Ausgabe 45 / Juli 2011

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DIE WUNDERSAME WELT DER REINKARNATION - Teil 4

Krankheiten als Spiegel früherer Leben

Gesundheitliche Themen kennen wir auch mit der Reinkarnation. Man fühlt dort sich fit, wo man in frühere Fußstapfen tritt. Wenn man früher als Cowboy durch das Land geritten ist, kann es sein, dass man auch heute gerne reitet und sich dabei besonders vital fühlt, wenn man ausreiten kann. War ich früher vielleicht mal in den Bergen zuhause, kann es sein, wenn ich heute Bergwanderungen mache, bin ich in meinem Element, da fühle ich mich topfit und super wohl.

Das gilt natürlich auch umgekehrt - dort wo ich früher erkrankt bin, kann es sein, dass ich heute auch erkranke. Möglicherweise bin ich dauernd krank, seit ich diesen neuen Job habe,  wo ich mich unter Druck fühle. Ich habe immer Grippe, Halskratzen, Kopfschmerzen – der Körper reagiert mit den Symptomen, die er aus den früheren Leben kannte und die einem ganz schön zugesetzt haben.

 

 

Wir „Reinkarnationler“ sagen oft, dass die Krankheit der Mini-Tod ist. Die Situation, in der man früher gestorben ist, wird heute zur Krankheit. Das heißt, wenn man heute an Asthma leidet, ist man in einem früheren Leben vielleicht mal an einer Rauchvergiftung gestorben. Hat man heute Herzrhythmusstörungen, kann es sein, man ist im Früher auf der Flucht an einem Herzinfarkt gestorben. Also das, was heute den Körper belastet, ist oft ein früherer Tod.

Bei den Emotionen und den Gefühlen haben wir einen ganz ähnlichen Vergleich. Wir sagen, dass was sich in mir als Gefühl abspielt, ist wie ein Film aus einem früheren Leben. Man kann sich nur verlassen fühlen, wenn man irgendwann mal verlassen wurde. Man kann sich nur hintergangen oder verraten fühlen, wenn man irgendwann mal hintergangen und verraten wurde.

Deshalb sind frühere Leben sehr leicht ablesbar, wenn man die Gefühle beschreiben lässt. Die Gefühle kommen nicht aus dem Hier und Jetzt. Wären wir im Hier und Jetzt, hätten wir überhaupt keine Probleme, denn die gibt es im Hier und Jetzt nicht.  Alles, was von der Vergangenheit nicht bearbeitet wurde, macht uns auch im Hier und Jetzt Probleme, deshalb ist es sehr ratsam, wenn wir mit bestimmten Fragen und Lebensthemen beschäftigt sind, auch mal in die Vergangenheit zu schauen, was von dort vielleicht noch herüber wirkt, was es zu erlernen gilt und wo wir uns selbst besser erkennen können.

Bei körperlichen Symptomen ist es immer gut, zu beobachten, wann sie das erste Mal auftreten. Kein Symptom kommt ohne einen Auslöser. Irgendetwas ist kurz vorher geschehen. Vielleicht habe ich mich  gedanklich in etwas hinein geritten, mich selbst herunter gemacht, mich verurteilt. Oder ich bekomme einen asthmatischen Anfall, weil ich mich nicht zur Wehr setzen konnte. Daher ist es sehr wichtig zu beobachten, was der Auslöser ist, dann dahinter versteckt sich das Problem, was es zu überwinden gilt.  Krankheiten, Ängste und Blockaden sind bereits „Problemlöser“ – sie helfen uns zu erkennen, was dahinter liegt. Wir lernen ja an einem Symptom etwas: ein Symptom ist wie eine Erziehungsmaßnahme und zeigt dem Menschen, dass er von seinem Weg abgewichen ist.

Wir kennen ja die Theorie, dass Krankheit Charaktersache ist und dass jede psychosomatische Störung ein psychisches Thema spiegelt. Wenn ein Mensch krank wird, dann spiegelt das Symptom seine psychische Störung. Ein Mensch, der Kommunikationsstörungen hat, kann Halsschmerzen bekommen, ein Mensch, der seine Schwächen nicht sehen will oder bei einer Situation nicht genau hinsehen will, kann eine Augenentzündung bekommen, ein Mensch, der Dinge von Vorgesetzten herunter schluckt und sich nicht traut, für sich einzustehen, keinen Mut hat, sich zu wehren, kann Magenschmerzen bekommen.

Wenn wir wirklich ganz zufrieden und ausbalanciert sind, werden wir selten krank. Ein Mensch, der krank wird, weiß, dass es da etwas gibt, das ihn stört, dass man unzufrieden ist, nicht in Harmonie mit sich und der Welt ist und daran kann man arbeiten. Was will mir das Symptom sagen - die Kurzproblemlösung ist, wie soll mein Leben aussehen, das ich zufrieden bin und wie komme ich da hin?

Zum Schluss noch ein paar Gedanken zu Geburt und Tod. Anfang und Ende, Ende und Anfang haben eine innewohnende zusammenhängende Thematik. Das heißt, so wie der Anfang ist, wird auch das Ende sein und so wie das Ende ist, wird der nächste Anfang sein. So wie jemand geboren ist, so lebt er auch und wenn er sich nicht grundlegend ändert, dann stirbt er oft genau so, wie er geboren wurde. Ein Beispiel: Lässt ein Kind bei der Geburt sehr lange auf sich warten und  vermeidet es, auf die Welt zu kommen, so wird es auch oft im Leben Vermeidungsstrategien haben. Dieser Mensch drückt sich vielleicht vor dem Leben, ist kaum konfrontationsfähig und spielt Vogel-Strauss. Es könnte sein, dass er Angst davor hat, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen, hat vielleicht Symptome, möchte aber aus Angst vor der Wahrheit nicht zum Arzt gehen und stirbt im Grunde dann eventuell genau an der gleichen Thematik.
So wie ein Mensch gestorben ist, wird sich das auch in der nächsten Geburt zeigen. Ein Mensch, um den sich niemand gekümmert hat und der früher in Einsamkeit verstorben ist, kann heute sehr wohl ganz allein auf die Welt kommen. Es gibt ja so Blitzgeburten - da ist plötzlich kein Arzt, keine Hebamme da, alle waren sie weg, als es los geht und die Mütter bringen ihr Kind ganz alleine auf die Welt.
Die Geburt ist die Visitenkarte und das erste Erfolgserlebnis eines Menschen. In der Geburt wird der Mensch das erste Mal aus eigenem Antrieb aktiv. Sie zeigt den Willen, die Energie und Zielstrebigkeit des Menschen an. 

Der Tod steht für das Ende einer Entwicklungsphase. Der Mensch stirbt so, wie er sein Leben verbracht hat. Somit ist der Tod ein Abbild des Lebens und direkt verbunden mit einer charakterlichen Neigung. Hat jemand im Leben z.B. viele Beziehungen abgebrochen, viele Trennungen erlebt, mit vielen Menschen Streit gehabt und sich nicht versöhnen wollen, dann kann es sein, in den letzten Jahren seines Lebens hat man keine Freunde mehr oder man ist so isoliert – auch durch seine Wahrnehmungen, man hört nichts mehr, man sieht nichts mehr, kann sich nicht mehr bewegen und ist im Grunde absolut allein. Ein Mensch, der verdrängt und viele Dinge von sich weggeschoben hat, kann im Alter senil werden. Man erinnert sich nicht mehr an die Vergangenheit oder man wiederholt immer wieder die gleiche Geschichte, das ist ein Zeichen dafür, dass man das Leben nicht bewusst gelebt hat, sondern viele Ereignisse zur Seite geschoben hat. Im Alter kommen die nicht gelösten Themen besonders deutlich hervor.
In der Lebensbilanz, die nach dem Tod erfolgt, führen uns Aspekte unseres Überbewusstseins Versäumnisse vor Augen, Dinge, die ungelöst blieben und Potentiale, die wir nicht gelebt haben. Am stärksten betroffen sind dabei jene Bereiche, die zu leben ein Leichtes gewesen wäre, aber aus Unachtsamkeit, aus Bequemlichkeit oder Lieblosigkeit unerfüllt blieben.
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand in der Rückführung in einer Lebensbilanz bedauert hätte, nicht noch reicher, schöner oder erfolgreicher gewesen zu sein. Nein, was schmerzt, ist die Erkenntnis, was man hatte, nicht genügend geschätzt zu haben. Man bereut, dass man die Chancen, die sich einem stellten, nicht ergriffen hat, viele schöne Momente nicht genossen hat, dass man Talente brachliegen hat lassen und letzten Endes vor allem der eigenen Lebensaufgabe nicht gerecht wurde.

Die Erde ist zwar ein Planet des freien Willens, aber jedes Lebewesen trägt auch die Konsequenzen seines Handels. Damit kommen wir auch gleich zur Begriffsentschärfung des Wortes „Karma“, das ist oft so negativ besetzt. Viele Menschen denken an das Aug-um-Aug, Zahn-um-Zahn Prinzip aus dem Alten Testament oder an solch Begriffe wie Schuld und Sühne. Das Wort „Karma“ stammt jedoch aus dem Sanskrit und heißt lediglich Tat oder Handlung. Karma beinhaltet aber auch alles, was man duldet, was man sich zumutet, in Kauf nimmt, was man zulässt und erlaubt. Es ist immer die Absicht, die hinter der Handlung zählt, nach dem Motto: „Lieber aus Güte gesündigt, als aus Eigennutz Gutes getan!“

Die Reinkarnationsarbeit hat unterschiedlichste Therapieziele, nicht jeder Mensch hat den gleichen Wunsch, wenn er zu einem Gespräch kommt. Es hängt von der Voraussetzung des Klienten ab. Das kann so etwas sein, wie ein Symptom beheben oder lindern – das geht jedoch immer Hand in Hand mit einer Veränderung: man muss sein Verhalten ändern. Ein weiteres Ziel kann sein, mit einem bestimmten Menschen, mit dem man ständig Schwierigkeiten hatte, besser auszukommen, sich zu versöhnen oder eine harmonischere Verbindung zu haben. Denn oftmals ist zwischen zwei Menschen, die einen Konflikt haben, ein früheres Leben der wahre Streitpunkt und das löst sich einfach nicht im Heute, weil es nicht erfasst werden kann.
Weitere Therapieziele können sein, in Harmonie zu kommen, weil man unausgeglichen ist, sich selbst besser kennen zu lernen, seinen Selbstwert zu erhöhen, seiner inneren Stimme folgen (das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt). Es kommt sehr darauf an, was der Klient sucht. Es gibt Menschen, die möchten nur gerne wissen, was sie früher waren, um sich selbst zu entdecken, eine Reise in die Vergangenheit unternehmen, um zu sehen, was man schon alles erlebt hat. Viele haben auch einen Wissensdrang in sich, der dadurch gestillt werden kann.

Wie schon gesagt, es gibt 1002 Gründe, warum jemand zur Therapie kommt. Und so ganz nebenbei geschieht noch etwas wunderbares: Man entwickelt durch diese Arbeit eine Art Urvertrauen, dass das Leben einen immer da hin bringt, wo man sein soll oder dass genau das „Richtige“ zur Verfügung steht, was man zur Weiterentwickelung benötigt.

Ich hoffe, damit konnte ich ein wenig Licht in die wundersame Welt der Reinkarnation bringen. Wie sagte schon Shakespeare: „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab.“

Also lassen sie uns spielen! All meine guten Wünsche begleiten Sie,  

Herzlichst Ihre Marion Appel

Text: Marion Appel
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