, ihre Handlungsweisen zu überdenken, einen anderen Weg einzuschlagen und oft geschieht dann auch ein sehr einschneidendes Erlebnis, das unser bisheriges Leben in Frage stellt. Alle Veränderungen, die mit dem Vollmond einhergehen, sind meist nicht mehr rückgängig zu machen, deshalb sollte man keine überstürzten Handlungen begehen und neue Unternehmungen nur nach sorgfältiger Überlegung in Angriff nehmen.

 

Hier findest Du alle Infos bzgl. zunehmender Mond!
bzw. abnehmender Mond
und hier gibt's Wissenswertes zum Thema Neumond und Mondpausen!

Text: Sabine Miksu

[Quellen: ua. Glücklich leben mit den Mondphasen von Sylvia Winnewisser / Das magische Buch vom Mond von Claudia van der Sluis]
 

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