Ausgabe 62 / Jänner 2013

 

Ayurveda ist die Kunst des Lebens in Harmonie mit den Gesetzen der Natur. Dieses alte, ursprüngliche Wissen hat das Ziel, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen. Nun ist es wesentlich einfacher, die Gesundheit mit den von Ayurveda vorgeschlagenen, völlig natürlichen Mitteln und Methoden zu erhalten als Krankheiten zu heilen. Ayurveda misst der Prävention daher sehr großes Gewicht bei.

Die Aufgabe eines Ayurvedaberaters ist es vor allem, seinem Klienten einen für ihn persönlich gangbaren Weg zu zeigen, die Gesundheit zu erhalten, zu pflegen und kleine Störungen mit einfachen Mitteln zu kurieren. Hierbei steht vor allem die Ernährung im Vordergrund, aber auch die Lebensgestaltung, das Körpertraining, Ruhe und Entspannung, Meditation, Atemübungen sowie Reinigungs- und Verjüngungsmaßnahmen tragen sehr erfolgreich dazu bei, die Gesundheit des Körpers und des Geistes zu erhalten, zu pflegen. Es sind einfache praktische Tipps im täglichen Leben, die sehr gute Erfolge zeigen.

Der Schlüssel zur Erhaltung der Gesundheit ist Gewahrsamkeit, Achtsamkeit. Wenn ein Mensch seine Konstitution kennt und aufmerksam beobachtet, wie Geist, Körper und Emotionen auf sein Alltagsleben, auf seine Ernährung etc. reagieren, kann er mithilfe dieser Beobachtungen intelligente Entscheidungen zur Erhaltung der Gesundheit treffen.


Ayurveda
Die heilende Kraft der Mantren

Klang hat eine unglaubliche Auswirkung auf unser Bewusstsein, im Guten wie im Schlechten, ein Großteil unserer Konditionierung passiert über den Klang: über Worte, die unsere Erziehung gestalten und so unseren Geist strukturieren.

Keine andere sinnliche Wahrnehmung hat solch große Fähigkeit uns zu beeindrucken, auf bewusster und unbewusster Ebene, Klang berührt unsere innigsten Wünsche und Sehnsüchte.

Unsere Konditionierung ist nichts anderes als das Klangmuster, an das wir unseren Geist gewöhnt haben. Ein wesentlicher Teil der Heilung besteht darin, negative Konditionierungen durch positive zu ersetzen – hier liegt die therapeutische Anwendung des Klanges.

Klang gehört zum Element Äther (Vata), dem Samenelement des Ayurveda, aus dem alle anderen Elemente heraus entstehen. Durch den Klang können alle Elemente und Sinne harmonisiert und kontrolliert werden. Die eigentliche Quelle des Klanges ist das spirituelle Herz oder das Zentrum des Bewusstseins, unser wahres Selbst (Atman) in der ewige Klang oder Göttliche Wort ewig wiederklingt. Wenn wir unsere Klangwelt verändern, verändern sich die Schwingungen unseres Bewusstseins.
 

Mantra
Im ayurvedischen Heilungsprozess ist die wichtigste Klangtherapie das Mantra. Mantren sind auf besondere Weise energetisierte Klänge und/oder Worte. Das Wort Mantra bedeutet „Instrument des Geistes“ oder „das, was den Geist schützt“.

Mantren können aus nur einem Klang – zum Beispiel OM – bestehen oder aus Sätzen und Gebeten, die auf verschiedene Weise gesungen oder gesprochen werden. Vor allem werden sie beständig wiederholt, daraus beziehen sie ihre Kraft. Ein Mantra ist jedoch keine Form der Selbsthypnose, sondern eine Möglichkeit, den Geist von Konditionierungen, die ihm schaden, zu befreien.

Durch ein Mantra können wir die Schwingungsmuster des Bewusstseins verändern, es ist eine sehr direkte Methode, sich mit dem Geist auseinander zu setzen. Es verändert die energetische Struktur des Geistes, wodurch ein Problem gelöst werden kann.


Unsere Erinnerungen sind subtile Klangschwingungen, die in unserem Bewusstsein gespeichert sind. Das Gedächtnis im psychologischen Sinn, das innere Protokoll unserer Verletzungen und Ängste, besteht aus nicht verarbeiteten Klängen. Durch den Einsatz von Mantren kann diese Energie wieder ausgeglichen werden.


Mantra und Atem
Die Kombination eines Mantras mit dem Atem (prana) kann die Energie des Geistes verändern. Viele emotionale Störungen sind mit der falschen Ausrichtung von Lebenskraft verknüpft, durch die Kombination von Mantra und Atemübung (pranayama) kann diese Störung aufgehoben werden.


Anwendung von Mantren
Mantren können sowohl von Therapeuten angewendet werden, um den Heilungsprozess zu energetisieren oder vom Patienten, um die Eigenheilung zu stärken. Die Mantren fungieren dabei als Energiekanäle, durch die unserem Heilungsprozess kosmische Lebensenergie zugeführt wird.

Durch Mantren kann auch die Energie von Räumen verändert werden: OM ist bei der Schaffung eines heilenden Bereiches wirksam, HUM ist für die Auflösung von negativen Energien gut geeignet, mit RAM kann man das Göttliche Licht und die kosmische Lebenskraft in den Raum bringen. Die Mantren KRIM und SHRIM können die heilenden Kräfte von Pflanzen und Medikamenten verstärken.

Folgende Mantren sollte der Patient selbst wiederholen: SHAM lindert Schmerz, Zittern und geistige Unruhe, HUM regeneriert die Nervenfunktion, SOM hilft dem Zentralnervensystem. Die Mantren sollten jedoch als heiliges Ritual ausgeführt werden und nicht zum Zeitvertreib. Eine Wiederholung von mindestens einhundertmal pro Tag (am besten 108mal pro Übung) über den Zeitraum von 40 Tagen ist nötig, damit es richtig wirkt. Die klassischen Schriften betonen, dass ein Mantra seine volle Kraft nach einhunderttausend Wiederholungen entfaltet.

Das klingt im ersten Moment unerreichbar, doch wenn man ein Mantra täglich 108mal wiederholt wird (was höchstens eine halbe Stunde dauert), ist diese Anzahl an Wiederholungen in nicht einmal drei Jahren erreicht. Am besten man übt das Mantra vor dem Einschlafen, um erholsamen Schlaf und gute Träume zu erzielen sowie nach dem Aufwachen, damit der Geist sich auch während des Tages mit heilsamen Tätigkeiten beschäftigt.
 

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Das Urmantra OM
Es ist das wichtigste Mantra überhaupt und repräsentiert die Göttliche Welt selbst. Es energetisiert alle Dinge und Abläufe, aus diesem Grund beginnen und enden alle Mantren mit OM. Es reinigt den Geist, öffnet alle Kanäle und stärkt die Lebenskraft. Der Klang hilft uns, uns den positiven Kräften des Universums zu öffnen, es eröffnet uns alle Möglichkeiten des Bewusstseins.


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Text: Eva Jordan

www.evajordan.at

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