LICHTBOTE :: INFO
Ersterscheinung: Oktober 2014

 

Ayurveda ist die Kunst des Lebens in Harmonie mit den Gesetzen der Natur. Dieses alte, ursprüngliche Wissen hat das Ziel, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen. Nun ist es wesentlich einfacher, die Gesundheit mit den von Ayurveda vorgeschlagenen, völlig natürlichen Mitteln und Methoden zu erhalten als Krankheiten zu heilen. Ayurveda misst der Prävention daher sehr großes Gewicht bei.

Die Aufgabe eines Ayurvedaberaters ist es vor allem, seinem Klienten einen für ihn persönlich gangbaren Weg zu zeigen, die Gesundheit zu erhalten, zu pflegen und kleine Störungen mit einfachen Mitteln zu kurieren. Hierbei steht vor allem die Ernährung im Vordergrund, aber auch die Lebensgestaltung, das Körpertraining, Ruhe und Entspannung, Meditation, Atemübungen sowie Reinigungs- und Verjüngungsmaßnahmen tragen sehr erfolgreich dazu bei, die Gesundheit des Körpers und des Geistes zu erhalten, zu pflegen. Es sind einfache praktische Tipps im täglichen Leben, die sehr gute Erfolge zeigen.

Der Schlüssel zur Erhaltung der Gesundheit ist Gewahrsamkeit, Achtsamkeit. Wenn ein Mensch seine Konstitution kennt und aufmerksam beobachtet, wie Geist, Körper und Emotionen auf sein Alltagsleben, auf seine Ernährung etc. reagieren, kann er mithilfe dieser Beobachtungen intelligente Entscheidungen zur Erhaltung der Gesundheit treffen.

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Ayurveda im Herbst

 

 

Der Herbst kündigt sich meist mit kühlem Wind oder sogar Herbststürmen an, die Wärme und das Licht lassen nach. In den Kategorien des Ayurveda gedacht ist der Herbst trocken, kalt, leicht, windig und rau.  

Alle diese Eigenschaften sind der Vata-Energie zugeordnet und erhöhen dieses Dosha. Im Herbst geht es vor allem um die Besänftigung und Regulierung von Vata.

Besonders gut auf sich achten müssen nun Menschen mit einem hohen Vata-Anteil in ihrer Konstitution und/oder eine Vata-Störung. Anzeichen für erhöhtes, gesundheitsschädliches Vata sind trockene Haut, kalte Hände und Füße, Verdauungsstörungen wie Blähungen und Verstopfung, schlechter Schlaf, Neigung zu innerer Unruhe sowie Gelenkschmerzen.

Da Vata vor allem durch Ruhe und Regelmäßigkeit reduziert werden kann, ist ein geregelter und gleichmäßiger Lebensstil wichtig, um Vata wieder auf ein gesundes Maß zu reduzieren.  
 


Die ayurvedische Tagesroutine ist hier sehr hilfreich: 

Stehen Sie eine Stunde vor Sonnenaufgang auf und genießen Sie die Ruhe und Stille vor dem Tag. Die Lebensenergie – Prana – ist zu dieser Tageszeit besonders hoch.  

Trinken Sie als erstes ein großes Glas warmes Ingwerwasser (schon am Vortag in der Thermoskanne vorbereitet) und reiben Sie dann Ihren ganzen Körper mit warmen Sesamöl oder einem speziellen Vataöl ein. Lassen sie es kurz einwirken und duschen Sie danach warm und massieren Sie sich dabei sanft mit einem rauen Waschlappen zur Körpermitte hin um den Lymphfluß anzuregen. Das Öl pflegt die trockene Haut und hüllt Sie den ganzen Tag schützend ein. 

Nützen Sie die Ruhe des Morgens für eine kurze Meditation und einigen Yoga- und Atemübungen. Rückwärtsbeugen, Drehung der Wirbelsäule, Kamel, Kobra bieten sich in dieser Jahreszeit an, gefolgt vom Sonnengruß. 

Das Frühstück sollte warm und leicht sein, beispielsweise Hafer- oder Reisbrei, kombiniert mit gedünsteten Äpfeln, Rosinen, etwas Honig und Zimt.

Für die weiteren Mahlzeiten sind nun süße, bittere und zusammenziehende Gewürze (z.B. Gelbwurz = Kurkuma, Bockshornkleesamen, Ingwer, Kreuzkümmel und Lorbeerblätter) kombiniert mit Gemüse wie Fisolen, Auberginen, Zuccini, Kürbis, Blumenkohl, Erbsen, Kohl und Kraut sowie Hülsenfrüchten (Mungbohnen) und Getreide (Reis, Gerste) zu empfehlen.

Da das Verdauungsfeuer im Herbst stärker ist als im Sommer, können wir ruhig etwas reichhaltiger essen, um dem Körper Ausdauer und Kraft zu geben und es ihm zu ermöglichen, Wärme zu speichern. Wenn es noch kälter wird, sind vor allem Wurzelgemüse und ausreichend Fett (Ghee, Sesamöl) zu empfehlen. Rohkost, kalte Mahlzeiten (belegte Brote), kalte Milchprodukte, Eis und Kaffee sowie Schwarztee sollten stark reduziert werden um den Körper nicht zu kühlen und die Unruhe nicht zu verstärken. Ein Kräutertee mit Koriander und Fenchel oder Mischungen mit Ingwer, Zimt und Nelken helfen der Verdauung, erwärmen und beugen Erkältungen vor.

Obwohl der Herbst ideal für Sport und Bewegung in der Natur ist, überanstrengen Sie sich nicht – ein täglicher, flotter Spaziergang fördert die Gesundheit mehr als einmal pro Woche bis zur Erschöpfung zu laufen.  Ziehen Sie sich vor allem warm an und schützen Sie sich vor Zugluft, besonders Kopf und Ohren sollten bei Herbststürmen gut bedeckt sein. Auch Farben beruhigen Vata, befriedend wirken Gelb, Orange und Dunkelrot, kombiniert mit Weiß.

Versuchen Sie, bis ca. 22 Uhr schlafen zu gehen und trinken Sie vorher eine Tasse warme Milch mit jeweils einer Prise Ingwer und Kardamon und wenig Muskat. Diese Kräuter helfen zu entspannen und die Milch (bitte keine Haltbar- oder Magermilch) gut zu verdauen, ein Löffel Honig in die abgekühlte Milch hilft beim Einschlafen. Vermeiden Sie am Abend Aufregung und Stress ebenso wie stundenlanges Fernsehen, denn es verstärkt die mentale Unruhe. Ruhige Musik oder ein entspanntes Gespräch helfen beim Abschalten nach einem langen Arbeitstag.

Der Herbst ist als Übergangszeit anstrengend – aber ebenso schön mit seinen bunten Farben, den reifen Früchten und der Mischung aus Morgennebel und Sonnenstunden. Genießen Sie die Zeit – jede Jahreszeit hat ihre ganz speziellen Vorzüge.

 

Text: Eva Jordan

www.evajordan.at

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