Ausgabe 58 / September 2012

 

Ayurveda ist die Kunst des Lebens in Harmonie mit den Gesetzen der Natur. Dieses alte, ursprüngliche Wissen hat das Ziel, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen. Nun ist es wesentlich einfacher, die Gesundheit mit den von Ayurveda vorgeschlagenen, völlig natürlichen Mitteln und Methoden zu erhalten als Krankheiten zu heilen. Ayurveda misst der Prävention daher sehr großes Gewicht bei.

Die Aufgabe eines Ayurvedaberaters ist es vor allem, seinem Klienten einen für ihn persönlich gangbaren Weg zu zeigen, die Gesundheit zu erhalten, zu pflegen und kleine Störungen mit einfachen Mitteln zu kurieren. Hierbei steht vor allem die Ernährung im Vordergrund, aber auch die Lebensgestaltung, das Körpertraining, Ruhe und Entspannung, Meditation, Atemübungen sowie Reinigungs- und Verjüngungsmaßnahmen tragen sehr erfolgreich dazu bei, die Gesundheit des Körpers und des Geistes zu erhalten, zu pflegen. Es sind einfache praktische Tipps im täglichen Leben, die sehr gute Erfolge zeigen.

Der Schlüssel zur Erhaltung der Gesundheit ist Gewahrsamkeit, Achtsamkeit. Wenn ein Mensch seine Konstitution kennt und aufmerksam beobachtet, wie Geist, Körper und Emotionen auf sein Alltagsleben, auf seine Ernährung etc. reagieren, kann er mithilfe dieser Beobachtungen intelligente Entscheidungen zur Erhaltung der Gesundheit treffen.

 

Ayurveda
Der Mensch steht immer im Mittelpunkt der Betrachtungen

Was unterscheidet Ayurveda so grundlegend von anderen Lehren der Gesundheit, der Ernährung und das Lebensstils? 

\     Nicht die Nahrung steht im Mittelpunkt, sondern Sie, der Esser. Was können Sie aufnehmen und verdauen?
\     Nicht eine bestimmte Sportart wird empfohlen, sondern es ist entscheidend ist, welche Form der Bewegung für Sie am besten geeignet ist.
\     Ihr Lebensstil ist weder gut noch schlecht, es kommt darauf an, ob er Ihnen gut tut.
 

Um diese Fragen nach der individuell richtigen Ernährung und dem passenden Lebensstil beantworten zu können, bestimmt der Ayurveda zuerst den jeweiligen EnergieTyp, die vorherrschenden Bioenergien, das so genannte Dosha.  

Diese entstehen aus den fünf Elementen, denn die gleichen Kräfte, die in der Natur wirken, wirken auch in uns: Starke Winde sorgen für Bewegung, Hitze und Feuer für Umwandlung, Wasser für Fruchtbarkeit und Erde für Stabilität. Damit diese Kräfte überhaupt wirksam werden können, benötigen Sie Raum.

Es ergeben sich fünf klar definierte Kräfte die in uns und in unserer Umwelt wirken, die Baustein unserer Welt. Es sind fünf, da wir (im Normalfall) über fünf Sinne verfügen, mit denen wir das Universum erfahren.
 

\     Raum    …      sinnliche Wahrnehmung durch Schall im Raum

\     Wind     …      der Tastsinn wird über die Haut angesprochen

\     Feuer    …      die Augen sehen das Feuer, das Licht

\     Wasser  …      die Zunge schmeckt unsere Nahrung

\     Erde      …      die Nase kann den Geruch der Erde aufnehmen

 

Aus diesen entstehen die drei Bioenergien Vata, Pitta und Kapha
 

Durch Kombinationen entstehen sieben Konstitutionstypen, von denen die drei Mischformen am häufigsten anzutreffen sind: 

Drei Einzeltypen, Menschen, bei denen eine Bioenergie klar vorherrscht:

\     Vata

\     Pitta

\     Kapha

 

Drei Mischtypen, hier sind zwei Bioenergien dominant:

\     Vata-Pitta

\     Pitta-Kapha

\     Vata-Kapha

Die erstgenannte Energie gibt den Ton an.

Der TriDosha-Typ, bei dem alle Bioenergien zu gleichen Teilen vorkommt, ist sehr selten.

Die ayurvedische Grundkonstitution eines Menschen entsteht zum Zeitpunkt seiner Entstehung, bei seiner Zeugung, und wird bestimmt von den genetischen Faktoren der Eltern. Sie bleibt sein ganzes Leben lang gleich und steht für den gesunden, natürlichen Zustand.
 

 

Vata

bezieht seine charakteristischen Eigenschaften aus den Elementen Äther und Wind, es steht für Bewegung und Dynamik. Vata spielt bei allen Therapieformen eine herausragende Rolle, es ist jedoch auch für die meisten gesundheitlichen Störungen verantwortlich, da es leicht aus der Balance zu bringen ist und durch seine wichtige Rolle im Gefüge den meisten Schaden anrichten kann.

Ist Vata ausgeglichen, sorgt es für eine optimale Funktion der Sinnesorgane, der Motorik, dem Sauerstoffausgleich und der Ausscheidung. Es reguliert unsere körperlichen Funktionen und steht im psychischen Bereich für Enthusiasmus, Ausdrucksfähigkeit und eine schnelle Auffassungsgabe.

 

Pitta

steht für Feuer und Umwandlung. Es ist für die Hitze im Körper verantwortlich und für die Umwandlung der Elemente in verwertbare Bausteine.

Ist es ausgeglichen, sorgt es für eine gute Verdauung, die Sehkraft und optimale Blutbildung sowie eine gesunde Körpertemperatur und Ausstrahlung. Im psychischen Bereich steht es für Mut, Fröhlichkeit, rasche Auffassungsgabe und Intelligenz.

 

Kapha

sorgt für Stabilität durch die Elemente Erde und Wasser. Kapha ist verantwortlich für die Widerstandskraft des Körpers und seine Kraft und Ausdauer. Die Abnutzungserscheinungen, die Vata durch Bewegung verursacht sowie die Hitze, für die Pitta verantwortlich ist, müssen von Kapha ausgeglichen werden.

Ein ausgeglichenes Kapha sorgt für Geschmeidigkeit und Stabilität des Körpers, für Kraft und Fruchtbarkeit sowie für das Heilvermögen. In psychischer Hinsicht steht Kapha für Ausdauer, Halt, Seelenstärke, Geduld, Begierdelosigkeit und ein gutes Gedächtnis.


Bitte beachten Sie!
Keine Konstitution ist besser als die andere, auch wenn uns in unserer westlichen Welt das Prinzip der Bewegung (Vata) und des Feuers (Pitta) am häufigsten begegnet und das stabile Kapha oft abwertend betrachtet werden.
 

Welcher ayurvedische Energietyp sind Sie? Hier finden Sie einen kleinen Test >>>

 

Text: Eva Jordan

www.evajordan.at

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