Erst-Erscheinung: Ausgabe 26 / 22.9.2009

HEILENDE KLÄNGE

Die Essenz der Erde ist das Wasser.
Die Essenz des Wassers ist die Pflanze.
Die Essenz der Pflanze ist der Mensch.
Die Essenz des Menschen ist die Sprache.
Die Essenz der Sprache ist der Gedanke.
Die Essenz des Gedankens ist der Klang.
Die Essenz des Klangs ist der Urklang.
Die Essenz des Urklangs ist das reine Bewusstsein.

[Upanischaden]

 

Alles Leben ist Schwingung; unsere Gedanken, Gefühle und Körperfunktionen. Gerät sie aus dem Takt, fühlen wir uns gestresst, überfordert, energielos oder gar krank. Schwingungen sind als Geräusch, Vibration, Form und Farbe wahrnehm- und messbar. Jede lebende gesunde Zelle befindet sich ständig in Schwingung. Sind die Zellen blockiert, wird der Mensch krank. Klänge erzeugen Resonanzen und dringen in Knochen, Körpersäfte und Zellen ein, unterstützen die spirituelle Entwicklung, wirken transformierend, helfen Ängste zu entdecken; gleichen Energielosigkeit und Aggressionen aus und verhelfen zum Kontakt mit geistigen "Ratgebern".

Schamanen aller Kulturen verwendeten zur Heilung Stimme, Trommel und Rassel. Keltische Barden, Priesterinnen und Druiden bedienten sich dazu ihrer Stimme, einer Rahmentrommel oder spezieller heiliger Harfen, ihrer kleinen Schwester, der Leier oder der Kantele, deren magische Klänge beim Menschen meditative Zustände, tiefes Träumen, Lachen oder Weinen bewirken können. Besonders begnadete KlangheilerInnen konnten die Disharmonie in kranken Körperteilen „hören“ und die entsprechende Harmonie hineintönen.

Zur Behandlung mit tibetischen Klangschalen werden intuitiv ausgesuchte Schalen auf bestimmten Körperzonen gelegt und dann sanft zum Klingen gebracht. Der Ursprung der Klangschalen liegt im Tibet der Bronzezeit; sie wurden bei Ritualen, zur Selbstfindung, Meditation und Heilung eingesetzt.

Das 18saitige Monochord, ein auf "Cis" gestimmtes Obertoninstrument, war ursprünglich ein einsaitiges Instrument, das man zur Ton-Intervallmessung entwickelt hatte. Der Klangkorpus ist ein einfacher Holzkasten, auf dem die Saite mittels eines beweglichen Steges unterteilt wurde. Pythagoras hat mit Hilfe des Monochords die Verbindung zwischen Musik und Mathematik bewiesen und Zahlenverhältnisse hörbar gemacht. Das brachte Einsicht in die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos und der Natur.

SUMMEN & OM-SINGEN
Die Stimme ist unser erstes und wichtigstes Instrument zur Stärkung, Beruhigung oder Heilung. Jeder Mensch hat seinen persönlichen Ton! Wer glaubt nicht singen zu können, sollte es einfach mit Summen probieren – das geht immer, und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt ... Fürsorgliche Mütter summen oft unbewusst zur Beruhigung ihrer Kinder. Ebenso heilsam wirkt das Schnurren einer Katze auf uns.Probieren Sie es jetzt gleich aus, summen Sie sich was! Wie fühlt sich das an?

Das wiederholte Singen von OM erzeugt Vibrationen im Körper und versetzt ihn wie ein Instrument in harmonische Schwingungen. Indem man eine Hand auf die Brust legt und verschiedene Tonhöhen ausprobiert, spürt man selbst am besten, wann der Körper am meisten schwingt und in welcher Tonlage man sich am wohlsten fühlt. OM (Sanskrit), der Urklang, ist die erste und ewige Schwingung der Schöpfung und die Klangmanifestation des Göttlichen. Das richtig intonierte OM (wie aum) beinhaltet alle anderen Klänge. Wer über einen längeren Zeitraum regelmäßig übt, wird die Macht spüren, die damit erzeugt wird: Jedes Atom im Körper wird in Schwingung versetzt, transformiert und die im Körper schlafende Kraft erweckt. Die Om-Heilung wird in Indien seit Urzeiten praktiziert.
Bei sämtlichen Mitarbeitern einer großen Firma wurde nach einem dreiwöchigen Versuch mit täglichem (3 min.) gemeinsamen Om-Singen festgestellt, dass sie messbar mehr Sauerstoff im Blut hatten, sich die Konzentration gesteigert hatte, der Blutdruck ausgeglichen und das Immunsystem gestärkt waren.

WAS BEWIRKT NUN EINE MODERNE KLANGBEHANDLUNG?

  • AUFLÖSUNG VON BLOCKADEN

  • HARMONISIERUNG DER AURA, CHAKREN UND  KÖRPERENERGIEN

  • REISEN IN DIE INNENWELT – VISIONSSUCHE –  RÜCKFÜHRUNGEN

  • AKTIVIERUNG KÖRPEREIGENENER  SELBSTHEILUNGSKRÄFTE

Die sanften bis kraftvollen Klänge von Schamanentrommeln, Gongs, tibetischen Klangschalen, Heilharfe, Kantele oder Monochord direkt am, über oder unter dem Körper gespielt, bringen diesen wieder in Harmonie, bauen Stress ab, erden, lösen Energieblockaden, unterstützen seelische und körperliche Heilungsprozesse und schenken einen ganz persönlichen Spür- und Hörgenuss.

Klänge basieren auf machtvollen Schwingungen, die positiv wie negativ eingesetzt werden können. Gesang und bestimmte Instrumente können Bauwerke errichten helfen, aber auch zum Einsturz bringen, Glas zersplittern und Lebewesen zu unglaublichem Mut anspornen wie auch einschläfern. Tibetische Mönche setzten in äußerster Not magischen Gesang genauso ein, wie Schamanen, keltische Barden, Druiden und Priesterinnen, die ihre Feinde mit dem so genannten „Magischen Schlummerlied“ außer Gefecht setzten.

Aus eigener Erfahrung:
Wer mit Klängen heilt, behandelt gleichzeitig auch sich selbst und gibt zudem auch weiter, was in ihm/ihr ist.  Daher ist vor jeder Klangbehandlung oder –reise eine gründliche energetische Reinigung aller Beteiligten Voraussetzung für ein positives Ergebnis. Dann beginnt das empathische Spielen. Wenn ich auf der Trommel über einem Menschen spiele, spüre ich alle Unregelmäßigkeiten, Blockaden oder  Disharmonien und so dauert es eine Zeit, bis die Hände den entsprechenden Rhythmus finden, der sich auch oft unerwartet ändern kann. Manche Leute können so gut loslassen, dass sie trotz der lauten Klänge einschlafen, obwohl die meisten nachher glauben, ganz wach gewesen zu sein. Manche empfinden das Wegspielen der Blockaden als unangenehm, fühlen dann aber Erleichterung, tiefen Frieden und eine angenehme Mischung energievoller Entspanntheit.

WICHTIG: NUR ECHTE, FEIN UND HARMONISCH GESTIMMTE INSTRUMENTE KÖNNEN HEILEN UND IHRE SEGENSREICHE WIRKUNG AUF KÖRPER, SEELE UND GEIST ENTFALTEN!

© Text Gudrun Rosenberger

Quelle: Zeitschrift LebensZeit,  www.lebens-zeit.org / Foto und Text mit freundlicher Genehmigung von Mag. Karin Brandner zur Verfügung gestellt.

 

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