LICHTBOTE : INFO
Ersterscheinung:  Mai 2011

Der Mond und seine Phasen
Neumond & Mond im Leerlauf (VOC)

 

Um die Entstehung des Mondes ranken sich einige Mythen und Spekulationen, es kann niemand wirklich sagen, wie der Mond entstanden ist. Die gängigste Theorie ist, dass irgendwann ein anderer Planet (Niribu) oder Meteorit mit der Erde kollidiert ist und ein großes Stück der Erde abgebrochen wurde, im Laufe der Zeit wurde dieser große Brocken zur Kugel, so wie alles im Universum. Messungen des Mondgesteins ergaben übrigens, dass der Mond mindestens 4,5 Millionen Jahre alt ist. Von der Erde trennen ihn ungefähr 384.000km, wobei dieser Wert sehr schwankt, da er sich in einer elliptischen Bahn bewegt. Dennoch wird die Entfernung zur Erde jedes Jahr um 3,8cm größer. Der Mond benötigt ca. 28 Tage für eine Erdumkreisung = das ursprüngliche Monat. 

Unser Mond hat eine schwache Leuchtkraft und wird für uns erst so richtig sichtbar, wenn er durch die Sonne angestrahlt wird, dadurch verstärken sich seine Kräfte enorm und wir bekommen diese in den verschiedenen Phasen sehr unterschiedlich zu spüren. Alles auf der Erde wird vom Mond beeinflusst, sei es das Wetter, das Pflanzenwachstum, die Gezeiten der Meere, unsere Gesundheit oder unsere Stimmungslage.  

Unsere Vorfahren wussten sehr genau Bescheid über die Kräfte des Mondes und haben sich nach den Gegebenheiten der Natur gerichtet und danach gelebt. Durch ihre Beobachtungen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte unser Wissen über die Jahreszeiten, etc. und wenn wir uns die keltischen Jahresfeste anschauen, dann stellen wir sehr schnell fest, dass sich diese immer nach bestimmten Vollmonden richteten. Die Kirche hat diesen Brauch zum Teil übernommen, deshalb sind manche Festtage bewegliche Feiertage (Aschermittwoch, Ostern, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, Pfingsten). Warum sich unser heutiger Kalender nicht mehr nach dem Mond richtet, ist allerdings eine andere Geschichte und würde jetzt wohl zu weit ausufern. Wir haben uns von unseren natürlichen Rhythmen ziemlich weit entfernt und somit auch den Bezug zur Natur und ihren Kräften verloren. Obwohl es sehr einfach wäre sich auf die herrschende Energie einzustellen - wir müssten nur aus unserem gewohnten „Kastldenken“ raus und wieder mehr spüren, sowie beobachten – einfach einen Bezug herstellen und uns auf das was IST einlassen – also im HIER und JETZT sein. 
 

Der Neumond
Bei Neumond sind sich Sonne und Mond am nächsten und die Nächte sehr dunkel, da der Mond am Himmel nicht sichtbar ist. Er scheint sich vom nächtlichen Geschehen vollkommen zurückgezogen zu haben und diese Energie vermittelt er auch allen Lebewesen auf unserem Planeten. Diese Mondphase können wir dafür nützen unsere inneren Kräfte neu zu mobilisieren, es ist die Zeit kurz vor dem Neustart. Wir haben an diesem Tag vielleicht Visionen und werden von unseren Träumen inspiriert. Die Neumondphase eignet sich für alle Themen, die mit Neubeginn oder Neuorientierung zu tun haben – man kann hier Initiativen setzen um einen neuen Job zu bekommen, eine neue Wohnung zu finden, eine neue Lebensphase zu starten, langgehegte Pläne in die Tat umzusetzen – selbst die Chancen auf eine neue Liebesbeziehung sind besser. Am Neumondtag transformiert sich das Alte zum Neuen – wie man diese Energie nützt, bleibt jedem persönlich überlassen. Steht schon länger die Trennung einer Beziehung im Raum, so ist diese Mondphase wohl am Besten dafür geeignet die Partnerschaft zu lösen, da dies in Klarheit und Ruhe geschehen kann und sich jeder auf einen Neubeginn einstellen kann.

 


Je nachdem wie unser Allgemeinzustand gerade ist, können wir durch Rückzug an diesem Tag neue Energien aufbauen, oder in Depressionen versinken, denn alle seelischen Störungen können sich gerade an Neumondtagen besonders stark zeigen. Also nicht wundern, wenn viele Menschen gerade in dieser Zeit mürrisch und niedergeschlagen sind. Körperlich kann man sich mit magenschonender, leichter Wohlfühlkost stärken und vielleicht einen Fastentag zur Entschlackung einlegen. Natürlich kann man sich auch geistig und energetisch durch Loslass-, Transformations- bzw. Reinigungsrituale entgiften – das Alte, das Verbrauchte einfach los werden und Platz für Neues schaffen. Der Neumond wird übrigens auch der leere oder schwarze Mond genannt. Hat jemand Schlafprobleme oder ist körperlich immer bei Neumond schlecht drauf, sollte er sich vielleicht mal mit dem Thema „Leere“ auseinandersetzen.

Wie schon erwähnt eignet sich die Neumondphase hervorragend zur Reinigung des Körpers, unsere Entgiftungsbereitschaft wird durch Fasten unterstützt und wir können reichlich Schlacken los werden. Mit einer Entgiftungskur sollte man übrigens schon bei abnehmenden Mond beginnen oder sogar bei Vollmond und diese dann bei Neumond mit einem Fastentag beenden. Kräutertee und leicht verdauliche Speisen, warme Suppen und gekochtes Gemüse tun uns dann besonders gut. Fällt der Neumond auf einen Widder-, Löwe- oder Schützetag kann man einen Safttag (Gemüse- und Obstsäfte) einlegen. Vermeiden sollte man ernährungstechnisch bei Neumond Rohkost und andere rohe Speisen, sowie blähendes Gemüse, Trockenobst, unreife und saure Früchte - auf koffeinhaltige Getränke und Alkohol sollte man ebenso verzichten. Auch das Ausleiten von verschiedenen Giften, wie z.B. Amalgam ist an diesem Tag sehr wirksam. Durch die Reinigung des Körpers können neu aufgenommene Nährstoffe besser ihre Wirkung entfalten und uns zu mehr Wohlbefinden und Vitalität verhelfen. Übrigens runden spezielle Massagen (Lymphdrainage) die körperliche Entschlackung perfekt ab.

Neumondtage sind natürlich auch wunderbar dafür geeignet mit alten Gewohnheiten zu brechen, egal ob es sich dabei um ungeliebte Süchte, wie Rauchen, Alkoholkonsum, oder zu viel Süßigkeiten und Koffein handelt, oder um festgefahrene Muster und Konditionierungen, die uns das Leben schwer machen. Es ist die beste Zeit für Neuanfänge, das kann man gar nicht oft genug betonen. Unser gesamtes Wesen ist auf Neuorientierung eingestellt und lässt sich schnell von neuen Eindrücken und Erfahrungen überzeugen. 

Die Natur hält sich ebenso an diese Ruhepause, denn es findet kaum Wachstum statt, es wird Energie für die nächste Mondphase gesammelt. Seinen Pflanzen kann man natürlich auch Gutes tun, indem man vertrocknete oder beschädigte Blätter, Zweige und Triebe entfernt und von Schädlingen befallene Pflanzen behandelt.

Zum Verreisen oder für großartige Freizeitaktivitäten ist der Neumond wenig geeignet, man wird auch wenig Lust dazu verspüren, das gilt übrigens auch für Erotik und Sexualität, denn es ist eine Ruhezeit, die Stillhalten, Nachdenken und Innenschau fördert, also perfekt für die Meditation geschaffen. 

Mond im Leerlauf – „Void of Course“
In manchen Mondkalendern ist diese Zeit mit VOC gekennzeichnet – wer sich mit Astrologie beschäftigt ist sicherlich in den Ephimeridentabellen bereits darüber gestolpert. (In den Ephimeriden kann man den täglichen Stand der Sonne, des Mondes und anderer Himmelskörpern ablesen.) Während seiner Umlaufbahn um die Erde durchläuft der Mond in einem Monat alle zwölf Tierkreiszeichen, durchschnittlich befindet er sich etwa zwei Tage in einem Zeichen. Die Energie des jeweiligen Tierkreiszeichen bekommen wir durch die Mondstrahlung zu spüren, doch darauf möchte ich momentan nicht näher eingehen.

Der Mond im Leerlauf ist eine Art „Mondpause“ – hierbei handelt es sich um ein astrologisches Phänomen, während der Mond von einem Tierkreiszeichen ins nächste wandert. Ganz genau heißt das, dass er immer dann im „Void of Course“ ist, wenn er keinen Aspekt zur Sonne oder einen anderen Planeten bildet, bevor er das Zeichen verlässt. Mit Aspekt meint man, dass sich in diesem Fall der Mond mit keinem Himmelskörper am aktuellen Sternenhimmel in eine Beziehung begibt. Aspekte entstehen dann, wenn sich bestimmte Konstellationen ergeben – z.B. wenn der Mond gleich neben einem Planeten steht, dann spricht man von einer Konjunktion - stehen sich zwei Himmelskörper gegenüber, so nennt man das Opposition, usw... D.h. eine Mondpause ist der Zeitraum zwischen den Aspekten während der Mond von einem Tierkreiszeichen ins nächste wandert. Diese Zeit des stillen Übergangs kann einige Minuten, Stunden und manchmal auch einen ganzen Tag andauern – er befindet sich astrologisch gesehen in einer Art leeren Raum.

Wie alles, hat eine Mondpause negative und positive Auswirkungen, die sich wir für uns nützen können, denn gutes Timing kann nicht verkehrt sein! Man kann es eigentlich schon aus dem Namen „Pause“ bzw. „Leerlauf“ herauslesen, dass man zu diesem Zeitpunkt nichts Neues starten sollte. Es kann sein, dass vereinbarte Treffen oder Termine einfach nicht stattfinden bzw. eher nicht so gut verlaufen, wie man es erwartet hätte. Neue Projekte oder größere Unternehmungen sollte man nicht starten, sie bekommen zuwenig Anfangsenergie und werden nicht in Gang kommen. Auch Bewerbungen bzw. Prüfungen sollte man nach Möglichkeit nicht einplanen. Es könnte sein, dass wir einfach keine Lust haben, irgendwas zu unternehmen, weil wir die „Pausenenergie“ so stark ist. Vielleicht sind auch manche sehr unruhig, weil sie spüren, dass sich der Mond auf das nächste Zeichen vorbereitet und wir fühlen, dass sich da irgendetwas anbahnt, wir es aber noch nicht greifen können, weil es eben gerade erst entsteht. Wir können uns schlecht konzentrieren, manches wird anders wahrgenommen, der klare Blick fehlt. Durch die fehlende Konzentration wirkt vieles Verschwommen und nicht greifbar. Zu dieser Zeit kann man sich weder auf sich selbst noch auf andere wirklich verlassen, Teamwork könnte scheitern oder schlecht funktionieren, Informationen könnten sich als falsch oder unbrauchbar entpuppen.

Gut geeignet ist die Mondpause für Ruhezeiten und Pausen, also für Wellness und Entspannung, sprich für alles, was uns gut tut und uns leicht fällt. Unser Schlaf wird tiefer und erholsamer sein. Kreative und spirituelle Betätigungen, aber auch Routinearbeiten, Wartungen oder Hausarbeit werden gut gelingen. Den Leerlauf kann man auch wunderbar zum Ausmisten, Putzen und neu ordnen nützen – in Firmen ginge z.B. eine Inventur leichter von der Hand.

Wir sollten die Mondpause dazu nützen uns mit unseren Liebsten eine schöne Zeit zu machen, unsere Weiblichkeit neu zu entdecken, die Dinge vielleicht von einer anderen Perspektive zu sehen und uns mit der reinen Mondenergie zu verbinden, die in dieser Phase ja durch keine Planetenenergie geprägt ist. Ruhepausen und Leerläufe sind notwendige Zeiten, die wir in unserem rasanten Alltag mehr denn je brauchen und nützen sollten!

Ich wünsche viel Spaß in der nächsten Mondpause!

Hier findest Du alle Infos bzgl. zunehmender Mond!
bzw. abnehmender Mond
und hier gibt's Wissenswertes zum Thema Vollmond!
 

Text: Sabine Miksu

[Quellen: ua. Glücklich leben mit den Mondphasen von Sylvia Winnewisser / Das magische Buch vom Mond von Claudia van der Sluis]
 

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