Ausgabe 44 / Juni 2011

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DIE WUNDERSAME WELT DER REINKARNATION - Teil 3

Frühere Leben zeigen sich oft sehr deutlich im Heute

Der Mensch erinnert sich an viele Dinge, weiß nur nicht, dass das frühere Leben sind - wir vergleichen unbewusst unser jetziges Leben mit unseren früheren Leben. Wenn ich früher vielleicht mal eine Gutsherrin war oder noch besser adeliger Herkunft und alle Menschen haben mich immer bedient, waren mir untergeordnet und ich konnte schalten und walten, wie ich wollte - wundere ich mich heute, warum man nicht so bedient und huldigt, warum man meinen Anweisungen nicht so folgt, mich nicht als die erkennt,  die ich wirklich bin. Gefühlstechnisch ist das ein Skandal – da man diese Ansprüche und Vorstellungen aus dem früheren Leben in das heutige Leben mit herein trägt und meist ist das sehr kontraproduktiv.

Oder ich habe früher mal als Magd gearbeitet und musste ständig für andere schuften, schwere Arbeit verrichten und wenn ich dann heute mal aufräumen und für andere wegräumen sollte, dann kann es leicht  passieren, dass ich zu meiner Familie sage, ja glaubt ihr denn, ich bin eure Dienstmagd hier, räumt euer Zeug doch selber weg, während ich mich innerlich ausgenutzt und wertlos fühle.

 

 

Der Sprachschatz, den wir gebrauchen ist oft direkt aus einem früheren Leben entlehnt. Wenn die Worte, die wir gebrauchen, veraltet klingen und sich so heute keiner mehr ausdrücken würde, dann kommen sie direkt aus dem Unterbewusstsein. Wir kennen auch die Flashbacks. Manche Leute haben so ein Gefühl, es reißt wie ein Vorhang auf, sie erinnern sich plötzlich, da kommen Gedankenblitze verbunden mit einer inneren Gewissheit und das hat eine ganz eigene Qualität.

Woran erkennt man nun frühere Leben?

Wir erkennen es zunächst mal an unserer Familie, unseren Interessen, an unseren Neigungen und  Gewohnheiten, unseren Vorlieben und Begabungen, unsere Wortwahl und Sprache. Alles, was uns stark anzieht, wo wir uns wie durch ein unsichtbares Band hingezogen fühlen, lässt eine karmische Verbindung vermuten. Das können Länder sein, Kulturen, Sprachen, wir sammeln vielleicht bestimmte Gegenständen, haben viele Bücher über ein gewisses Thema gelesen, wir tragen gerne eine bestimmt Art von Schmuck oder Kleidung. 

Alle Gegenstände, Kulturen, Länder, Interessengebiete, die uns faszinieren - sind ein Hinweis, wo wir früher schon mal gelebt haben. Die heutigen Interessen sind karmische Resonanzfelder. Alles, womit ein Mensch sich gerne umgibt, erinnert ihn an ein früheres Leben.

Es kann gut sein, wenn man früher mal bei den Arborigines gelebt habt, dass man heute passionierter Australien-Fan ist und Didgeridoos liebt, sie regelmäßig spielt und vom jährlichen Australien Urlaub bringt man jedes Mal noch eines mit nach Hause. Oder hat man früher vielleicht im alten Rom gelebt, mag man Paläste, Theater, Spiele, aber wenn man vor dem Kolosseum steht, kriegt man plötzlich Angstzustände, der Körper fängt zu zittern an und man will nur noch weg von da. Wir erinnern uns sowohl an positive und negative frühere Leben, aber all das, was uns extrem begeistert, ist ein Zeichen, das wir das von früher irgendwo her kennen.

Wir kennen auch unsere Herausforderungen aus früheren Leben und das wesentlichste Thema bei den Problemstellungen ist die Wiederholung. Alles, was sich im Leben wiederholt, ist ein mitgebrachtes Thema und präsentiert eine Lernaufgabe.

Oft wiederholt sich ein bestimmter Persönlichkeitstyp, den man immer wieder begegnet. Man hat vielleicht eine sehr resolute Mutter gehabt und immer wieder trifft man auf sehr resolute Personen. Oder man hat ständig Vorgesetzte, die einen bevormunden, dann kommt noch einen Partner dazu, der uns bevormunden möchte und irgendwie gibt es immer und überall Menschen, die einen bevormunden möchten.  

Menschen, die einen wiederholt begegnen sind Menschentypen, denen wir auch in einem früheren Leben begegnet sind. Vielleicht erinnert derjenige an eine Charaktereigenschaft, die man als Potential angelegt hat, aber nicht lebt oder an Verhaltensweisen, die man ablehnt, weil sie blinde Flecken in der eigenen Persönlichkeit darstellen. Wir können einen inneren Schatz bergen, wenn wir hinsehen und bei uns bleiben.

In der menschlichen Entwicklung sind wir wie kleine Zauberlehrlinge, wir kommen Schritt für Schritt weiter, um zu reifen. Manchmal dauert es einfach etwas länger, bis man einen Aspekt durch hat und Wiederholungsthemen bieten uns viele wunderbare Gelegenheiten. Wenn ich beispielsweise Geduld zu lernen habe, ist es bestimmt nicht das erste Mal, dass ich genau diese Eigenschaft in mir entwickeln möchte. Ich muss wahrscheinlich ziemlich oft die Geduld verlieren, bis ich lerne, die Geduld in mir zu entfalten oder mein Temperament zu zügeln.

Jeder Mensch hat bestimmte Ängste, Befürchtungen und Blockaden im Leben, manchmal sind sie einem bewusst, manchmal sind sie einem nicht bewusst. Viele Menschen haben Angst vor Wasser, vorm Fliegen, Höhenangst, Existenzangst, Verlustängste und vieles mehr.

Die einzige Angst jedoch, die wir haben, ist die Wiederholungsangst. Das, was der Mensch befürchtet, kennt er bereits und fürchtet, dass sich das wiederholt. So wie man früher das Leben erlebt hat, das was früher ungut geendet hat, zeigt sich heute als Angst. Es sind schon viele Menschen aus der Höhe, in den Bergen abgestürzt, ertrunken oder haben ihr Hab und Gut, ihre Familien verloren und aus diesem Grund haben viele Menschen im heutigen Leben diese Ängste.

Ein Mensch, der Angst hat, ist sehr kreativ - er hat viele Phantasien zu diesen Themengebieten. Und es ist auch ein Reinkarnations-Gesetz, dass Phantasie die Summe der früheren Leben ist. In einer Phantasie bedient sich das Unterbewusstsein unserer Erinnerungen und kramt in früheren Geschichten herum, bis es das passende findet. Auch das, was wir uns ausdenken, hat oft eine frühere Bedeutung.

Menschen, die etwas erforscht, entdeckt, entwickelt haben, erinnern sich oft an frühere Leben. Ein Heinrich Schliemann, der damals Troja entdeckt hat, hat sicherlich früher in Troja gelebt und sich da unbewusst erinnert. Oder Forscher, die die Hieroglyphen entdeckten und übersetzen können, haben früher sicherlich in Hieroglyphen geschrieben. Alles, was einen so fasziniert, dass man seinen Beruf, seine Energie, sein Interesse hineinsteckt, ist ein Thema, das wir bereits mitbringen. Unsere Interessen liegen dort, wo wir karmische „Vorerfahrungen“ haben, dort möchten wir weiterkommen und neue Erfahrungen damit sammeln.

Wir haben manchmal im Beruf ganz typische Problemstellungen wie z.B. Stress, den ja jeder irgendwo her kennt. Heutiger Stress erinnert die Menschen an frühere Enge, an Not, an Katastrophe, an Krieg, an Leibeigenschaft, an Überlebenskämpfe. Dort, wo wir früher ums Überleben kämpfen mussten, haben wir heute ganz schnell Stress. Es kann sein, jemand schreit mich an und schon bin ich im Stress. Oder jemand gibt mir zwei, drei Dinge gleichzeitig zu tun und schon bin ich im Mega-Stress. Jeder Mensch hat ein ganz unterschiedliches Stress-Potential und dort, wo der Mensch etwas als Stress bezeichnet, ist früher oft eine Bedrohung seines Lebens gewesen.

Wir kennen die Autoritätskonflikte, das ist auch ein ganz typisches Thema im Beruf, Autoritäten, Systeme, Hierarchien, Politik, unterdrückerische Vorgesetzte. Abhängigkeiten sind der Grund dafür, dass wir heute Autoritätsthemen haben, man musste sein Leben gemäß irgendwelcher Vorgaben leben und konnte sich überhaupt nicht selbst entfalten. Es ist ja nicht so lange her, dass man die Menschen in allen Bereichen bevormundet und unterdrückt hat. Und heute ist es nicht viel anders, es ist nur sehr viel subtiler geworden. Somit kennt jeder Mensch Unterdrückung oder ungesunde Machtverhältnisse aus früheren Leben und kann sehr empfindlich reagieren. 

Gesundheitliche Themen kennen wir auch mit der Reinkarnation. Man fühlt dort sich fit, wo man in frühere Fußstapfen tritt. Was es darüber noch spannendes zu berichten gibt, erzähle ich Ihnen in der nächsten Lichtboten-Ausgabe.

Herzlichst, Ihre Marion Appel

Text: Marion Appel
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