Ausgabe 77 / April 2014

 

Ayurveda ist die Kunst des Lebens in Harmonie mit den Gesetzen der Natur. Dieses alte, ursprüngliche Wissen hat das Ziel, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen. Nun ist es wesentlich einfacher, die Gesundheit mit den von Ayurveda vorgeschlagenen, völlig natürlichen Mitteln und Methoden zu erhalten als Krankheiten zu heilen. Ayurveda misst der Prävention daher sehr großes Gewicht bei.

Die Aufgabe eines Ayurvedaberaters ist es vor allem, seinem Klienten einen für ihn persönlich gangbaren Weg zu zeigen, die Gesundheit zu erhalten, zu pflegen und kleine Störungen mit einfachen Mitteln zu kurieren. Hierbei steht vor allem die Ernährung im Vordergrund, aber auch die Lebensgestaltung, das Körpertraining, Ruhe und Entspannung, Meditation, Atemübungen sowie Reinigungs- und Verjüngungsmaßnahmen tragen sehr erfolgreich dazu bei, die Gesundheit des Körpers und des Geistes zu erhalten, zu pflegen. Es sind einfache praktische Tipps im täglichen Leben, die sehr gute Erfolge zeigen.

Der Schlüssel zur Erhaltung der Gesundheit ist Gewahrsamkeit, Achtsamkeit. Wenn ein Mensch seine Konstitution kennt und aufmerksam beobachtet, wie Geist, Körper und Emotionen auf sein Alltagsleben, auf seine Ernährung etc. reagieren, kann er mithilfe dieser Beobachtungen intelligente Entscheidungen zur Erhaltung der Gesundheit treffen.

Feinstoffliche Therapien im Ayurveda

Ausgleich der Energien durch Farben und Düfte

Der Einsatz von Farben im Ayurveda

Farben beeinflussen wesentlich die Wahrnehmung, sie ziehen sie an, beeinflussen die Stimmung und übermitteln Emotionen. Farben sind Basis der Edelsteintherapie, die die Farben auf feinstofflicher Ebene anwendet. Farben können mit Mantren, geometrischen Formen und anderen Sinnestherapien kombiniert werden. Farbe als Sinnesqualität entspricht dem Element Feuer, sie können daher zur Stärkung der geistigen Zirkulation und Verdauung angewendet werden. Krankheiten können am physischen Körper oft über die Pigmentierung festgestellt werden. Farben können im weitesten Sinne mit Gewürzen verglichen werden.  

Möchten Sie Ihren Energietyp bestimmen, also wissen, ob Sie zu Vata, Pitta oder Kapha gehören - hier können Sie einen Test machen...

 

Für Vata eignen sich Farben, die klar, warm, wässrig, weich und beruhigend sind: warme Farben wie Gold, Rot, Orange, Gelb kombiniert mit wässrigen und beruhigenden Farben wie Weiß oder wässrigen Schattierungen von Grün und Blau. In Formen und Strukturen angewendet, sollten sie weich, rund und ausgewogen sein.

 

Für Pitta eignen sich Farben, die kühl, mild und beruhigend sind: Weiß, Grün, Blau, Grau und Pastelltöne. Mit Farbe sollte insgesamt sparsam umgegangen werden, die Formen sollten runde und weiche Formen darstellen.

 

Für Kapha eignen sich Farben die warm, trocken und stimulierend sind: warme Farben wie Orange, Gelb, Rot. Die Farben sollten leuchtend, strahlend und transparent sein, aber nicht tief und dunkel. Ein Übermaß schadet, die Formen sollten eckig und pyramidenförmig sein.

 

Bei der Wahl der Farbe ist auch ihre Qualität in Bezug auf die drei Gunas* zu beachten! Weiß selbst ist die Farbe von Sattva, Rot von Rajas und Schwarz von Tamas. Alle Farben haben aber auch Schattierungen, die jedem der drei Gunas* gehören.

 

Die Farbtherapie kann über eine äußere Farbquelle angewendet werden, man kann sich die Farben aber auch nur vorstellen. Sie wirken ebenso über die Kleidung und über die Farben, die einen Menschen umgeben.

 

*Guna bezeichnet die drei qualitativen Prinzipien der Ur-Substanz. Alles in unserem Universum besitzt diese drei Eigenschaften (eben auch Farben, dh. sie treten in allen grob- bzw. feinstofflichen Arten auf und beeinflussen uns auf physischer, geistiger und emotionaler Ebene.

Die drei Doshas (Vata, Pitta, Kapha) bilden die Grundbausteine unseres Körpers, während die drei Gunas (Sattva, Rajas, Tamas) die psychologische Konstitution unseres Geistes beschreiben - sie bestimmen unsere geistige und spirituelle Verfassung.


Die drei Gunas sind:

  ~ Sattva (Reinheit, Licht, Leichtigkeit, Bewusstsein, Freude),

  ~ Rajas (Aktivität, Bewegung, Wünsche, Ehrgeiz, Begehren),

  ~ Tamas (Trägheit, Schwere, Dunkelheit, Widerstand).

 

Vereinfacht ausgedrückt kann man Guna auch mit "psychischer Energie" übersetzen. Jeder Mensch besitzt eine bestimmte Mischung dieser drei Eigenschaften - befinden sich diese im Gleichgewicht, sind Körper und Geist gesund - während ein Ungleichgewicht auch für körperliche Erkrankungen verantwortlich sein kann.

 

 

 

Der Einsatz von Düften im Ayurveda

In der Aromatherapie werden Öle zur Förderung des Heilungsprozesses genutzt, sie wird vorrangig bei psychischen Beschwerden angewandt. Der Duft wird dem Erdelement zugeordnet, er kann den feinstofflichen Körper stärken. Aromatische Öle tragen viel Prana in sich und sind daher für die Behandlung von Krankheiten wertvoll.

 

Sie werden meist nur äußerlich angewandt, entweder über den Geruchsinn oder durch das Auftragen auf Marma-Punkten. Innerlich werden ätherische Öle durch Kräutertees eingenommen. Jasmin und Geranie stärken das Immunsystem und haben reinigende Wirkung. Kampfer und Minze sind auch schmerzlindernd und reinigen die Kanäle.

 

Düfte für vata-dominierte Menschen:

Sandelholz, Lotusblüte, Weihrauch, Zimt und Basilikum (beruhigend und erdend);

 

Düfte für pitta-dominierte Menschen:

Sandelholz, Rose, Vetiver, Zitronengras, Lavendel, Gardenie, Iris (kühlend und süß)

 

Düfte für kapha-dominierte Menschen:

Kampfer, Zimt, Nelken, Moschus, Salbei, Thymian, Zeder, Weihrauch und Myrrhe (anregend und wärmend)

 

Im nächsten Monat widmen wir uns dem Thema Gesund entgiften mit Ayurveda, ich freue mich über Ihr Interesse.

 

Haben Sie noch Fragen zu Ayurveda? Ich berate Sie gerne!


Text: Eva Jordan

www.evajordan.at

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