Ausgabe 25 / 8.9.2009

Wie man die Lust am Lernen weckt

GANZHEITLICHES LERNEN – GANZHEITLICHE KOMPETENZ

Autorin: Mag. (FH) Karin Neussl -
www.wohlfuehl-akademie.at
 

Eines gleich vorweg: LERNFAUL GIBT ES NICHT!

„So ein Blödsinn“ werden Sie jetzt vielleicht sagen. OK, das ist Ihr gutes Recht!

Aber eine Frage: „Warum wollen eigentlich Kleinkinder freiwillig gehen lernen – im Kinderwagen herumchauffiert zu werden, wäre doch viel bequemer?“

Die Antwort: Weil jeder Mensch eine ganz natürliche Neugierde und Lernfreude in sich trägt, das ureigenste Bedürfnis sich zu entfalten, so wie eine Blume ihre Blüte zur Entfaltung bringen will. Das ist keine philosophische Träumerei – es ist Realität – Kleinkinder führen sie uns täglich vor Augen – und die Natur auch! Einfaches Beobachten würde schon genügen um zu wissen: lernfaul gibt es nicht – nur totales Frustriert-Sein und Blockiert-Sein durch unzählige (oft unbewusste und meist ungewollte) Unterdrückungssituationen im Außen.

Die gute Nachricht: Zum Thema „Blockiert-Sein“: Mittlerweile gibt es erstklassige, enorm wirksame Methoden zum sogenannten Lösen emotionaler Lernblockaden, wie z.B. die Scheibenwischer-Übung nach NLP oder die Meridian-Energie-Technik, welche oft innerhalb von Minuten selbst tief sitzende Blockaden nachhaltig lösen. Zum Thema „Frustriert-Sein“: befreit von Lernblockaden, in geborgener Lernatmosphäre und mit hervorragenden Methoden für gehirnfreundliches, ganzheitliches Lernen (siehe Buchtipps) erwacht die natürliche Neugierde und Lernfreude wieder und mit ihr stellen sich die freudigen Aha- und Erfolgserlebnisse wieder ein!

Entscheidend zu wissen ist: „Das Allerwichtigste beim Lernen ist die Freude dabei.“ Denn: Sie ist der Motor für lebenslanges, lustvoll erlebtes Lernen!

„Tja, und WIE mache ich das bitte, dass auch meinem Kind das Lernen Freude macht?“ fragen Sie sich jetzt vielleicht. Es ist meist viel einfacher als Sie glauben: Was tun denn Kinder (und auch Erwachsene!) am liebsten? SPIELEN! Na bitte, da haben wir ja schon einen intensiv-freudvollen Bereich aufgespürt. „Spielen bringt doch nichts, da geht ja nichts weiter…“ denken Sie jetzt vielleicht. Na, ob Sie sich da mal nicht täuschen. Spielen ist mittlerweile sogar wissenschaftlich erforscht: SPIEL IST VOLLKOMMENE AUFMERKSAMKEIT und diese natürliche, volle Konzentration ermöglicht Bestleistungen! (Siehe z.B. das Buch „Neue Kinder – neue Eltern – mit Kindern wachsen“ von Michael Mendizza). Durch spielen lernen Kinder Ihre Aufmerksamkeit erst zu bündeln und zu organisieren. Echtes Lernen ist gleichzeitig wirkliches, intensives Spiel!

Und das Wunderbare am Spiel ist auch, dass es die rechte, kreative und superschnelle Gehirnhälfte aktiviert und füttert. Laut neuesten Forschungsergebnissen verarbeitet die linke, logische und langsame Gehirnhälfte „nur“ 200 Informationseinheiten pro Sekunde, während die rechte, kreative und superschnelle Gehirnhälfte in derselben Zeit 400.000.000 (!) Informationseinheiten aufnimmt. Das ist so, als würden Sie je einen Euro auf 2 Sparbücher einzahlen. Im selben Zeitraum würden Sie auf dem einen Sparbuch € 200,-- bekommen und am anderen Sparbuch € 400.000.000,--. Mit diesem Wissen fällt die Entscheidung leicht, die kreative Gehirnhälfte zu füttern um möglichst rasch reich an Wissen zu sein. Also: Lassen Sie Ihr Kind / Ihren Teenager mit (neuen) Lerninhalten spielen und kreativ sein und Sie werden vom Ergebnis freudig überrascht sein!

Bücher-Tipps:
 „Stroh im Kopf“ von Vera F. Birkenbihl
„Erziehung zur Persönlichkeit – Montessori-Pädagogik in der Sekundarstufe“ von Norma Kreuzberger

 

LernFREUDEtipp 1:

Wohltuende Lernatmosphäre!

 Wussten Sie, dass
„sich sicher, geborgen und wohlfühlen“ DIE entscheidende Grundvoraussetzung ist für optimales Lernen und für persönliche Bestleistungen?

WARUM?
Weil optimales Lernen mit rascher Aufnahme- & Verarbeitungsfähigkeit und persönliche Bestleistungen die volle, ungeteilte Aufmerksamkeit des Lernenden erfordern, und die ist nur möglich, wenn nicht bereits ein Großteil der Aufmerksamkeit für „sich innerlich wehren, sich innerlich schützen müssen, in Alarmbereitschaft stehen“ gebraucht (und vergeudet) wird. Eigentlich logisch, nicht wahr? Und mittlerweile auch wissenschaftlich belegt! Angst ist für freie Entfaltung kontraproduktiv;

WIE?
Wie schafft man nun eine Lernatmosphäre der Geborgenheit / des Wohlfühlens?

Indem man das Kind / den Jugendlichen / den Lernenden mit ehrlichem Wohlwollen, einer liebevollen und Selbstvertrauen stärkenden Haltung und Einfühlungsvermögen annimmt, wie es /er gerade ist und ihm das sichere Gefühl gibt, es / ihn bei der wohltuenden Erfüllung seiner (Lern-)Bedürfnisse und Gefühle feinfühlig, liebevoll und seinem Wesen entsprechend liebevoll zu unterstützen. Dadurch entsteht ein Phänomen: es entfaltet sich ein Gefühl des inneren Friedens / des sich angenommen Fühlens, und in diesem inneren Frieden wird keine Aufmerksamkeit mehr für sich wehren müssen / sich schützen müssen benötigt / vergeudet; somit steht die volle Aufmerksamkeit zur Verfügung, welche wiederum ihren eigenen Zustand erzeugt und dieser Zustand ist „Ganzsein“, Glück und LernFREUDE!

Literaturtipps:

  • Wunderland des Lernens, Jürgen Hüholdt, Verlag für Didaktik, 2001
  • Neue Kinder – neue Eltern – mit Kindern wachsen, Michael Mendizza, Arbor Verlag, 2004
  • Der 6. Kondratieff (Stichwort: Ganzheitliche Gesundheit als DER Produktivitätsfaktor des 3. Jahrtausends), von Wirtschaftswissenschafter Leo A. Nefiodow, Rhein-Sieg Verlag

Mag. (FH) Karin Neussl

www.wohlfuehl-akademie.at

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