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Ersterscheinung  März 2011

Keltische Jahresfeste

Viele unserer traditionellen Fest- und Feiertage finden ihren Ursprung in der keltischen/nordischen Mythologie – die meisten Feste wurden von der katholischen Kirche so angepasst, dass sie nicht mehr als heidnische Rituale galten und auch weiterhin gefeiert werden durften. All diese Feiertage sind wichtige Punkte im Jahresverlauf und sollten von uns auch bewusst begangen werden – zumindest mit einem kleinen Ritual oder einer Andacht.
 

Ostara  (21. März)
[Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr]

Ostara ist bei uns eher weniger bekannt, zumindest als keltisches Fest, denn wie man unschwer übersehen kann, ist es dem Begriff "Ostern" sehr ähnlich und passt auch in den Zeitraum, in dem wir dieses Fest feiern. Wie so viele keltische Feiertage wurde auch dieser von der katholischen Kirche übernommen und angepasst. 

Während bei Ostara die Rückkehr des Lebens gefeiert wird, also die Wiederauferstehung der Natur, machte das Christentum das Auferstehungsfest Jesu daraus - die Bedeutung dahinter, ist allerdings die Selbe.

Ostara wird zur Tag- und Nachtgleiche im Frühling gefeiert, also bei uns üblicherweise am 21. März und gilt daher als Sonnenfest. Unser katholisches Osterfest hingegen richtet sich nach dem ersten Frühlingsvollmond, also dem ersten Vollmond nach dem 21. März - deshalb kommt der Osterhase manchmal schon Ende März, oder auch spät im April.


Ostara ist die keltisch-germanische Frühlingsgöttin, sie bringt uns den Frühling, das Neuerwachen der Natur, aber auch das Bewusstsein für das Gleichgewicht. Das Gleichgewicht der Natur und der Zeit - denn zu diesem Zeitpunkt ist Tag und Nacht gleich lang, alles ist ausgewogen und kann ab jetzt wieder wachsen und gedeihen. Es soll uns bewusst machen, dass wir zwischendurch auch Ruhezeiten brauchen, wie die Natur den Winter braucht um sich neu zu ordnen, damit alles im Frühling wieder auferstehen und mit frischer Kraft wachsen kann.

Es ist natürlich auch das Fest der Fruchtbarkeit, denn mit den wärmeren Tagen und der erwachenden Natur, beginnt die Tierwelt ihren Nachwuchs zu zeugen und aufzuziehen. Vögel können im Winter keine Eier legen, denn der Nachwuchs im Ei würde trotz brütender Eltern wohl erfrieren. Somit gilt das Ei auch als Symbol der Fruchtbarkeit, des Wachstums und als Urzelle allen Lebens. Die bunten Ostereier sollen dies versinnbildlichen.

Im Frühling kann das Leben endlich wieder beginnen, vor allem das Leben in der Natur. Die Vögel zwitschern wieder, langsam färben sich die Sträucher und Bäume grünlich, es ist fast so, als würde man ihre Aura sehen, die schon in strahlendem, frischen Grün glänzt. Das Gras bekommt allmählich wieder Farbe, langsam verschwindet das tote Graubraun und die bunten Blüten des Frühjahres brechen hervor. Die Felder können wieder bestellt werden, in den Gärten werden Frühbeete bepflanzt und auf den Wiesen entdeckt man die ersten Krokusse.

Die erwachende Natur ist auch ein guter Ort um Elfen oder andere Naturwesen zu entdecken, da die Vegetation noch nicht so dicht ist, sieht man doch die ein oder andere Elfe zwischen den Schneeglöckchen tanzen. Eins der Ostara-Rituale könnte die Verbindung mit den Naturwesen und damit auch mit Terra Gaia, unserer Erde, sein. Geht hinaus in die Natur, seid bewusst und haltet die Augen offen, bittet die Naturwesen um ihr Erscheinen und verbindet euch mit ihrer Energie. Oft halten sie wertvolle Botschaften für uns bereit. In Zeiten, wo sehr viele grausame und schlechte Ereignisse unseren Alltag kreuzen, ist es enorm wichtig, sich der Schönheit und dem Leben zuzuwenden und das funktioniert am besten in der Natur selbst, denn da gibt es immer wieder Wunder zu beobachten.

Ihr könnt natürlich auch euer ganz persönliches Ritual zu Ostara feiern, begrüßt die Natur auf eure Art und Weise - vielleicht pflanzt ihr etwas ein und beobachtet das junge Pflänzchen wie es wächst und gedeiht - oder ihr macht einen Spaziergang und umarmt dabei ein paar Bäume, eine Umarmung zur Begrüßung ist doch immer was Schönes!

Text: Sabine Miksu

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