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Ersterscheinung: Juni 2012

Heilende Zeichen
YinYang
Alles hat zwei Seiten :: Dualität / Polarität

Wo viel Licht ist, dort ist auch viel Schatten, denn das Helle bedarf des Dunkeln und umgekehrt. Auch wenn sich sofort für jeden eine Form der Beurteilung einschleicht, so sollten beide Seiten wertfrei betrachtet werden, denn positiv heißt nicht immer was Gutes und negativ ist nicht automatisch Schlecht.

Die eine Seite entsteht durch die andere, sie benötigt für ihre Existenz das Entgegengesetzte. Es ist ein steter Kreislauf von Werden und Vergehen, die Energie des Entstehenden zeigt sich bereits als Punkt im "Sterbenden". Betrachtet man das YinYang Symbol in seiner Gesamtheit, so zeigt sich schnell die Wirkung, die es auf uns ausübt, wenn wir es als heilendes Zeichen anwenden.

Der Kreis symbolisiert die Ganzheit, seine Aufteilung in zwei tropfenartige Formen gegensätzlicher Farben stehen für yin - weiblich, passiv und yang - männlich, aktiv. Die beiden Teile sind nicht linear getrennt, sondern wirken, als ob sie fließend ineinander übergehen. Es wirkt als würde die eine Seite aus der anderen entstehen bzw. in ihr enden. Der weiße Punkt im Schwarzen, sowie der schwarze Punkt im Weißen zeigt, dass die eine Qualität bereits in der anderen zu keimen beginnt. Sie befinden sich in einem immerwährenden Kreislauf und damit auch im Gleichgewicht - das eine kann ohne das andere nicht existieren. Für uns heißt das, dass wir immer mit beiden Seiten konfrontiert werden, es gibt nichts, was nur eine Qualität besitzt - zumindest nicht auf der Erde.

Somit ist das YinYang ein hervorragender Helfer und Begleiter, wenn wir z.B. unsere Schattenseiten entdecken, annehmen und integrieren möchten.

Unser gesamtes Leben ist den Zyklen von YinYang ausgesetzt, das zeigt sich in unseren Körperfunktionen wie Atmung oder Blutkreislauf genauso, wie in unserem Alltag. Wir sind einem Tag/Nacht Rhythmus angepasst, hell und dunkel wirken abwechselnd auf uns - es gibt Mann und Frau, Geburt und Tod, Sonne und Mond, rechts und links, aktiv und passiv, heiß und kalt, innen und außen, oben und unten, rund und eckig, offen und geschlossen, weich und hart, usw. diese Liste könnte man wahrscheinlich unendlich weiter führen.

Die chinesischen Schriftzeichen für Yin und Yang beschreiben die zwei Seiten eines Berges, dabei steht Yin für die schattige Seite und Yang für die sonnige. Yang vermittelt somit Helligkeit, Wärme und Trockenheit, während Yin Schatten, Dunkelheit, Kälte und Feuchtigkeit symbolisiert. Yang ist die erzeugende Kraft, Yin die erhaltende - erst ein Gleichgewicht der beiden Kräfte ermöglicht das Leben selbst. Laut TCM ist ein Ungleichgewicht von YinYang in unserem Körper verantwortlich für das Auftreten von Krankheit.

Als heilendes Zeichen können wir das YinYang Symbol sehr vielseitig einsetzen. Seine Wirkung ist immer ausgleichend, harmonisierend, es bringt alles wieder ins Gleichgewicht. Somit ist es immer anwendbar, sobald es einen Überschuss oder Mangel gibt und Balance das Ziel ist. Seien es Kreislaufbeschwerden, zu hoher oder zu niederer Blutdruck, Hyperaktivität, Nervosität, Verdauungsprobleme oder eine Schilddrüsenfehlfunktion - alle körperlichen Beschwerden, wo zu viel oder zu wenig da ist, etwas zu schwach oder zu stark oder auch zu heiß oder zu kalt ist.

Wie wendet man das Zeichen nun an?
Schon das konzentrierte Aufmalen auf ein Blatt Papier kann heilsam sein und den erwünschten Ausgleich bringen. Wem das nicht liegt, der kann damit auch meditieren, bzw. sich mit dem Symbol umgeben, sein Trinkwasser energetisieren, ein Wandtattoo anbringen oder einen Teppich in diesem Stil kaufen. Auch das Legen mit Steinen oder verschiedenfärbigen Sand wirkt wunderbar harmonisierend und kann zur Raumheilung betragen. Bei Magen- oder Verdauungsproblemen wirkt ein aufgemaltes YinYang am Solarplexus phänomenal, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Natürlich kann man das Zeichen überall auf den Körper aufmalen, auf die Chakren um sie auszugleichen, sowie auf bestimmte Steuerpunkte oder Reflexzonen.

Es lohnt sich auch, das YinYang in verschiedenen Farben zu zeichnen, um auszuprobieren, was gut tut oder vielleicht sogar unsympathisch wirkt. Ausgleich bringt es in jedem Fall.

Text: Sabine Miksu


 

siehe auch folgende Artikel zu diesem Thema:

Heilende Zeichen - Heilende Zeichen - Ankh - Heilende Zeichen - Sonne

 

 

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