LICHTBOTE : INFO
Ersterscheinung: August 2012

 

Ayurveda ist die Kunst des Lebens in Harmonie mit den Gesetzen der Natur. Dieses alte, ursprüngliche Wissen hat das Ziel, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen. Nun ist es wesentlich einfacher, die Gesundheit mit den von Ayurveda vorgeschlagenen, völlig natürlichen Mitteln und Methoden zu erhalten als Krankheiten zu heilen. Ayurveda misst der Prävention daher sehr großes Gewicht bei.

Die Aufgabe eines Ayurvedaberaters ist es vor allem, seinem Klienten einen für ihn persönlich gangbaren Weg zu zeigen, die Gesundheit zu erhalten, zu pflegen und kleine Störungen mit einfachen Mitteln zu kurieren. Hierbei steht vor allem die Ernährung im Vordergrund, aber auch die Lebensgestaltung, das Körpertraining, Ruhe und Entspannung, Meditation, Atemübungen sowie Reinigungs- und Verjüngungsmaßnahmen tragen sehr erfolgreich dazu bei, die Gesundheit des Körpers und des Geistes zu erhalten, zu pflegen. Es sind einfache praktische Tipps im täglichen Leben, die sehr gute Erfolge zeigen.

Der Schlüssel zur Erhaltung der Gesundheit ist Gewahrsamkeit, Achtsamkeit. Wenn ein Mensch seine Konstitution kennt und aufmerksam beobachtet, wie Geist, Körper und Emotionen auf sein Alltagsleben, auf seine Ernährung etc. reagieren, kann er mithilfe dieser Beobachtungen intelligente Entscheidungen zur Erhaltung der Gesundheit treffen.

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Ayurveda im Sommer

Pittazeit: 16. Juni bis 15. Oktober

Der Sommer und der frühe Herbst sind die Zeit des Pitta-Doshas. Die Hitze führt zu Energieverlust, wir bemerken, dass wir müde und energielos sind. Auch der Appetit lässt nach. Um das Verdauungsfeuer, das in der Hitze schwächer ist, wieder anzuheizen, sollten wir bittere, süße und herbe Gerichte bevorzugen, zu salzige und saure dagegen meiden. Insgesamt können wir mehr Gewürze verwenden, um den Stoffwechsel anzuregen und das Essen bekömmlicher zu machen. Nicht ohne Grund serviert man in heißen Ländern oft scharfe und pikante Sachen.

 

 

Je nach energetischer Grundkonstitution gehen wir unterschiedlich mit der Hitze um.  

Vata empfindet den Sommer als angenehm, da vatadominierte Personen häufig frieren und im Sommer endlich genug Wärme zur Verfügung steht. Sie müssen jedoch darauf achten, sich nicht zu überanstrengen und die langen Tagen auch mit Ruhephasen versehen. Trotz der Wärme ist warmes Essen für sie verträglicher, auch wenn viele Vata-Typen am liebsten nur Rohkost verspeisen würden. 

Pitta empfindet den Sommer als Belastung, pittadominierten Personen ist leicht heiß, die zusätzliche Wärme setzt ihnen zu, meist haben sie eine sonnenempfindliche Haut. Der Schatten ist für sie der beste Platz, versehen mit viel zimmertemperierter Flüssigkeit und kühlenden Speisen, gerne auch Rohkost. Sport sollte ein Pitta-Typ nur frühmorgens oder abends betreiben. 

Auch Kapha empfindet den Sommer meist als angenehm, besonders wenn es sich um trockene Hitze handelt. Feuchte Hitze belastet das wasser- und erddominierte Element stark. Kapha muss im Sommer noch mehr auf seinen von Haus aus trägen Stoffwechsel achten, ihn mit Gewürzen anregen und sich auf kleine Mahlzeiten beschränken. Auch Sport ist zu empfehlen, bei Kapha-Typen nur mäßig beliebt, obwohl sie über große Ausdauer verfügen. 


Für alle Energietypen gilt: zu kalte Getränke löschen das Verdauungsfeuer fast völlig, leider ist auch Eiscreme eine für den Magen sehr belastende, schwer verdauliche Speise. Wenn die Lust auf diese sommerliche Köstlichkeit zu groß wird, sollten wir darauf achten, eher Fruchteis als fettes Milcheis zu schlemmen und es als eigene Mahlzeit konsumieren. 

Die Haut ist im Sommer für Extrapflege besonders dankbar. Im Ayurveda schreibt man Kokosöl kühlende Eigenschaften zu. Besonders pflegend: sich am frühen Morgen mit nativen Kokosöl einreiben (einfach sehr gutes Öl für die Küche verwenden!), kurz einwirken lassen und dann lauwarm duschen. Ein zitruslastiger Duft kann diese Pflege abschließen.   

Wird die Hitze zu groß oder durch die Schwüle drückend, helfen auch Meditations- und Atemübungen, um innerlich mehr zu Ruhe zu kommen und so auch die Temperatur besser zu vertragen. Setzen Sie sich 10 Minuten bequem auf einen Sessel, schließen Sie die Augen, atmen Sie bewusst ein und aus. Die Hitze lässt sich in innerlicher Ausgeglichenheit besser ertragen.

Und erinnern wir uns doch: haben wir uns im Winter nicht alle nach Sonne und Wärme gesehnt?  

Text: Eva Jordan

www.evajordan.at

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